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Anti-Korruptionsbehörde hält einzigen Fall von „Goldener Staatsbürgerschaft“ offen, während andere Beschwerden gegen Ex-Minister Angelides abgewiesen werden

Sept. 17, 2026
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Anti-Korruptionsbehörde hält einzigen Fall von „Goldener Staatsbürgerschaft“ offen, während andere Beschwerden gegen Ex-Minister Angelides abgewiesen werden
Die langanhaltenden Folgen des inzwischen eingestellten Investitionsprogramms für die Staatsbürgerschaft Zyperns (CIP) setzten sich am 16. September fort, als die Zeitung Politis berichtete, dass die Anti-Korruptionsbehörde acht von neun Beschwerden gegen den ehemaligen Verteidigungsminister und aktuellen stellvertretenden Generalstaatsanwalt Savvas Angelides eingestellt hat. Der einzige noch offene Fall betrifft mutmaßliche Interessenkonflikte im Zusammenhang mit dem „Goldenen Pass“-Programm. Laut Dokumenten, die erstmals 2022 vom Rechnungshof und dem Oppositionsabgeordneten Christos Christofides eingereicht wurden, soll Angelides CIP-Anträge einer Anwaltskanzlei in Nikosia genehmigt haben, bei der er zuvor Partner war und in der seine Ehefrau beschäftigt ist. Die Ermittler prüfen, ob er sich bei Kabinettsentscheidungen, die direkt den Investoren der Kanzlei zugutekamen, nicht zurückgezogen hat. Sechs Beschwerden – von Entscheidungen zu Militärpensionen bis hin zu Aussetzungen von Strafverfolgungen – wurden nach einer Vorprüfung abgelehnt. Zwei weitere, darunter Vorwürfe falscher Vermögensangaben, wurden an andere Stellen weitergeleitet und mangels Ermittlungsmechanismus geschlossen. Die Fokussierung auf den verbleibenden Fall deutet darauf hin, dass die Behörde die politisch heikle Untersuchung noch vor Jahresende abschließen will. Warum das für globale Mobilität wichtig ist: Obwohl Zypern sein CIP 2020 eingestellt und die gesetzliche Grundlage 2025 offiziell aufgehoben hat, wurden bereits rund 360 Pässe widerrufen, und Dutzende weitere werden noch geprüft. Die anhaltende Überprüfung hält das Reputationsrisiko für Arbeitgeber hoch, die zuvor Führungskräfte zur Nutzung des Programms ermutigt haben. Unternehmen sollten alle Mitarbeiter mit zyprischen Investorenpässen erneut überprüfen und sich auf mögliche Verluste der Staatsbürgerschaftsrechte einstellen, falls weitere Widerrufe folgen. Der Fall signalisiert zudem, dass Zypern ernsthaft an einer Aufarbeitung vor den EU-Anti-Geldwäsche-Prüfungen arbeitet. Firmen müssen mit strengeren Due-Diligence-Prüfungen bei Anträgen auf Aufenthalts- und Geschäftsimigration rechnen – selbst bei einfachen Verlängerungen von Arbeitserlaubnissen.
Quelle: Politis

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