
Die Tiroler Landesregierung hat eine außergewöhnliche Reisewarnung herausgegeben, nachdem eine Bürgerbewegung eine weitere Demonstration gegen das 500-Millionen-Euro-Projekt „Fernpasspaket“ angekündigt hat. Die Fernpass-Bundesstraße (B179), eine wichtige Verbindung zwischen der deutschen A7 und der österreichischen A12 sowie eine beliebte Alternative für Urlauber auf dem Weg nach Italien, wird am Samstag, den 1. August, von 09:45 bis 12:00 Uhr in beiden Richtungen gesperrt. Parallel dazu werden auch die Hahntennjochstraße (L246) und mehrere lokale Zufahrtsstraßen, die als Umleitungsstrecken dienen, geschlossen.
Die bevorstehende Protestaktion folgt auf eine erste Kundgebung am 27. Juni mit 700 Teilnehmern, die dank umfangreicher Beschilderung und Polizeipräsenz nur zu geringen Verkehrsbehinderungen führte. Dieses Mal rechnet das Tiroler Verkehrsamt jedoch mit deutlich stärkerem transalpinem Verkehrsaufkommen, da in Bayern und Baden-Württemberg am selben Wochenende die Sommerferien beginnen. Die Landesregierung empfiehlt daher, nach Möglichkeit die Inntal-Brenner-Achse (A12/A13) oder den Arlbergtunnel zu nutzen.
Logistikunternehmen, die Just-in-Time-Lieferungen zwischen Süddeutschland und Westösterreich transportieren, müssen mit Verzögerungen von bis zu drei Stunden rechnen, da Lkw erst nach dem Passieren der Demonstranten die Strecke wieder befahren dürfen. Der Güterverkehrsverband AISÖ rät, Abfahrten auf Freitagabend oder Sonntagmorgen zu verlegen. Fernbusanbieter wie FlixBus haben bereits Umleitungsinformationen an ihre Fahrgäste herausgegeben.
Hinter dem Protest steht ein komplexes Geflecht aus Umwelt- und Regionalentwicklungspolitik: Umweltorganisationen unter dem Dach der Alpenkonvention kritisieren, dass der geplante 4,8 km lange Scheiteltunnel den Transitverkehr durch ein sensibles Bergökosystem fördere. Die konservativ-sozialdemokratische Landesregierung argumentiert hingegen, dass der Tunnel in Kombination mit neuen Mautstellen und einem zweiten Tunnelröhrenbau am Lermoos-Tunnel die Lebensqualität vor Ort durch weniger Stop-and-Go-Verkehr in den Dörfern verbessern werde.
Bis der Genehmigungsstreit beigelegt ist, sind weitere Wochenendsperren wahrscheinlich. Reiseplaner sollten daher während der Hauptsaison alle zwei Wochen die Polizeimeldungen aus Tirol im Auge behalten.
Die bevorstehende Protestaktion folgt auf eine erste Kundgebung am 27. Juni mit 700 Teilnehmern, die dank umfangreicher Beschilderung und Polizeipräsenz nur zu geringen Verkehrsbehinderungen führte. Dieses Mal rechnet das Tiroler Verkehrsamt jedoch mit deutlich stärkerem transalpinem Verkehrsaufkommen, da in Bayern und Baden-Württemberg am selben Wochenende die Sommerferien beginnen. Die Landesregierung empfiehlt daher, nach Möglichkeit die Inntal-Brenner-Achse (A12/A13) oder den Arlbergtunnel zu nutzen.
Logistikunternehmen, die Just-in-Time-Lieferungen zwischen Süddeutschland und Westösterreich transportieren, müssen mit Verzögerungen von bis zu drei Stunden rechnen, da Lkw erst nach dem Passieren der Demonstranten die Strecke wieder befahren dürfen. Der Güterverkehrsverband AISÖ rät, Abfahrten auf Freitagabend oder Sonntagmorgen zu verlegen. Fernbusanbieter wie FlixBus haben bereits Umleitungsinformationen an ihre Fahrgäste herausgegeben.
Hinter dem Protest steht ein komplexes Geflecht aus Umwelt- und Regionalentwicklungspolitik: Umweltorganisationen unter dem Dach der Alpenkonvention kritisieren, dass der geplante 4,8 km lange Scheiteltunnel den Transitverkehr durch ein sensibles Bergökosystem fördere. Die konservativ-sozialdemokratische Landesregierung argumentiert hingegen, dass der Tunnel in Kombination mit neuen Mautstellen und einem zweiten Tunnelröhrenbau am Lermoos-Tunnel die Lebensqualität vor Ort durch weniger Stop-and-Go-Verkehr in den Dörfern verbessern werde.
Bis der Genehmigungsstreit beigelegt ist, sind weitere Wochenendsperren wahrscheinlich. Reiseplaner sollten daher während der Hauptsaison alle zwei Wochen die Polizeimeldungen aus Tirol im Auge behalten.
Quelle: NEUE Vorarlberger Tageszeitung