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Aufsichtsbehörde entdeckt rechtliche und Schutzlücken in den Haltezellen der britischen Grenzpolizei

Juli 18, 2026
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Aufsichtsbehörde entdeckt rechtliche und Schutzlücken in den Haltezellen der britischen Grenzpolizei
Die Inspektion der Gefängnisse Seiner Majestät (HMIP) hat eine scharfe Kritik an 17 kurzfristigen Gewahrsamseinrichtungen (STHFs) der Grenzschutzbehörde an britischen Flughäfen und Seehäfen veröffentlicht. Der am 17. Juli erschienene Bericht basiert auf unangekündigten Besuchen im April und hebt anhaltende Mängel bei der Ausstellung rechtmäßiger Haftdokumente, uneinheitlichen Schutz von Kindern und potenziellen Opfern von Menschenhandel sowie übermäßige Haftzeiten in Häfen wie Felixstowe und Harwich hervor. Die Inspektoren fanden Fälle, in denen Inhaftierte bis zu 12 Stunden festgehalten wurden, bevor ihnen die formellen Haftbefehle (IS91-Formulare) ausgehändigt wurden, was die Rechtmäßigkeit ihrer Inhaftierung infrage stellt. In einem Vorfall erhielten 23 Migranten in Harwich ihre Unterlagen über einen Lautsprecher-Dolmetscher – eine Praxis, die HMIP als beeinträchtigend für das individuelle Verständnis der Rechte bewertet. In Felixstowe verbrachte eine Frau mit einem 18 Monate alten Kind mehr als 22 Stunden in einem Raum ohne angemessene Ausstattung, während das Personal auf Google Translate zur Kommunikation angewiesen war. Die Schutzmaßnahmen wurden als lückenhaft eingestuft. Trotz mehrfacher Verdachtsfälle auf moderne Sklaverei wurden im Jahresverlauf nur drei Meldungen an das Nationale Meldesystem (National Referral Mechanism) gemacht. Kinder wurden teilweise ohne Begleitung einer geeigneten erwachsenen Person befragt, und Informationsmaterialien zu Rechtsberatung waren in vielen Räumen veraltet oder fehlten ganz. Die Aufsichtsbehörde formuliert acht Empfehlungen, von denen vier dringend sind: Verbesserung der Schulungen zum Schutz, Verkürzung der Haftzeiten, Ersatz des ungeeigneten Standorts in Felixstowe und Sicherstellung des Zugangs zu verschriebenen Medikamenten. Das Innenministerium erklärt, dass Maßnahmen zur Standardisierung der Abläufe laufen und die neuen Teams für Schutz und moderne Sklaverei bei der Grenzschutzbehörde ausgebaut werden. Für Arbeitgeber, die Mitarbeiter durch britische Häfen bringen, unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung vollständiger Reisedokumente und das Verständnis der Rechte, insbesondere bei Personen außerhalb der üblichen Visakategorien. Mobilitätsberater sollten die Reaktionen des Innenministeriums beobachten, da Korrekturmaßnahmen die Bearbeitungszeiten verändern oder zu Schließungen von Einrichtungen während Renovierungen führen könnten.
Quelle: Electronic Immigration Network

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