
Kaum drei Monate nachdem Frankreich das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU an allen externen Schengen-Grenzen eingeführt hat, dominieren Passagierstaus die Schlagzeilen – und die Bilanzen. Am 3. Juli 2026 gab Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu, dass „noch viel zu tun“ sei, um das 1,3 Milliarden Euro teure biometrische Grenzprogramm zu stabilisieren, nachdem Berichte über Wartezeiten von bis zu fünf Stunden an wichtigen Drehkreuzen wie Paris Charles-de-Gaulle und Marseille Provence aufgetaucht waren.
Das EES ersetzt das bisherige Stempeln von Pässen bei Nicht-EU-Reisenden durch eine digitale Erfassung von Fingerabdrücken, Gesichtsbild und Reiseverlauf. Das Konzept ist einfach, die Umsetzung jedoch nicht. Fluggesellschaften und Flughäfen beklagen, dass die erstmalige Registrierung die Abfertigungszeit von 20 auf bis zu 90 Sekunden pro Passagier verlängert – eine Verfünffachung, die die Kontrollstellen während des morgendlichen Transatlantik-Ansturms überfordert. Ein gemeinsamer Brief von ACI Europe und IATA warnt, dass allein am Flughafen CDG täglich Warteschlangen von bis zu 40.000 Passagieren drohen, wenn nicht vor dem Spitzenaufkommen Ende Juli Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Die französische Grenzpolizei (PAF) reagiert mit flexiblen Notfallregelungen, die eine vorübergehende Aussetzung der Fingerabdruckerfassung erlauben, wenn die Wartezeiten 60 Minuten überschreiten. Die Gewerkschaften der Mitarbeiter berichten jedoch, dass die Beschäftigten bereits an der Belastungsgrenze arbeiten. Airports de Paris hat seit Mai 84 zusätzliche Selbstbedienungskioske installiert, doch aktuelle Zahlen zeigen, dass die Kapazität zur Abfertigung von Nicht-EU-Reisenden für die Sommerhochsaison immer noch um 18 % unter dem Bedarf liegt.
Für Unternehmen hat das zwei Seiten: längere Reisezeiten von Tür zu Tür für Führungskräfte und verpasste Anschlussflüge, die Umbuchungsgebühren und Produktivitätsverluste nach sich ziehen. Reiseveranstalter empfehlen inzwischen, mindestens eine Stunde früher als vor EES-Richtlinien in Europa anzukommen und bei der Einreise über Frankreich keine Umstiegszeiten von unter zwei Stunden einzuplanen. Einige US-Kunden verschieben laut Veranstaltern sogar freiwillige Reisen, bis ETIAS (die elektronische Reisegenehmigung, die für das vierte Quartal 2026 erwartet wird) und das EES-System vollständig eingespielt sind.
Die Kommission arbeitet mit den Mitgliedstaaten daran, Softwarefehler zu beheben, die Benutzeroberflächen der Kioske zu vereinheitlichen und 500 zusätzliche Frontex-Verbindungsbeamte zu finanzieren. Das französische Innenministerium bestätigte zudem eine Taskforce mit ADP und SNCF Gares & Connexions, die EES-Kioske vor Weihnachten an den Eurostar- und Thalys-Terminals integrieren soll, um eine Wiederholung des Osterchaos an den Bahnhöfen zu vermeiden.
Bis dahin sollten Reisende bei Flügen über Frankreich mehr Zeit – und Geduld – einplanen.
Das EES ersetzt das bisherige Stempeln von Pässen bei Nicht-EU-Reisenden durch eine digitale Erfassung von Fingerabdrücken, Gesichtsbild und Reiseverlauf. Das Konzept ist einfach, die Umsetzung jedoch nicht. Fluggesellschaften und Flughäfen beklagen, dass die erstmalige Registrierung die Abfertigungszeit von 20 auf bis zu 90 Sekunden pro Passagier verlängert – eine Verfünffachung, die die Kontrollstellen während des morgendlichen Transatlantik-Ansturms überfordert. Ein gemeinsamer Brief von ACI Europe und IATA warnt, dass allein am Flughafen CDG täglich Warteschlangen von bis zu 40.000 Passagieren drohen, wenn nicht vor dem Spitzenaufkommen Ende Juli Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Die französische Grenzpolizei (PAF) reagiert mit flexiblen Notfallregelungen, die eine vorübergehende Aussetzung der Fingerabdruckerfassung erlauben, wenn die Wartezeiten 60 Minuten überschreiten. Die Gewerkschaften der Mitarbeiter berichten jedoch, dass die Beschäftigten bereits an der Belastungsgrenze arbeiten. Airports de Paris hat seit Mai 84 zusätzliche Selbstbedienungskioske installiert, doch aktuelle Zahlen zeigen, dass die Kapazität zur Abfertigung von Nicht-EU-Reisenden für die Sommerhochsaison immer noch um 18 % unter dem Bedarf liegt.
Für Unternehmen hat das zwei Seiten: längere Reisezeiten von Tür zu Tür für Führungskräfte und verpasste Anschlussflüge, die Umbuchungsgebühren und Produktivitätsverluste nach sich ziehen. Reiseveranstalter empfehlen inzwischen, mindestens eine Stunde früher als vor EES-Richtlinien in Europa anzukommen und bei der Einreise über Frankreich keine Umstiegszeiten von unter zwei Stunden einzuplanen. Einige US-Kunden verschieben laut Veranstaltern sogar freiwillige Reisen, bis ETIAS (die elektronische Reisegenehmigung, die für das vierte Quartal 2026 erwartet wird) und das EES-System vollständig eingespielt sind.
Die Kommission arbeitet mit den Mitgliedstaaten daran, Softwarefehler zu beheben, die Benutzeroberflächen der Kioske zu vereinheitlichen und 500 zusätzliche Frontex-Verbindungsbeamte zu finanzieren. Das französische Innenministerium bestätigte zudem eine Taskforce mit ADP und SNCF Gares & Connexions, die EES-Kioske vor Weihnachten an den Eurostar- und Thalys-Terminals integrieren soll, um eine Wiederholung des Osterchaos an den Bahnhöfen zu vermeiden.
Bis dahin sollten Reisende bei Flügen über Frankreich mehr Zeit – und Geduld – einplanen.
Quelle: Aviation24