
Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) mussten am Freitagnachmittag den gesamten Zugverkehr durch Lausanne – dem viertgrößten Bahnhof des Landes – einstellen, nachdem ein IC1-Intercity-Zug beim Einfahren auf Gleis 4 eine Oberleitung gerissen hatte. Der Unfall unterbrach die Stromversorgung auf mehreren Gleisen und legte die Ost-West-Verbindung lahm, die Genf und das Rhonetal mit Bern, Zürich, Basel und weiter nach Deutschland verbindet. Auch die internationalen TGV Lyria-Verbindungen zwischen Paris/Grenoble und der Schweiz wurden entweder angehalten oder über Biel umgeleitet, während die grenzüberschreitenden Regionalzüge des Léman Express nach Frankreich in Renens endeten.
Die SBB teilte mit, dass Fernzüge auf den Strecken Genf–Lausanne und Biel–Lausanne in Renens kehrtmachten, während die Züge der Plateau-Linie in Palézieux oder Freiburg endeten. Auf der Simplon-Achse kehrten die IR90/95-Züge in Vevey um. Ersatzbusse wurden eingesetzt und die Fahrkarten wurden auch in lokalen Metrozügen anerkannt, allerdings war die Kapazität zu Beginn der Sommerreisewelle begrenzt. Die Techniker arbeiteten den ganzen Nachmittag, der volle Betrieb wurde kurz vor dem Abendverkehr wieder aufgenommen, kleinere Verspätungen blieben jedoch bestehen.
Für Geschäftsreisende verdeutlicht die Störung die Verwundbarkeit des Schweizer Schienennetzes: Ein einziger Oberleitungsdefekt in Lausanne kann die wichtigste Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Frankreich und der Schweiz kappen und teure Last-Minute-Flug- oder Hoteländerungen erzwingen. Unternehmen mit Verbindungen am selben Tag zum Flughafen Genf oder ins Industriegebiet Rhône-Alpes sollten stets Pufferzeiten einplanen und ihre Mitarbeiter für SBB-Push-Benachrichtigungen registrieren.
Der Vorfall zeigt auch die Herausforderung der SBB, eine Infrastruktur aus den 1960er-Jahren bei gleichzeitig rekordverdächtigen Zugfrequenzen instand zu halten. Ein 3,9 Milliarden Franken teures Ausbauprojekt des Bahnknotens Lausanne (LEB 2027) wird zusätzliche Durchfahrtsgleise und ein neues Stellwerk bringen, soll aber erst 2029 abgeschlossen sein. Bis dahin müssen Betreiber und Mobilitätsmanager die Strecke Lausanne–Genf als potenziellen Engpass betrachten und multimodale Alternativen vorbereiten – etwa Fahrgemeinschaften, flexible Flugtickets oder Telepräsenzlösungen.
Grenzgänger aus dem französischen Pays de Gex und Haute-Savoie waren besonders betroffen: Selbst Kurzstreckenverbindungen des Léman Express wurden eingeschränkt. Das Chaos am Freitag könnte die Forderungen nach zusätzlicher Oberleitungs-Redundanz und besserem Echtzeit-Datenaustausch zwischen SBB, SNCF Réseau und TGV Lyria verstärken.
Die SBB teilte mit, dass Fernzüge auf den Strecken Genf–Lausanne und Biel–Lausanne in Renens kehrtmachten, während die Züge der Plateau-Linie in Palézieux oder Freiburg endeten. Auf der Simplon-Achse kehrten die IR90/95-Züge in Vevey um. Ersatzbusse wurden eingesetzt und die Fahrkarten wurden auch in lokalen Metrozügen anerkannt, allerdings war die Kapazität zu Beginn der Sommerreisewelle begrenzt. Die Techniker arbeiteten den ganzen Nachmittag, der volle Betrieb wurde kurz vor dem Abendverkehr wieder aufgenommen, kleinere Verspätungen blieben jedoch bestehen.
Für Geschäftsreisende verdeutlicht die Störung die Verwundbarkeit des Schweizer Schienennetzes: Ein einziger Oberleitungsdefekt in Lausanne kann die wichtigste Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Frankreich und der Schweiz kappen und teure Last-Minute-Flug- oder Hoteländerungen erzwingen. Unternehmen mit Verbindungen am selben Tag zum Flughafen Genf oder ins Industriegebiet Rhône-Alpes sollten stets Pufferzeiten einplanen und ihre Mitarbeiter für SBB-Push-Benachrichtigungen registrieren.
Der Vorfall zeigt auch die Herausforderung der SBB, eine Infrastruktur aus den 1960er-Jahren bei gleichzeitig rekordverdächtigen Zugfrequenzen instand zu halten. Ein 3,9 Milliarden Franken teures Ausbauprojekt des Bahnknotens Lausanne (LEB 2027) wird zusätzliche Durchfahrtsgleise und ein neues Stellwerk bringen, soll aber erst 2029 abgeschlossen sein. Bis dahin müssen Betreiber und Mobilitätsmanager die Strecke Lausanne–Genf als potenziellen Engpass betrachten und multimodale Alternativen vorbereiten – etwa Fahrgemeinschaften, flexible Flugtickets oder Telepräsenzlösungen.
Grenzgänger aus dem französischen Pays de Gex und Haute-Savoie waren besonders betroffen: Selbst Kurzstreckenverbindungen des Léman Express wurden eingeschränkt. Das Chaos am Freitag könnte die Forderungen nach zusätzlicher Oberleitungs-Redundanz und besserem Echtzeit-Datenaustausch zwischen SBB, SNCF Réseau und TGV Lyria verstärken.
Quelle: SWI Swissinfo
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