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Französische Polizei zerschlägt Schleuserroute von Syrien nach Frankreich über Südamerika

Juli 4, 2026
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Französische Polizei zerschlägt Schleuserroute von Syrien nach Frankreich über Südamerika
Staatsanwaltschaft in Épinal gab am 3. Juli bekannt, dass ein 36-jähriger syrischer Staatsangehöriger in Untersuchungshaft genommen wurde, weil er angeblich die illegale Einreise von 400 bis 600 Landsleuten nach Frankreich zwischen 2021 und 2025 organisiert haben soll. Ermittlungen zufolge führte das Netzwerk Migranten über die Türkei, Venezuela, Brasilien und Französisch-Guayana, bevor sie per Flugzeug oder auf anderem Weg nach Frankreich weiterreisten, um Asyl zu beantragen. Der Verdächtige, der ein Reisebüro namens „La Sultana Tours“ betrieb, soll pro Person etwa 1.000 US-Dollar verlangt haben. Eine Analyse der Geldflüsse deckte Überweisungen über brasilianische Mittelsmänner auf, woraufhin die französischen Behörden um Rechtshilfe aus Brasília baten. Der Fall verdeutlicht die zunehmende Nutzung der französischen Überseegebiete – insbesondere Cayenne – als Sprungbrett für irreguläre Migration in den Schengen-Raum. Er zeigt auch die wachsende geografische Reichweite organisierter Kriminalitätsgruppen, die nun visafreie Touristenrouten in Lateinamerika ausnutzen, um die zunehmend von Frontex überwachten Balkan-Landwege zu umgehen. Für Arbeitgeber mit Entsendungsprogrammen ist der Schlag gegen das Netzwerk eine Mahnung, die Prüfungen der Arbeitsberechtigung zu aktualisieren: Das Office Français de l’Immigration et de l’Intégration (OFII) plant verstärkte Kontrollen am Arbeitsplatz in der Region Grand Est, wo viele Migranten sich niedergelassen haben. Unternehmen sollten sicherstellen, dass Subunternehmer verstärkte Identitätsprüfungen durchführen und ihre Mobilitätsabteilungen über neue Warnsignale informieren – etwa Pässe mit aktuellen Einreisestempeln aus Venezuela oder Brasilien, die keine entsprechenden französischen Visa aufweisen. Bei Verurteilung drohen dem Organisator bis zu zehn Jahre Haft und Geldstrafen von über 750.000 Euro nach den französischen Anti-Schmuggel-Gesetzen.
Quelle: Le Journal du Dimanche

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