Spanien stellt über 600.000 befristete Arbeitserlaubnisse im Rahmen einer beschleunigten Legalisierung aus
Spaniens Massenlegalisierung: 609.000 undokumentierte Migranten erhalten sofortige Arbeitserlaubnisse
Ryanair warnt vor „Schlangenchaos“ an spanischen Flughäfen wegen Einführung biometrischer Kontrollen in der EU
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Ryanair warnt vor „Schlangenchaos“ an spanischen Urlaubsflughäfen durch neues Ein- und Ausreisesystem
Ryanair meldet, dass an vier spanischen Flughäfen bereits lange Warteschlangen aufgrund des neuen EES-Systems entstehen, und fordert eine Aussetzung des Fingerabdrucksystems bis nach der Sommersaison. Spaniens touristische Hotspots drohen dadurch Imageschäden und finanzielle Verluste, Unternehmen sollten ihre Routenplanung und Pufferzeiten entsprechend anpassen.
Europäische Fluggesellschaften und Flughäfen fordern Brüssel offiziell auf, Spanien die Aussetzung des EES während der Hauptreisezeiten zu erlauben
A4E, ACI Europe und weitere Branchenverbände haben die Europäische Kommission offiziell gebeten, den Mitgliedstaaten – darunter auch Spanien – zu erlauben, das neue biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) während der Monate Juli und August bei unkontrollierbaren Grenzschlangen vorübergehend abzuschalten. Das spanische Innenministerium arbeitet derzeit an einem Notfallplan, doch die Kommission hält bislang am Starttermin des EES am 10. Juli fest.
Die 78 %ige Vakanzrate im spanischen Technologiesektor entfacht die Debatte über die Einfuhr digitaler Talente neu
Eine am 2. Juli veröffentlichte Studie von ManpowerGroup zeigt, dass fast acht von zehn spanischen Tech-Unternehmen mit Personalengpässen zu kämpfen haben. Dies verstärkt die Forderungen nach einfacheren Visa und schnelleren Aufenthaltserlaubnissen für digitale Fachkräfte. Arbeitgeber setzen sich für einen Express-Tech-Visa-Weg ein, während die derzeitigen Visa für digitale Nomaden und hochqualifizierte Fachkräfte als zu langsam und uneinheitlich kritisiert werden.
Ausländische Arbeitskräfte treiben Spanien im Juni zu Rekordwert von 22,46 Millionen Sozialversicherungsanmeldungen
Spanien schuf im Juni mit 128.533 neuen Arbeitsplätzen einen Rekord und erhöhte die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf 22,46 Millionen. Zwei Drittel des Zuwachses entfielen auf ausländische Arbeitskräfte, was die saisonale Nachfrage im Tourismussektor und den Zustrom neu regulierter Migranten widerspiegelt. Die Daten verdeutlichen die Abhängigkeit der Wirtschaft von internationaler Arbeitskraft und deuten auf angespanntere Wohnungsmärkte in touristischen Regionen hin.
Der Oberste Gerichtshof Spaniens könnte EU-Richter um Entscheidung zu umfassender Migrantenamnestie bitten
Der Oberste Gerichtshof Spaniens prüft, ob er das Migrationsregulierungsdekret der Regierung dem Europäischen Gerichtshof vorlegen soll, da Teile des Programms möglicherweise gegen Schengen- und Migrationspakt-Regeln verstoßen. Eine Vorlage würde den Prozess nicht sofort stoppen, könnte jedoch Entscheidungen verzögern und die Verlängerungen für über eine Million Antragsteller – sowie für die Unternehmen, die sie einstellen wollen – erschweren.
Regierung steht vor Dreimonatsmarathon zur Bearbeitung von einer Million Legalisierungsanträge
Ministerpräsident Sánchez bestätigte, dass sich vor Ablauf der Frist am 30. Juni mehr als eine Million undokumentierte Migranten für die außergewöhnliche Legalisierung in Spanien beworben haben. Die Einwanderungsbehörden haben nun genau drei Monate Zeit, um Entscheidungen zu treffen, was einen erheblichen Personal- und Technologiewechsel erfordert. Arbeitgeber könnten bereits ab Oktober auf neue Talente zugreifen, müssen sich jedoch auf Kontrollen zur Einhaltung der Vorschriften und mögliche kurzfristige Ablehnungen einstellen.
Flughäfen und Fluggesellschaften fordern Brüssel auf, das EU-Ein- und Ausreisesystem während der Hauptsaison auszusetzen
In einem offenen Brief vom 1. Juli fordern ACI Europe, A4E und IATA die Europäische Kommission auf, den Mitgliedstaaten zu erlauben, das biometrische Ein- und Ausreisesystem während Spitzenzeiten auszusetzen. Als Begründung werden Wartezeiten an den Grenzen von bis zu fünf Stunden genannt, die bereits die spanischen Drehkreuze beeinträchtigen. Unternehmen sollten auch im Sommer mit anhaltenden Verzögerungen für Nicht-EU-Reisende rechnen und längere Zwischenstopps oder Fast-Track-Optionen in Betracht ziehen.
Unregelmäßige Ankünfte in Spanien im ersten Halbjahr 2026 um 32 % gesunken
Spanien verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 12.138 irreguläre Ankünfte – ein Rückgang von fast einem Drittel im Jahresvergleich, vor allem dank eines 67-prozentigen Einbruchs bei den Landungen auf den Kanarischen Inseln. Während die Seewege ruhiger wurden, stiegen die Landzugänge in Ceuta deutlich an, was auf veränderte Taktiken der Migranten hindeutet. Diese Entwicklungen entlasten die Atlantik-Transportkorridore, könnten jedoch die Grenzressourcen in Nordafrika stärker beanspruchen.
Regierung richtet spezielle Migrations-Einsatzteams für Ceuta, Melilla, Kanaren und Balearen ein
Madrid wird zwei interbehördliche Einsatzgruppen einrichten, um den Migrations- und Grenzdruck in Ceuta, Melilla, auf den Kanarischen Inseln und den Balearen zu bewältigen. Die Initiative umfasst fast 1.000 zusätzliche Stellen im öffentlichen Dienst und verspricht eine schnellere Bearbeitung von Dokumenten in den überlasteten Ausländerbehörden – eine gute Nachricht für Arbeitgeber, die auf saisonale und ausländische Arbeitskräfte in den spanischen Inselgebieten angewiesen sind.