
Bei einer Pressekonferenz am Mittag des 29. Juni gab Spaniens größte Gewerkschaftskonföderation, Comisiones Obreras (CCOO), bekannt, dass sie bereits über 7.500 Anträge von Migranten im Rahmen der außergewöhnlichen Regularisierung bearbeitet hat. Die Gewerkschaft setzte 200 Mitarbeiter ein und arbeitete mit NGOs wie Médicos del Mundo und SOS Racismo zusammen, um landwirtschaftliche Camps, Haushaltshilfen und informelle Siedlungen zu erreichen. Während der Prozess als „ein Akt politischer Verantwortung“ gelobt wurde, wies Sofía Castillo, die nationale Migrationssekretärin der CCOO, auf operative Probleme hin: In mehreren Provinzen fehlen den Polizeistationen Personal und Ausrüstung, um Fingerabdrücke zu erfassen und Ausländer-Identitätskarten (TIEs) auszustellen. Antragsteller werden Berichten zufolge abgewiesen oder müssen zusätzliche Dokumente vorlegen – etwa eine Meldebescheinigung –, die bei der Antragstellung nicht verlangt wurden. Castillo forderte die Innen- und Migrationsministerien auf, die biometrischen Stationen schnell zu verstärken, da unbehandelte Verzögerungen Tausende in einem rechtlichen Schwebezustand zurücklassen könnten, die weder Arbeitsverträge unterschreiben noch Bankkonten eröffnen können. Die Gewerkschaft verlangt zudem einheitliche Kriterien in Spaniens 52 Ausländerbehörden, um eine „Postleitzahlen-Lotterie“ zu vermeiden. Für Arbeitgeber, die regulierte Arbeitskräfte einstellen wollen, lautet die klare Botschaft: Planen Sie mehr Zeit für biometrische Nachbearbeitungen nach der Genehmigung ein und unterstützen Sie die Bewerber bei der Terminvereinbarung. Mobilitätsmanager sollten zudem die sich ändernden Anforderungen der Polizeistationen beobachten, um Verzögerungen beim Arbeitsbeginn zu minimieren. Die Daten der CCOO zeigen, dass lateinamerikanische Staatsangehörige die Mehrheit der Anträge stellen – angeführt von Kolumbien, Peru und Venezuela – und dass Frauen fast die Hälfte aller Antragsteller ausmachen, was die Nachfrage im spanischen Dienstleistungssektor widerspiegelt.
Quelle: Notimérica / Europa Press
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