
Der Flughafen Václav Havel Prag hat im Rahmen seiner langfristigen Modernisierung zwei Bauausschreibungen mit einem Gesamtvolumen von 3,5 Milliarden CZK (etwa 143 Millionen Euro) ausgeschrieben. Die Projekte, die am 1. Juli bekannt gegeben wurden, umfassen eine neue Hochstraßenbrücke, die den öffentlichen und privaten Verkehr vor den Terminals 1 und 2 effizienter lenken soll, sowie ein Parkhaus mit 1.098 Stellplätzen, das ausschließlich für Flughafenmitarbeiter vorgesehen ist. Die Brücke, mit einem Budget von 2,3 Milliarden CZK, wird separate Fahrspuren für Taxis, Busse und Privatfahrzeuge schaffen und so die derzeitigen Konfliktpunkte mit Fußgängern beseitigen. Der Baubeginn ist für 2028 geplant, die Fertigstellung für 2031, was mit dem Ziel des Flughafens zusammenfällt, bis 2032 23 Millionen Passagiere zu bedienen. Für Geschäftsreisende verspricht die Neugestaltung schnellere Wege vom Straßenrand zum Gate und ein geringeres Risiko verpasster Check-ins in Stoßzeiten. Das Mitarbeiterparkhaus, mit einem Wert von 1,2 Milliarden CZK, wird die oberirdischen Parkplätze für Passagiere entlasten und mit Solarpaneelen sowie Ladestationen für Elektrofahrzeuge ausgestattet sein. Die Flughafenleitung betont, dass die zusätzliche Kapazität Voraussetzung ist, um neue Brandschutzvorschriften einzuhalten, die das Parken von Mitarbeitern auf Straßen in der Nähe von Tanklagern begrenzen. Umweltgutachter weisen darauf hin, dass die Verlagerung der Mitarbeiterfahrzeuge aus öffentlichen Parkbereichen die Abgabe-Staus während der morgendlichen Spitzenzeiten um 15 % reduzieren sollte. Die Ausschreibungsunterlagen verlangen von den Bietern eine phasenweise Bauweise, damit die Abholzonen für Passagiere weiterhin nutzbar bleiben. Die Investition folgt auf die Erweiterung der Sicherheitskontrollen im Terminal 2 im vergangenen Jahr und ergänzt die für 2029 geplante Bahnanbindung zum Prager Hauptbahnhof. Zusammen sollen die Projekte Prag als wettbewerbsfähigen mitteleuropäischen Verkehrsknotenpunkt gegenüber Wien und München positionieren, die kürzlich ähnliche Modernisierungen ihrer Vorfeldbereiche vorgestellt haben. Für Mobilitätsmanager lautet die Botschaft vorausschauend: Obwohl die Auswirkungen im Sommer minimal sind, sollten Unternehmen, die Shuttlebusse betreiben oder VIP-Transfers organisieren, die Projektmeilensteine im Blick behalten, um ab 2028 mit temporären Fahrspur-Sperrungen zu rechnen. Auch Reisemanagement-Teams sollten mit steigenden Parkgebühren rechnen, sobald die modernisierte, kostenintensivere Infrastruktur in Betrieb geht.
Quelle: Prague Daily News
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