
Die Billigfluggesellschaft Ryanair schlägt Alarm wegen „nicht bewältigbarer“ Wartezeiten, die sie an mehreren spanischen Urlaubsdestinationen erwartet, sobald das neue Ein- und Ausreisesystem der Europäischen Union (EES) am 10. Juli vollständig in Betrieb geht. In einer scharf formulierten Erklärung vom 2. Juli kritisiert die Airline, dass Flughäfen wie Teneriffa Süd, Palma de Mallorca, Alicante-Elche und Málaga nicht über genügend Fingerabdruckterminals und Grenzpolizeistände verfügen, um den Passagieransturm in der Hochsaison zu bewältigen. Die Warnung erfolgt vor dem Hintergrund von Prognosen, die für Juli und August allein mehr als 16 Millionen internationale Ankünfte in Spanien vorhersagen.
Das EES ersetzt die manuelle Passstempelung für Drittstaatsangehörige durch eine biometrische Datenbank, die bei der ersten Einreise in den Schengen-Raum Fingerabdrücke und Gesichtsaufnahmen erfasst. Die Branchenlobby Airlines for Europe (A4E) und der Airports Council International Europe unterstützen Ryanairs Forderung und drängen Brüssel, den Mitgliedstaaten zu erlauben, das System im Juli und August auszusetzen, um stundenlange Warteschlangen und verpasste Anschlussflüge in ganz Europa zu vermeiden.
Für Spanien besteht die unmittelbare Gefahr sowohl im Bereich des Ansehens als auch der operativen Abläufe. Drei der vier von Ryanair genannten Flughäfen gehören zu den zehn wichtigsten touristischen Drehkreuzen des Landes; sie haben 2025 zusammen mehr als 75 Millionen Passagiere abgefertigt. Aena, der nationale Flughafenbetreiber, gibt an, landesweit 480 Selbstbedienungskioske installiert zu haben, räumt jedoch ein, dass das Personal während der Schulungen zum Systemwechsel „knapp“ ist. Das Innenministerium hat Überstunden für 600 zusätzliche Polizisten der Policía Nacional genehmigt, doch Gewerkschaftsvertreter argumentieren, dass mindestens die doppelte Anzahl nötig sei, um eine Bearbeitungszeit von 30 Minuten zu gewährleisten.
Firmenreisende sollten mit längeren Wartezeiten bei der Ausreisekontrolle für nicht in der EU ansässige Mitarbeiter in Spanien rechnen. Empfehlungen raten bereits dazu, drei Stunden vor Abflug an den Flughäfen Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat einzutreffen; regionale Flughäfen mit begrenzter Infrastruktur könnten noch mehr Zeitpuffer erfordern. Multinationale Unternehmen, die im Sommer Meetings oder Incentive-Reisen in Spanien organisieren, sollten Gruppenabflüge staffeln oder, wo möglich, Fast-Track-Services buchen.
Obwohl die Europäische Kommission nächste Woche mit Airlines und Flughäfen zusammenkommt, um Notfallpläne zu prüfen, betonen die Verantwortlichen, dass der Starttermin am 10. Juli „nicht verhandelbar“ sei. Sollte keine Ausnahmeregelung gewährt werden, könnten die spanischen Flughäfen während der verkehrsreichsten Reisezeit seit sechs Jahren zu einem echten Belastungstest für die neue Technologie werden.
Das EES ersetzt die manuelle Passstempelung für Drittstaatsangehörige durch eine biometrische Datenbank, die bei der ersten Einreise in den Schengen-Raum Fingerabdrücke und Gesichtsaufnahmen erfasst. Die Branchenlobby Airlines for Europe (A4E) und der Airports Council International Europe unterstützen Ryanairs Forderung und drängen Brüssel, den Mitgliedstaaten zu erlauben, das System im Juli und August auszusetzen, um stundenlange Warteschlangen und verpasste Anschlussflüge in ganz Europa zu vermeiden.
Für Spanien besteht die unmittelbare Gefahr sowohl im Bereich des Ansehens als auch der operativen Abläufe. Drei der vier von Ryanair genannten Flughäfen gehören zu den zehn wichtigsten touristischen Drehkreuzen des Landes; sie haben 2025 zusammen mehr als 75 Millionen Passagiere abgefertigt. Aena, der nationale Flughafenbetreiber, gibt an, landesweit 480 Selbstbedienungskioske installiert zu haben, räumt jedoch ein, dass das Personal während der Schulungen zum Systemwechsel „knapp“ ist. Das Innenministerium hat Überstunden für 600 zusätzliche Polizisten der Policía Nacional genehmigt, doch Gewerkschaftsvertreter argumentieren, dass mindestens die doppelte Anzahl nötig sei, um eine Bearbeitungszeit von 30 Minuten zu gewährleisten.
Firmenreisende sollten mit längeren Wartezeiten bei der Ausreisekontrolle für nicht in der EU ansässige Mitarbeiter in Spanien rechnen. Empfehlungen raten bereits dazu, drei Stunden vor Abflug an den Flughäfen Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat einzutreffen; regionale Flughäfen mit begrenzter Infrastruktur könnten noch mehr Zeitpuffer erfordern. Multinationale Unternehmen, die im Sommer Meetings oder Incentive-Reisen in Spanien organisieren, sollten Gruppenabflüge staffeln oder, wo möglich, Fast-Track-Services buchen.
Obwohl die Europäische Kommission nächste Woche mit Airlines und Flughäfen zusammenkommt, um Notfallpläne zu prüfen, betonen die Verantwortlichen, dass der Starttermin am 10. Juli „nicht verhandelbar“ sei. Sollte keine Ausnahmeregelung gewährt werden, könnten die spanischen Flughäfen während der verkehrsreichsten Reisezeit seit sechs Jahren zu einem echten Belastungstest für die neue Technologie werden.
Quelle: The Guardian
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