
Ein plötzlicher Stopp bei der Genehmigung neuer Working Holiday Maker (WHM)-Visa aus 24 Partnerländern hat Australiens Landwirtschaft kurz vor der Erntezeit für Getreide und Obst unerwartet getroffen. Laut dem Innenministerium wurde das Einfrieren der Visa-Anträge Anfang September stillschweigend eingeführt, um im Rahmen einer umfassenden Überprüfung der Nettozuwanderung die wachsende Rückstaus bei Anträgen von Fachkräften im Inland abzubauen. Für Landwirte, die in der Hochsaison bis zu die Hälfte ihrer Arbeitskräfte aus Backpackern rekrutieren, kommt die Maßnahme zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.
Ernteunternehmer Matt Bourke berichtete ABC Rural, dass er normalerweise 30 erfahrene Mähdrescherfahrer anstellt, von denen viele Jahr für Jahr mit ihrem zweiten oder dritten WHM-Visum zurückkehren. „Bislang wurde kein einziges Working Holiday Visum genehmigt“, so Bourke. Auch Getreidebauern in Westaustralien und der Riverina-Region melden ähnliche Engpässe. Die National Farmers Federation warnt, dass Obst verfaulen könnte, wenn die Genehmigungen nicht innerhalb der nächsten zwei Wochen wieder aufgenommen werden.
Die Pause fällt mit einer neuen ministeriellen Anweisung zusammen, die die Prioritäten bei der Bearbeitung von Anträgen im Innenministerium neu ordnet: Verteidigung, Strafverfolgung und kritische Infrastruktur stehen nun an erster Stelle, während saisonale Landwirtschaft nach hinten rückt. Migrationsberater berichten, dass die Bearbeitungszeiten für WHM-Anträge von durchschnittlich drei Wochen vor Juli auf nun acht bis zehn Wochen angestiegen sind. Einige Backpacker haben sich bereits nach Neuseeland und Kanada orientiert, wo Working Holiday-Visa weiterhin innerhalb weniger Tage ausgestellt werden.
Neben Arbeitskräftemangel und höheren Überstundenzuschlägen drohen Arbeitgebern auch rechtliche Risiken. Unter verschärften Arbeitsberechtigungsprüfungen riskieren Landwirte, die Überzieher oder Touristen beschäftigen, Bußgelder von bis zu 60.000 AUD pro Verstoß. Branchenverbände raten ihren Mitgliedern, Kopien der Visumsbewilligungen aufzubewahren und alternative Programme wie das Pacific Australia Labour Mobility (PALM)-Programm zu prüfen, das jedoch längere Vorlaufzeiten und strengere Betreuungsverpflichtungen mit sich bringt.
Für Manager im Bereich globale Mobilität, die Mitarbeiter in ländliche Regionen Australiens entsenden, lautet die Botschaft klar: Verlassen Sie sich in dieser Saison nicht auf Backpacker-Arbeitskräfte und kalkulieren Sie höhere Vertragskosten sowie mögliche Verzögerungen in Ihre Umzugskosten ein. Potenzielle WHM-Antragsteller werden dringend gebeten, keine Flüge zu buchen, bevor sie eine offizielle Genehmigung erhalten; Rückerstattungen für abgesagte Erntejobs sind nicht garantiert.
Ernteunternehmer Matt Bourke berichtete ABC Rural, dass er normalerweise 30 erfahrene Mähdrescherfahrer anstellt, von denen viele Jahr für Jahr mit ihrem zweiten oder dritten WHM-Visum zurückkehren. „Bislang wurde kein einziges Working Holiday Visum genehmigt“, so Bourke. Auch Getreidebauern in Westaustralien und der Riverina-Region melden ähnliche Engpässe. Die National Farmers Federation warnt, dass Obst verfaulen könnte, wenn die Genehmigungen nicht innerhalb der nächsten zwei Wochen wieder aufgenommen werden.
Die Pause fällt mit einer neuen ministeriellen Anweisung zusammen, die die Prioritäten bei der Bearbeitung von Anträgen im Innenministerium neu ordnet: Verteidigung, Strafverfolgung und kritische Infrastruktur stehen nun an erster Stelle, während saisonale Landwirtschaft nach hinten rückt. Migrationsberater berichten, dass die Bearbeitungszeiten für WHM-Anträge von durchschnittlich drei Wochen vor Juli auf nun acht bis zehn Wochen angestiegen sind. Einige Backpacker haben sich bereits nach Neuseeland und Kanada orientiert, wo Working Holiday-Visa weiterhin innerhalb weniger Tage ausgestellt werden.
Neben Arbeitskräftemangel und höheren Überstundenzuschlägen drohen Arbeitgebern auch rechtliche Risiken. Unter verschärften Arbeitsberechtigungsprüfungen riskieren Landwirte, die Überzieher oder Touristen beschäftigen, Bußgelder von bis zu 60.000 AUD pro Verstoß. Branchenverbände raten ihren Mitgliedern, Kopien der Visumsbewilligungen aufzubewahren und alternative Programme wie das Pacific Australia Labour Mobility (PALM)-Programm zu prüfen, das jedoch längere Vorlaufzeiten und strengere Betreuungsverpflichtungen mit sich bringt.
Für Manager im Bereich globale Mobilität, die Mitarbeiter in ländliche Regionen Australiens entsenden, lautet die Botschaft klar: Verlassen Sie sich in dieser Saison nicht auf Backpacker-Arbeitskräfte und kalkulieren Sie höhere Vertragskosten sowie mögliche Verzögerungen in Ihre Umzugskosten ein. Potenzielle WHM-Antragsteller werden dringend gebeten, keine Flüge zu buchen, bevor sie eine offizielle Genehmigung erhalten; Rückerstattungen für abgesagte Erntejobs sind nicht garantiert.
Quelle: ABC News
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