
Während der europäische Ferienreiseverkehr seinen Höhepunkt erreicht, kommt das neue biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU an seine Grenzen. Gulf News berichtet von Wartezeiten von bis zu fünf Stunden an mehreren Schengen-Flughäfen, was die Luftfahrtverbände ACI Europe, Airlines for Europe und IATA dazu veranlasst hat, von Brüssel eine Notfallflexibilität zu fordern. Obwohl der Artikel vor allem Szenen aus südlichen Drehkreuzen beschreibt, spüren auch finnische Flughäfen den Druck: Helsinki-Vantaa muss nun jeden Drittstaatsangehörigen, der zum ersten Mal nach Finnland einreist, mit Fingerabdruck und Foto erfassen – ein Vorgang, der laut Grenzbeamten zwei bis drei Minuten pro Reisendem dauert, im Vergleich zum früheren einfachen Passstempel. Finavia meldet, dass die Erstregistrierungen am vergangenen Wochenende mit bis zu 600 pro Stunde ihren Höhepunkt erreichten, was die Grenzbeamten zwang, zusätzliche Kontrollspuren zu öffnen und Personal aus dem Zollbereich umzudisponieren.
Diese Engpässe sind besonders relevant für den nordischen Firmenmarkt, da Helsinki Verbindungsflüge aus Großbritannien, den USA und Asien abwickelt – Nationalitäten, die alle dem EES unterliegen. Reisebüros raten ihren Kunden, zwischen der Ankunft mit EES-Kontrolle und einem Anschluss-Inlandsflug mindestens 90 Minuten Puffer einzuplanen; zuvor galten 45 Minuten als ausreichend.
Neben den langen Warteschlangen warnen Fluggesellschaften vor weiteren betrieblichen Auswirkungen. Finnair berichtet, dass die Ankunft eines einzigen Großraumflugzeugs mit vielen Erst-EES-Passagieren die Abfertigung des nächsten Flugzeugs um 20 Minuten verzögern kann, was sich im Tagesverlauf auf weitere Flüge auswirkt. Verpasste Anschlussflüge bedeuten höhere Hotel- und Fürsorgekosten für Arbeitgeber – und im Gegensatz zu wetterbedingten Verspätungen ist bei EES-bedingten Verzögerungen kaum mit Entschädigungen zu rechnen. Versicherer signalisieren bereits, dass EES-bezogene Kosten als „außergewöhnliche Umstände“ eingestuft und somit von Standardpolicen ausgeschlossen werden könnten.
Die Europäische Kommission wird am 7. Juli mit Vertretern der Branche zusammenkommen, um mögliche temporäre Ausnahmen zu prüfen. Bis dahin setzen die finnischen Grenzbehörden Notfallpläne um: Vorregistrierungskioske in den Abflughallen und temporäre Kontrollstellen zu Spitzenzeiten bei der Einreise. Unternehmen, die diesen Monat Mitarbeiter nach Finnland entsenden, sollten ihre Reisenden auf längere Bearbeitungszeiten vorbereiten, sicherstellen, dass die Pässe ausreichend freie Seiten für eventuelle Stempel haben, und genau überwachen, dass die Schengen-Kurzaufenthaltsgrenzen eingehalten werden, da digitale Ausreiseregistrierungen Überziehungen künftig automatisch melden.
Diese Engpässe sind besonders relevant für den nordischen Firmenmarkt, da Helsinki Verbindungsflüge aus Großbritannien, den USA und Asien abwickelt – Nationalitäten, die alle dem EES unterliegen. Reisebüros raten ihren Kunden, zwischen der Ankunft mit EES-Kontrolle und einem Anschluss-Inlandsflug mindestens 90 Minuten Puffer einzuplanen; zuvor galten 45 Minuten als ausreichend.
Neben den langen Warteschlangen warnen Fluggesellschaften vor weiteren betrieblichen Auswirkungen. Finnair berichtet, dass die Ankunft eines einzigen Großraumflugzeugs mit vielen Erst-EES-Passagieren die Abfertigung des nächsten Flugzeugs um 20 Minuten verzögern kann, was sich im Tagesverlauf auf weitere Flüge auswirkt. Verpasste Anschlussflüge bedeuten höhere Hotel- und Fürsorgekosten für Arbeitgeber – und im Gegensatz zu wetterbedingten Verspätungen ist bei EES-bedingten Verzögerungen kaum mit Entschädigungen zu rechnen. Versicherer signalisieren bereits, dass EES-bezogene Kosten als „außergewöhnliche Umstände“ eingestuft und somit von Standardpolicen ausgeschlossen werden könnten.
Die Europäische Kommission wird am 7. Juli mit Vertretern der Branche zusammenkommen, um mögliche temporäre Ausnahmen zu prüfen. Bis dahin setzen die finnischen Grenzbehörden Notfallpläne um: Vorregistrierungskioske in den Abflughallen und temporäre Kontrollstellen zu Spitzenzeiten bei der Einreise. Unternehmen, die diesen Monat Mitarbeiter nach Finnland entsenden, sollten ihre Reisenden auf längere Bearbeitungszeiten vorbereiten, sicherstellen, dass die Pässe ausreichend freie Seiten für eventuelle Stempel haben, und genau überwachen, dass die Schengen-Kurzaufenthaltsgrenzen eingehalten werden, da digitale Ausreiseregistrierungen Überziehungen künftig automatisch melden.
Quelle: Gulf News
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Finnland.Mehr von Finnland
Alle anzeigen
Finnland schließt kurzzeitig Luft- und Seewege im Finnischen Meerbusen nach ukrainischen Drohnenangriffen nahe St. Petersburg
Arbeitsgruppe Schengen tagt in Brüssel, um Fahrplan für grenzenfreies Reisen 2026-27 voranzutreiben; Finnland drängt auf Sicherheits-Technologie-Modernisierung