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Europäische Fluggesellschaften und Flughäfen fordern Brüssel offiziell auf, Spanien die Aussetzung des EES während der Hauptreisezeiten zu erlauben

Juli 3, 2026
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Europäische Fluggesellschaften und Flughäfen fordern Brüssel offiziell auf, Spanien die Aussetzung des EES während der Hauptreisezeiten zu erlauben
Kaum 24 Stunden nach Ryanairs öffentlicher Kritik haben sich 20 große Fluggesellschaften und 28 Flughafenbetreiber – darunter Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat – in einem offenen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gewandt und einen Notfall-„Kill-Switch“ für das Ein- und Ausreisesystem (EES) gefordert. Das Schreiben, datiert auf den 1. Juli und am 2. Juli veröffentlicht, fordert, dass die Behörden der Mitgliedstaaten befugt werden, biometrische Kontrollen auszusetzen, sobald das Passagieraufkommen die Kapazität der Grenzanlagen übersteigt – zumindest bis zum 31. August. Die Unterzeichner verweisen auf Tests in Alicante und Palma im vergangenen Monat, bei denen die durchschnittliche Abfertigungszeit pro Reisendem 110 Sekunden betrug – deutlich über dem Zielwert von 45 Sekunden – was bei Spitzenzeiten im Charterverkehr Wartezeiten von zwei Stunden oder mehr bedeuten würde. Zudem äußern sie Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, da mehrere Polizeibehörden im Schengen-Raum noch keine abschließenden Datenschutz-Folgenabschätzungen vorgelegt haben. Der Zeitpunkt des Briefes ist für Spanien besonders kritisch: Am 3. Juli startet die Dirección General de Tráfico die „Operación Verano“, die im Vorjahr 104 Millionen Fahrzeuge und 3,5 Millionen Passagiere auf dem Weg nach Nordafrika durch spanisches Gebiet führte. Ein Stau an den Luftgrenzen würde sich laut Behörden auch auf Häfen und Straßen auswirken. Die Kommission betont, dass die Staaten bereits „begrenzte Flexibilität“ gemäß Artikel 14 der EES-Verordnung besitzen, um vorübergehend auf manuelle Stempel zurückzugreifen, allerdings mit Mitteilung an Brüssel. Das spanische Innenministerium arbeitet daher an einem Notfallprotokoll, das es hochrangigen Policía Nacional-Beamten erlaubt, die Kontrollen vor Ort auszusetzen, wenn die Wartezeiten dauerhaft 60 Minuten überschreiten. Für Unternehmen, die Mitarbeiter nach Spanien entsenden oder Projektteams im Schengen-Raum rotieren lassen, unterstreicht die Situation die Bedeutung, biometrische Daten bereits bei der ersten Reise zu erfassen und Bestätigungsbelege aufzubewahren. Reise-Risikopolitiken sollten aktualisiert werden, um mögliche Übernachtungsverzögerungen und Unterkunftsgrenzen an Nebenflughäfen zu berücksichtigen.
Quelle: EuroEFE / Europa Press

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