
Firmenflieger von und nach Wien müssen sich auf vorübergehende Kapazitätsengpässe am Flughafen Wien (VIE) einstellen, nachdem eine neue Luftfahrtmitteilung (NOTAM) nächtliche Sperrungen der Start- und Landebahn 16/34 ankündigt. Die Mitteilung, herausgegeben am 28. Juli 2026 unter der Referenz A1888/26, informiert darüber, dass die Hauptbahn in Nord-Süd-Richtung ab dem 29. Juli um 05:30 UTC für Oberflächeninstandsetzung und Beleuchtungsmodernisierung gesperrt wird. Die Arbeiten finden nachts statt, um Störungen am Tag zu minimieren, dennoch müssen Fluggesellschaften Frühankünfte und Spätabflüge umplanen. Austrian Airlines hat bereits sechs Flüge nach Frankfurt, London und Tel Aviv vorverlegt, während die Billigfluggesellschaft Wizz Air ihre Dortmund-Verbindung auf einen größeren Airbus A321neo zusammengelegt hat. Der Flughafenbetreiber Flughafen Wien AG erklärt, dass die Ost-West-Bahn 11/29 weiterhin nutzbar bleibt, warnt jedoch, dass der Betrieb mit nur einer Bahn die Slot-Kapazität um etwa 25 Prozent reduziert. Passagiere mit knappen Anschlusszeiten – insbesondere auf Partnerverbindungen nach Osteuropa – sollten Buchungs-Apps im Auge behalten und mehr Zeit für den Transfer einplanen. Die Wartungsarbeiten fallen in die Hochsaison des Sommerreiseverkehrs und nur wenige Tage nach einem Anstieg der EES-Wartezeiten auf 35 Minuten am Morgen. Bodenabfertiger wurden angewiesen, EU-Transferpassagiere zu priorisieren, um verpasste Schengen-Anschlüsse zu vermeiden, während Nicht-EU-Reisende längere Wege zu entlegenen Flugsteigen in Kauf nehmen müssen, da die Airlines die Gates neu verteilen. Für Mobilitäts- und Reisemanagement lautet die klare Empfehlung: Reiserouten mit Wien zwischen 29. Juli und 1. August prüfen, Tickets wenn möglich neu ausstellen und Führungskräfte auf mögliche Busshuttle zum Flugzeug vorbereiten. Unternehmen mit zeitkritischen Sendungen sollten zudem beachten, dass Fracht im Frachtraum teilweise über Linz oder Bratislava umgeleitet wird. Der Flughafen betont, dass alle Arbeiten wetterabhängig sind; ein für den 30. Juli angekündigtes Gewitter könnte die Fertigstellung verzögern und die Phase mit reduzierter Kapazität verlängern. Trotz der Unannehmlichkeiten unterstreicht VIE, dass die Modernisierung notwendig ist, um die strengeren Anforderungen der kommenden Single European Sky ATM Research (SESAR)-Verfahren zu erfüllen, die eine intensivere Bahnbefeuerung und präzisere Überwachung der Oberflächenbedingungen verlangen.
Quelle: MetarCentral NOTAM feed
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