
Am 13. Juli 2026 bestätigte der Innenminister Mike Tapp im Unterhaus, dass der britische National (Overseas) (BNO)-Visapfad dauerhaft als fünfjähriger Aufenthaltsweg bestehen bleibt und das Programm bald auf erwachsene Kinder bestehender BNO-Statusinhaber ausgeweitet wird. In einer mündlichen Fragestunde teilte der Minister den Abgeordneten mit, dass seit der Einführung des Programms im Jahr 2021 bereits über 170.000 Hongkonger in das Vereinigte Königreich gezogen sind und „tausende inzwischen eine Niederlassungserlaubnis erhalten haben“. Tapp räumte Bedenken der Abgeordneten zu den geplanten höheren Anforderungen an Englischkenntnisse und Einkommensgrenzen sowie zu Verzögerungen bei Antragstellern, die unter dem Nationalen Sicherheitsgesetz Hongkongs strafrechtlich verfolgt wurden, ein. Er erklärte, die Regierung habe „umfassend konsultiert“ und werde Reformen „so bald wie möglich“ veröffentlichen, betonte jedoch, dass die derzeitigen Bearbeitungszeiten von sechs Monaten für Visumsentscheidungen weiterhin gelten. Für Manager im Bereich Unternehmensmobilität schafft die Aussage des Ministers Klarheit, dass der BNO-Pfad weiterhin ein verlässlicher Kanal für die Verlagerung von Talenten aus Hongkong ins Vereinigte Königreich bleibt und dass erwachsene Angehörige bald berechtigt sein werden. Arbeitgeber sollten jedoch ihre Mitarbeiter auf mögliche zukünftige Änderungen bei den finanziellen und sprachlichen Anforderungen vorbereiten, sobald die Konsultation abgeschlossen ist. Das Innenministerium steht zudem unter Druck, den Schutz für BNO-Inhaber im Vereinigten Königreich zu verstärken, da Abgeordnete weiterhin von Bedrohungen, Doxxing und Überwachung durch pro-pekingfreundliche Akteure berichten. Organisationen, die Hongkong-Mitarbeiter beschäftigen, wird daher empfohlen, interne Sicherheits- und Hinweisgebersysteme zu überprüfen. Praktisch bedeutet die Bestätigung, dass Personalabteilungen weiterhin mit Zuversicht fünfjährige Einsätze oder dauerhafte Versetzungen planen können, da der Weg nicht geschlossen wird. Unternehmen sollten die Ankündigungen des Innenministeriums genau verfolgen, um Nachweise über Gehalt, Unterhaltsmittel und Englischkenntnisse für Mitarbeiter, die voraussichtlich in der nächsten Runde einen Antrag stellen, frühzeitig vorzubereiten.
Quelle: UK Parliament – Hansard
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