
Die Bundespolizei Deutschland gab am 13. Juli 2026 bekannt, dass im ersten Halbjahr 2026 nur 439 Personen wegen unerlaubter Einreise an der deutsch-polnischen Landgrenze in Mecklenburg-Vorpommern festgenommen wurden – ein Rückgang von 46 Prozent gegenüber 813 im gleichen Zeitraum 2025. Laut der Regionaldirektion Bad Bramstedt wurde der stärkste Rückgang im Juni verzeichnet, dem ersten vollen Monat nach der Verlängerung der vorübergehenden Grenzkontrollen zu Polen, Tschechien und der Schweiz durch Berlin. Die Kontrollen wurden im Juli 2025 wieder eingeführt, um die sogenannte „Weißrussland-Route“ zu unterbinden, über die Nicht-EU-Bürger nach Minsk geflogen und von dort zur östlichen EU-Außengrenze gedrängt werden.
Reisende, die auf dem Land- oder Schienenweg aus Polen nach Deutschland einreisen, müssen mit stichprobenartigen Passkontrollen, Fahrzeugüberprüfungen und in einigen Fällen biometrischer Erfassung rechnen. Von den 439 im Jahr 2026 entdeckten Migranten wurden 389 sofort im Rahmen bilateraler Rückübernahmeabkommen nach Polen zurückgeschickt, zudem wurden 94 offene Haftbefehle bei den Kontrollen vollstreckt. Für polnische Unternehmen, die auf grenzüberschreitende Lieferungen am selben Tag und Pendlerverkehr nach Deutschland angewiesen sind, sind diese Zahlen ermutigend. Eine geringere Zahl an Zwischenfällen verringert die Staus an wichtigen Grenzübergängen wie Świecko/Frankfurt (Oder) und Gubin/Guben und verkürzt die Transitzeiten für Lkw und Busse.
Dennoch berichten Spediteure weiterhin von Kostensteigerungen von 3 bis 5 Prozent, bedingt durch die Unvorhersehbarkeit der Kontrollen und die Notwendigkeit, dass Fahrer zusätzliche Dokumente mitführen müssen. Warschau, das bis mindestens 1. Oktober 2026 eigene Schengen-Kontrollen an den litauischen und deutschen Grenzen aufrechterhält, begrüßte die deutschen Zahlen als Beleg für die Wirksamkeit der koordinierten Kontrollen. Menschenrechtsorganisationen warnen jedoch, dass der scheinbare Erfolg eher auf eine verschärfte Polizeiarbeit weiter „stromaufwärts“ zurückzuführen sein könnte und fordern schnellere, sichere legale Wege für Saison- und geringqualifizierte Arbeitskräfte.
Blickt man voraus, erwarten Logistikunternehmen auf beiden Seiten, dass die Kontrollen bis zur Herbsternte bestehen bleiben, wenn der Migrationsdruck traditionell steigt. Multinationale Unternehmen mit Standorten in Polen raten daher ihren reisenden Mitarbeitern, für Grenzübertritte 30 bis 45 Minuten mehr einzuplanen und darauf zu achten, dass Personalausweise oder Reisepässe auch für Routine-Tagesausflüge mindestens drei Monate gültig sind.
Reisende, die auf dem Land- oder Schienenweg aus Polen nach Deutschland einreisen, müssen mit stichprobenartigen Passkontrollen, Fahrzeugüberprüfungen und in einigen Fällen biometrischer Erfassung rechnen. Von den 439 im Jahr 2026 entdeckten Migranten wurden 389 sofort im Rahmen bilateraler Rückübernahmeabkommen nach Polen zurückgeschickt, zudem wurden 94 offene Haftbefehle bei den Kontrollen vollstreckt. Für polnische Unternehmen, die auf grenzüberschreitende Lieferungen am selben Tag und Pendlerverkehr nach Deutschland angewiesen sind, sind diese Zahlen ermutigend. Eine geringere Zahl an Zwischenfällen verringert die Staus an wichtigen Grenzübergängen wie Świecko/Frankfurt (Oder) und Gubin/Guben und verkürzt die Transitzeiten für Lkw und Busse.
Dennoch berichten Spediteure weiterhin von Kostensteigerungen von 3 bis 5 Prozent, bedingt durch die Unvorhersehbarkeit der Kontrollen und die Notwendigkeit, dass Fahrer zusätzliche Dokumente mitführen müssen. Warschau, das bis mindestens 1. Oktober 2026 eigene Schengen-Kontrollen an den litauischen und deutschen Grenzen aufrechterhält, begrüßte die deutschen Zahlen als Beleg für die Wirksamkeit der koordinierten Kontrollen. Menschenrechtsorganisationen warnen jedoch, dass der scheinbare Erfolg eher auf eine verschärfte Polizeiarbeit weiter „stromaufwärts“ zurückzuführen sein könnte und fordern schnellere, sichere legale Wege für Saison- und geringqualifizierte Arbeitskräfte.
Blickt man voraus, erwarten Logistikunternehmen auf beiden Seiten, dass die Kontrollen bis zur Herbsternte bestehen bleiben, wenn der Migrationsdruck traditionell steigt. Multinationale Unternehmen mit Standorten in Polen raten daher ihren reisenden Mitarbeitern, für Grenzübertritte 30 bis 45 Minuten mehr einzuplanen und darauf zu achten, dass Personalausweise oder Reisepässe auch für Routine-Tagesausflüge mindestens drei Monate gültig sind.
Quelle: DPA via Die Zeit