
Die Nationale Einwanderungsbehörde Chinas (NIA) gab am 15. Juli bekannt, dass im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 369 Millionen Ein- und Ausreisen registriert wurden – ein Anstieg von 10,8 Prozent im Jahresvergleich und der höchste Wert für den Zeitraum Januar bis Juni. Dieser Anstieg spiegelt sowohl die aufgestaute Nachfrage im Freizeitbereich als auch die verstärkte Rückkehr von Geschäftsreisenden wider, da multinationale Unternehmen persönliche Treffen wieder aufnehmen. Ausländische Staatsangehörige machten 45,9 Millionen Grenzübertritte aus, ein Plus von 20,6 Prozent. Besonders bemerkenswert sind die 17,8 Millionen visafreien Einreisen – 78 Prozent des Gesamtvolumens – was die Wirkung der einseitigen Visafreistellung Pekings für 50 Länder Anfang dieses Jahres unterstreicht. Südkorea, Russland und Malaysia führten die Herkunftsliste an, während Fernmärkte wie Australien und die USA wieder unter den Top Ten vertreten sind. Die Grenzübertritte von Festlandbewohnern erreichten 176 Millionen, hinzu kamen 147 Millionen von Bewohnern aus Hongkong, Macau und Taiwan. Die NIA berichtete zudem von einem 17-prozentigen Anstieg bei der Kontrolle von Fahrzeugen – Flugzeuge, Züge, Schiffe und Lkw – und beschleunigt den Ausbau biometrischer E-Gates an Landgrenzstellen, um den Spitzenzeiten während der Feiertage gerecht zu werden. Ein Online-Registrierungs-Pilotprojekt für ausländische Gäste wurde auf sieben Provinzen ausgeweitet, wodurch persönliche Besuche bei der Polizei entfallen. Für Personal- und Mobilitätsteams bestätigen die Daten, dass sich Chinas Einreisemarkt normalisiert. Die Dominanz visafreier Einreisen ermöglicht eine schnelle Mobilisierung von Mitarbeitern aus berechtigten Ländern für Kurzaufenthalte, allerdings müssen Unternehmen die Aufenthaltsdauer (in der Regel 30 Tage) genau überwachen und sicherstellen, dass Reisende keine erlaubnispflichtigen Tätigkeiten ausüben. Der Anstieg bei den Fahrzeugübertritten weist zudem auf eine engere Planung der Lkw-Fahrer an stark frequentierten Frachtübergängen hin; Supply-Chain-Manager sollten die Grenzkontrollen in ihre Zeitpläne einbeziehen.
Quelle: China Daily (Hangzhou edition)
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