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Barnaby Joyce hält trotz wirtschaftlicher Warnungen an seinem „Netto-negativ“-Migrationsplan fest

Sept. 15, 2026
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Barnaby Joyce hält trotz wirtschaftlicher Warnungen an seinem „Netto-negativ“-Migrationsplan fest
Am 14. September erklärte der One Nation-Abgeordnete Barnaby Joyce im ABC National Forum, dass seine Partei eine dreijährige Phase negativer Nettozuwanderung anstreben werde – „unabhängig davon, was Ökonomen sagen“. Er begründete diesen Schritt mit Wohnraummangel und der Frustration der Wähler. Der Plan sieht vor, die Zahl der Studentenvisa zu begrenzen, Familienangehörigen von Fachkräften die Einreise nach Australien zu verwehren und so die Nettozuwanderung um etwa 750.000 Personen zu reduzieren. Joyce argumentierte, der „Wille des Volkes“ müsse wirtschaftlichen Modellen vorgehen, obwohl Kommentatoren wie George Megalogenis die Auswirkungen des Vorschlags mit den Depressionen der 1890er und 1930er Jahre verglichen haben. Historische Daten zeigen, dass Australien nur viermal Nettoabwanderung verzeichnete – jeweils während schwerer wirtschaftlicher Krisen oder Kriegszeiten – was die Radikalität des Vorhabens unterstreicht. Wirtschaftsverbände, Universitäten und Landesregierungen warnten schnell, dass eine drastische Kürzung temporärer und familiärer Visa den Fachkräftemangel in Bau, Gesundheitswesen und Altenpflege verschärfen würde – Bereiche, die bereits in der Ministerialanweisung 119 als kritisch eingestuft sind. University Australia schätzt, dass die Exporte im Bereich internationale Bildung um jährlich 7 Milliarden AUD sinken würden, falls die Obergrenze für Studentenvisa eingeführt wird. Aus Sicht der globalen Mobilität besteht das unmittelbarste Risiko in der Unsicherheit. Multinationale Unternehmen mit großen Programmen für Absolventen oder innerbetriebliche Versetzungen könnten mitten im Zyklus Kürzungen erleben, während Beschäftigte mit vorläufigen Fachkräftevisa möglicherweise nicht mit Ehepartnern oder Kindern zusammengeführt werden können. Einwanderungsanwälte empfehlen, Familienanträge vor einer Gesetzesänderung vorzulegen und Notfallpläne in die Talentakquise einzubauen. Die großen Parteien haben noch keine formellen Alternativvorschläge veröffentlicht, doch sowohl Labor als auch die Koalition haben signalisiert, dass sie die Migrationsregelungen ebenfalls verschärfen wollen. Mobility-Manager sollten in der Zeit vor der Wahl 2027 mit weiterer politischer Volatilität rechnen und möglicherweise verstärkt auf Labour-Agreement- oder DAMA-Programme setzen, um kritische Fachkräfte zu sichern.
Quelle: ABC News

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