
Die tschechische Sozialversicherungsanstalt (ČSSZ) hat eine kurzfristige Warnung herausgegeben: Ihr ePortal und das System für elektronische Krankmeldungen (eNeschopenka) werden am Freitag, den 3. Juli 2026, von 20:00 Uhr bis etwa 02:00 Uhr vollständig nicht verfügbar sein. Die Störung betrifft alle B2B- und G2G-Schnittstellen, einschließlich der wichtigen APEP- und ISDS-Gateways, die von Lohnabrechnungsdienstleistern zur Übermittlung des neuen Einheitlichen Monatlichen Arbeitgeberberichts (JMHZ) genutzt werden. Für Personal- und Global-Mobility-Teams ist der Zeitpunkt ungünstig, da der erste JMHZ-Meldezyklus nach der Gehaltsrunde im Sommer am 5. Juli endet. Alle während der Ausfallzeit eingereichten Sammelmeldungen werden zwar in die Warteschlange gestellt, aber erst nach Wiederinbetriebnahme der Systeme verarbeitet, so die Behörde. Arbeitgeber, die die Lohnabrechnung ins Ausland ausgelagert haben, sollten ihre Dienstleister auf die Prager Zeitzone hinweisen und prüfen, ob die wartenden Dateien nach Wiederaufnahme des Dienstes tatsächlich übermittelt werden. Die ČSSZ weist darauf hin, dass dringende Krankmeldungen weiterhin über APEP gesendet werden können, die Bearbeitung sich jedoch verzögert. Ausländische Beschäftigte, deren Aufenthaltstitel von einer lückenlosen Sozialversicherung abhängt, sollten einen Nachweis darüber aufbewahren, dass ihr Arbeitgeber die Meldung fristgerecht versucht hat, um bei späteren Rückfragen des Innenministeriums gewappnet zu sein. Arbeitgeber mit global mobilen Mitarbeitern sollten alternative Meldefenster einplanen oder ihre Meldungen vor der Abschaltung um 20:00 Uhr einreichen. Die Verwaltung verspricht eine Statusaktualisierung auf ihrer Website und bei X (ehemals Twitter), sobald die Systeme wieder online sind.