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Der mexikanische Flughafenbetreiber Asur gilt als Favorit für den Kauf des 17-Flughäfen-Portfolios Motiva in Brasilien.

Nov. 6, 2025
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Der mexikanische Flughafenbetreiber Asur gilt als Favorit für den Kauf des 17-Flughäfen-Portfolios Motiva in Brasilien.
Die Übernahmetätigkeit, die die brasilianische Flughafenlandschaft neu ordnen könnte, beschleunigte sich am 5. November, als Quellen Reuters mitteilten, dass Mexikos Grupo Aeroportuario del Sureste (Asur) der führende Bieter für die Flughafenvermögenswerte von Motiva Infraestrutura de Mobilidade ist. Motiva – ehemals der Infrastruktur-Riese CCR – hatte das Portfolio Anfang des Jahres zum Verkauf gestellt, um sich wieder auf Mautstraßen zu konzentrieren.

Das Angebot von Asur in Höhe von rund 5 Milliarden R$ (925 Millionen US-Dollar) ohne Schulden übertrifft laut Quellen die Gebote von Spaniens Aena und Argentiniens Corporación América Airports.

Das Paket umfasst 17 regionale brasilianische Flughäfen sowie Motivas Beteiligungen an Drehkreuzen in Quito, San José und Curaçao. Zusammen bearbeiteten die Anlagen im Jahr 2024 etwa 45 Millionen Passagiere, was jedem Käufer sofort einen zweistelligen Marktanteil im brasilianischen Inlandsflugverkehr verschafft. Ein Verkaufsabschluss wird noch vor Jahresende erwartet.

Der mexikanische Flughafenbetreiber Asur gilt als Favorit für den Kauf des 17-Flughäfen-Portfolios Motiva in Brasilien.


Auswirkungen auf die Mobilität: Neue Eigentümer bringen in der Regel Kapitalzuflüsse mit sich, die die Terminalkapazitäten, Streckenentwicklung und Passagierdienste verbessern – zentrale Schwachstellen für Geschäftsreisende, die nach Langstreckenankünften in São Paulo oder Rio auf effiziente Inlandsverbindungen angewiesen sind. Asur betreibt bereits Cancún und andere stark frequentierte mexikanische Flughäfen und ist bekannt dafür, Duty-Free-Einnahmen zu nutzen, um Einrichtungen zu modernisieren, ohne die Gebühren stark zu erhöhen – ein Modell, von dem brasilianische Fluggesellschaften hoffen, dass es Wachstum fördert statt hemmt.

Gewerkschaften befürchten jedoch Stellenabbau, und Streckenplaner sorgen sich, dass ein ausländischer Betreiber die Luftverkehrsgebühren erhöhen könnte, um den Kaufpreis zu amortisieren. Mobilitätsmanager sollten die Überarbeitungen der Konzessionsverträge genau beobachten und bereit sein, Reisende über Änderungen bei Sicherheitskontrollen, Lounge-Zugängen und regionalen Flugplänen zu informieren, falls Asur die Kontrolle übernimmt.

Strategisch passt der Verkauf brasilianischer Flughäfen zu einem breiteren Trend in Lateinamerika, öffentliche Infrastruktur in private Hände zu überführen – oft unter Einbindung multinationaler Expat-Expertise. Der Deal könnte neue Einsatzmöglichkeiten für spanisch- und englischsprachige Spezialisten in den Bereichen Betrieb, IT und Einzelhandel schaffen und die Nachfrage nach temporären Unterkünften in regionalen Hauptstädten wie Recife, Goiânia und Curitiba ankurbeln.
Quelle: Reuters

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