
Die Arbeitskonflikte bei Qantas flammen wieder auf, gerade rechtzeitig zum Schulferienbeginn im September und Oktober. Die Transport Workers Union (TWU) bestätigte am 18. September, dass 650 Beschäftigte von Qantas Ground Services für Donnerstag, den 24. September, zu einem 24-stündigen Streik aufgerufen haben. Betroffen sind Frachtabfertigung und QantasLink-Regionalflüge ab Sydney. Die Verhandlungen vor der Fair Work Commission über Löhne, Arbeitsplatzsicherheit und Arbeitsschutz ziehen sich bereits seit 11 Monaten hin. TWU-Generalsekretär Michael Kaine wirft Qantas vor, Tochtergesellschaften gegeneinander auszuspielen, um die Löhne zu drücken. Die „konfrontative“ Haltung der Airline lasse den Beschäftigten keine andere Wahl als zum Streik zu greifen. Qantas versichert, mit Notfallplänen die Kunden zu schützen, doch frühere Konflikte führten zu Verzögerungen im gesamten Netzwerk, mit Rückstaus bei Australia Post und Problemen für zeitkritische Exporteure. Bis zu 100 Regionalflüge könnten umgeplant oder durch Busse ersetzt werden, was Geschäftsreisende nach Dubbo, Albury und Wagga Wagga sowie Bergbauarbeiter im Schichtbetrieb (FIFO) betrifft. Mobilitätsplanern wird geraten, am 24. September keine Anschlussflüge am selben Tag über Sydney zu buchen, großzügige Umsteigezeiten einzuplanen und Reisende auf mögliche Gepäckverzögerungen hinzuweisen. Unternehmen, die Proben oder wichtige Ersatzteile per Qantas Freight versenden, sollten alternative Transportmöglichkeiten oder frühere Abgaben in Betracht ziehen. Der Streik verdeutlicht die anhaltenden Spannungen nach der illegalen Auslagerung von 1.800 Bodenabfertigungsstellen während der Pandemie – ein Schritt, den der High Court 2025 für unrechtmäßig erklärte. Solange keine neue Betriebsvereinbarung erzielt wird, sind weitere gestaffelte Arbeitsniederlegungen möglich.
Quelle: ABC News
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