
Mit dem bereits schrittweise eingeführten biometrischen Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU traf sich die britische Verkehrsministerin Heidi Alexander am 13. Juli in Brüssel mit dem EU-Kommissar für nachhaltigen Verkehr, Apostolos Tzitzikostas. Am 14. Juli 2026 veröffentlichten sie eine gemeinsame Erklärung. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Vermeidung von Engpässen während der Urlaubssaison an den Grenzkontrollen, etwa am Eurostar-Terminal Brüssel-Midi und im Hafen von Dover. Großbritannien kündigte zusätzliche 20 Millionen Pfund zur Erweiterung der von Frankreich betriebenen Grenzkabinen in Kent an – zusätzlich zu den bereits im Jahr 2026 ausgegebenen 10,5 Millionen Pfund. Die Kommission erklärte sich bereit, weitere mobile EES-Anmeldekioske an stark frequentierten Bahnhöfen in Brüssel, Lille und Paris einzusetzen. Beide Seiten werden ein Echtzeit-Dashboard betreiben, das Warteschlangenlängen mit Betreibern wie Eurostar und Thalys teilt. Geschäftsreisende aus Belgien sollten beachten, dass ab dem 1. August britische Passinhaber, die in Brüssel einsteigen, aufgefordert werden, ihre biometrischen Daten (Gesicht und Fingerabdrücke) vorab über eine spezielle App zu registrieren, um die Abfertigungszeiten am Gate zu verkürzen. Fluggesellschaften, die die EES-Konformität nicht überprüfen, drohen nach dem aktualisierten belgischen Ausländergesetz Bußgelder von bis zu 5.000 Euro pro nicht konformem Passagier. Zudem wurde das bevorstehende Europäische Reiseinformations- und Genehmigungssystem (ETIAS) thematisiert. EU-Beamte bestätigten, dass der Start weiterhin für „Ende 2026“ geplant ist, mit einem Pilotprojekt am Flughafen Brüssel im November. Multinationale Unternehmen werden geraten, ihre Datenerfassungsprozesse für Nicht-EU-Mitarbeiter, die über Belgien reisen, zu überprüfen, um kurzfristige Reiseverweigerungen zu vermeiden.
Quelle: UK Department for Transport