
Eine Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa), veröffentlicht von DIE ZEIT am 13. Juli 2026, berichtet, dass die Sonderkontrollen Deutschlands an der Landgrenze zu Polen die irreguläre Migration deutlich reduzieren. Die Bundespolizeidirektion in Bad Bramstedt verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 439 unerlaubte Grenzübertritte im Abschnitt Mecklenburg-Vorpommern – deutlich weniger als die 813 im gleichen Zeitraum 2025.
Im Rahmen der wieder eingeführten Kontrollen nach Artikel 25 des Schengen-Codes überprüfen deutsche Beamte Pkw- und Bahnreisende bis zu 30 Kilometer von der Grenze entfernt und können Rückführungen direkt vor Ort durchführen. Von den 439 registrierten Fällen wurden 389 Personen umgehend nach Polen zurückgewiesen, zudem wurden 10 mutmaßliche Schleuser festgenommen (im Vergleich zu 18 im Vorjahr).
Der stärkste Rückgang im Monatsvergleich wurde im Juni verzeichnet, was die Behörden auf den nachlassenden Beliebtheitsgrad der „Weißrussland-Route“ zurückführen, da Schleuser verstärkt Alternativwege über die baltischen Staaten testen. Für polnische Unternehmen, die Shuttlebusse oder Lkw-Transporte nach Deutschland betreiben, bedeuten die Zahlen kürzere Wartezeiten an den Grenzübergängen, dennoch müssen sie weiterhin mit stichprobenartigen Kontrollen rechnen, die Just-in-Time-Lieferungen verzögern können.
Personalabteilungen, die polnische Arbeitskräfte an deutsche Einsatzorte entsenden, sollten zusätzliche Reisezeit einplanen und ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, stets Reisepässe, Aufenthaltstitel und A1-Bescheinigungen mitzuführen, um Bußgelder oder Abweisungen zu vermeiden. Berlin betont, dass die Kontrollen temporär und gezielt seien, hat sie jedoch bereits zweimal verlängert – unter dem Druck der Innenpolitik.
Migrationsrechtler weisen darauf hin, dass sekundäre Bewegungen innerhalb des Schengen-Raums weiterhin hoch sind, und andere Mitgliedstaaten wie Österreich und Dänemark haben das deutsche Modell übernommen. Das Europäische Parlament diskutiert weiterhin eine Reform des Schengen-Grenzkodex, die strengere Verhältnismäßigkeitsprüfungen vor künftigen Wiedereinführungen vorsieht, doch eine Einigung wird vor 2027 nicht erwartet.
Unternehmen auf beiden Seiten der Oder-Neiße-Grenze müssen sich daher auf eine längere Phase ad-hoc-Kontrollen einstellen. Mobilitätsmanager sollten die täglichen Lageberichte der Bundespolizei und der polnischen Straż Graniczna aufmerksam verfolgen und Notfallrouten für zeitkritische Lieferungen und Pendlerverkehr vorbereiten.
Im Rahmen der wieder eingeführten Kontrollen nach Artikel 25 des Schengen-Codes überprüfen deutsche Beamte Pkw- und Bahnreisende bis zu 30 Kilometer von der Grenze entfernt und können Rückführungen direkt vor Ort durchführen. Von den 439 registrierten Fällen wurden 389 Personen umgehend nach Polen zurückgewiesen, zudem wurden 10 mutmaßliche Schleuser festgenommen (im Vergleich zu 18 im Vorjahr).
Der stärkste Rückgang im Monatsvergleich wurde im Juni verzeichnet, was die Behörden auf den nachlassenden Beliebtheitsgrad der „Weißrussland-Route“ zurückführen, da Schleuser verstärkt Alternativwege über die baltischen Staaten testen. Für polnische Unternehmen, die Shuttlebusse oder Lkw-Transporte nach Deutschland betreiben, bedeuten die Zahlen kürzere Wartezeiten an den Grenzübergängen, dennoch müssen sie weiterhin mit stichprobenartigen Kontrollen rechnen, die Just-in-Time-Lieferungen verzögern können.
Personalabteilungen, die polnische Arbeitskräfte an deutsche Einsatzorte entsenden, sollten zusätzliche Reisezeit einplanen und ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, stets Reisepässe, Aufenthaltstitel und A1-Bescheinigungen mitzuführen, um Bußgelder oder Abweisungen zu vermeiden. Berlin betont, dass die Kontrollen temporär und gezielt seien, hat sie jedoch bereits zweimal verlängert – unter dem Druck der Innenpolitik.
Migrationsrechtler weisen darauf hin, dass sekundäre Bewegungen innerhalb des Schengen-Raums weiterhin hoch sind, und andere Mitgliedstaaten wie Österreich und Dänemark haben das deutsche Modell übernommen. Das Europäische Parlament diskutiert weiterhin eine Reform des Schengen-Grenzkodex, die strengere Verhältnismäßigkeitsprüfungen vor künftigen Wiedereinführungen vorsieht, doch eine Einigung wird vor 2027 nicht erwartet.
Unternehmen auf beiden Seiten der Oder-Neiße-Grenze müssen sich daher auf eine längere Phase ad-hoc-Kontrollen einstellen. Mobilitätsmanager sollten die täglichen Lageberichte der Bundespolizei und der polnischen Straż Graniczna aufmerksam verfolgen und Notfallrouten für zeitkritische Lieferungen und Pendlerverkehr vorbereiten.
Quelle: DIE ZEIT / dpa