
British Airways verschiebt den Neustart seiner ausgesetzten Flüge nach Doha und Riad auf den 1. bzw. 8. August und hält die Verbindungen nach Dubai, Bahrain, Tel Aviv und Amman mindestens bis zum 25. Oktober weiterhin ausgesetzt, wie ein von Reuters am Montag veröffentlichtes Branchen-Datenblatt zeigt. Die von IAG betriebene Fluggesellschaft reduziert zudem die Frequenzen bei Wiederaufnahme der Strecken und beschränkt die meisten Ziele im Nahen Osten auf eine tägliche Rotation, während Jeddah dauerhaft aus dem Streckennetz gestrichen wird. Diese Vorsicht spiegelt anhaltende Sicherheitsbedenken nach den erneuten US-israelischen Angriffen auf iranische Ziele im vergangenen Monat wider, die zu weitreichenden Luftraumsperrungen und steigenden Versicherungsprämien führten. Mehrere europäische Wettbewerber – darunter die Lufthansa Group und Wizz Air – haben ebenfalls ihre Flugverbote für Ziele im Golf- und Levante-Raum bis in den Herbst verlängert, während andere wie Air France und KLM die Wiederaufnahme der Flüge staffeln. Für Geschäftsreisende hat dies unmittelbare Folgen: Die Verfügbarkeit von Premium-Sitzen zwischen Heathrow und dem Golf bleibt während der Hochsaison der Ölindustrie-Konferenzen eingeschränkt, was die Preise steigen lässt und den Druck auf Allianzpartner wie Qatar Airways und Oman Air erhöht. Reisende mit Anschlussflügen nach Asien müssen möglicherweise über Istanbul, Muscat oder europäische Drehkreuze umsteigen, was längere Arbeitszeitberechnungen nach den Arbeitszeitregelungen zur Folge haben kann. Versicherungsmakler berichten, dass die Prämien für Entführungs- und Lösegeldversicherungen für Mitarbeiter in Saudi-Arabien und Katar seit Mai um bis zu 20 % gestiegen sind, während auch die Kriegsrisikozuschläge für Fracht in die Region zunehmen. Unternehmen mit Projektpersonal in Dohas Technologie-Freizonen oder im Baukorridor von Riad sollten ihre Krisenreaktionspläne überprüfen und die Reisehinweise des britischen Außenministeriums (FCDO) genau beobachten. British Airways erklärt, dass Kunden mit gebuchten Flügen auf den betroffenen Strecken Umbuchungen oder Rückerstattungen beantragen können und die Rentabilität der Routen „täglich“ überwacht wird. Die Airline hat ihre Landezeiten an beiden Flughäfen behalten, was darauf hindeutet, dass eine Wiederaufnahme der Flüge beschleunigt werden könnte, falls sich die Sicherheitslage verbessert.
Quelle: Reuters (via Investing.com)
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