
Der aktuelle Passport Reports Index, veröffentlicht am 15. September, zeigt, dass der indische Reisepass weltweit um zwei Plätze auf Rang 134 gefallen ist, mit einem Mobilitätswert von 69. Indische Staatsbürger haben nun nur noch visafreien Zugang zu 25 Zielen, Visa bei Ankunft zu 39 und eine elektronische Reisegenehmigung (eTA) für fünf Länder; für 129 Länder ist ein Visum erforderlich. Der Rückgang folgt auf die Streichung von Laos von der Visa-on-Arrival-Liste Indiens sowie verschärfte Einreisebestimmungen in Teilen der Karibik und des Pazifiks. Im Gegensatz dazu verbesserte sich das Nachbarland Bangladesch um drei Plätze, nachdem Fidschi und Kenia ihre Regeln für dessen Staatsangehörige gelockert hatten. Der Bericht verdeutlicht die wachsende Mobilitätslücke zwischen südasiatischen Pässen und denen der OECD-Länder, deren Inhaber in der Regel visafreien Zugang zu über 180 Zielen haben. Für indische Unternehmen bedeutet die geringere Reisepassstärke längere Vorlaufzeiten und höhere Compliance-Kosten bei kurzfristigen Einsätzen. Multinationale Konzerne reagieren darauf, indem sie vermehrt Zweitpässe von Overseas Citizens of India nutzen und Langzeit-Schengen- sowie US-Visa beantragen, um die Bearbeitung bei einzelnen Reisen zu minimieren. Reise-Management-Unternehmen prognostizieren eine steigende Nachfrage nach Premium-Visa-Services, insbesondere da das europäische Ein- und Ausreisesystem (EES) ab April 2026 biometrische Erfassung einführt. Politische Analysten fordern, dass Indien die Verhandlungen über gegenseitige Abkommen beschleunigen muss; Gespräche mit der EU über ein mehrjähriges Schengen-Visum-„Cascade“-System sowie mit den Golfstaaten über erweiterte Visa-on-Arrival-Rechte laufen bereits. Bis solche Abkommen umgesetzt sind, werden indische Geschäftsreisende weiterhin eine der weltweit größten administrativen Hürden tragen müssen. Unternehmen sollten ihre globalen Mobilitätsrichtlinien überprüfen, um länderspezifische Vorlaufzeiten zu berücksichtigen, und HR-Teams sollten Reisende über die sich entwickelnden digitalen Visa-Plattformen informieren, die zunehmend biometrische Daten und Vorregistrierungen erfordern – selbst dort, wo formelle Visa nicht notwendig sind.
Quelle: Arab Times
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