
Geschäfts- und Freizeitreisende, die am Sonntag, den 9. November, über Helsinki-Vantaa flogen, wurden von einer Welle kurzfristiger Flugplanänderungen überrascht. Laut dem Branchenportal Travel and Tour World strichen Finnair und vier Partnerfluggesellschaften (TAP, Lufthansa, Virgin Atlantic und Air France) 22 Abflüge und verzeichneten fast 600 Verspätungen in ganz Europa. Die meisten Störungen konzentrierten sich auf die morgendliche Hauptverkehrszeit in Helsinki, Lissabon und Frankfurt, bevor sie im Tagesverlauf auf London Heathrow und Marseille übergriffen.
Finnair machte einen kurzfristigen Personalmangel bei einem wichtigen Bodenabfertigungsdienstleister für das Chaos verantwortlich. Das Gepäck- und Turnaround-Team meldete sich doppelt so häufig krank wie üblich, was die Fluggesellschaft zwang, das Boarding und Enteisungsverfahren zu verlangsamen – gerade als ein nasser Schneefront über Südfinnland zog. Die Folgeverspätungen lagen im Durchschnitt bei 47 Minuten, einige Langstreckenflüge starteten jedoch mehr als zwei Stunden verspätet, was Anschlussflüge an wichtigen Drehkreuzen wie Paris-CDG gefährdete.
Nach der EU-Verordnung 261/2004 haben die meisten betroffenen Passagiere Anspruch auf Betreuungsleistungen wie Mahlzeiten und Hotelübernachtungen. Ob sie zusätzlich eine finanzielle Entschädigung von bis zu 600 Euro erhalten, hängt davon ab, ob Finnair den Personalmangel als „außergewöhnlichen Umstand“ nachweisen kann. Luftfahrtexperten, die von Travel and Tour World befragt wurden, weisen darauf hin, dass Krankheitswellen selten als außergewöhnlich gelten, weshalb Firmenreisemanager im Namen der Reisenden Ansprüche geltend machen sollten.
Der Vorfall erhöht den Druck auf finnische Flughäfen, ihr Bodenabfertigungssystem zu diversifizieren. Der Betreiber Helsinki Finavia hat seit Januar einen dritten Dienstleister hinzugewonnen, doch Gewerkschaften warnen, dass aggressive Kostensenkungen plötzliche Krankheitsausfälle in der geschäftigen Wintersaison unvermeidbar machen. Finnair hat inzwischen eine Taskforce eingerichtet, um den Notfallplan zu überarbeiten, und empfiehlt Unternehmen mit engen Anschlusszeiten, für die nächsten zwei Wochen mindestens drei Stunden Puffer bei Verbindungen über HEL einzuplanen.
Für Mobilitätsverantwortliche lautet die wichtigste Lehre: Reisepläne großzügig kalkulieren und Reisende an ihre Rechte nach EU 261 erinnern. Personalabteilungen sollten zudem Expatriates, die zur Weihnachtszeit zurückkehren, darauf vorbereiten, dass weitere Störungen nicht ausgeschlossen sind, wenn Personalmangel auf nordisches Winterwetter trifft.
Finnair machte einen kurzfristigen Personalmangel bei einem wichtigen Bodenabfertigungsdienstleister für das Chaos verantwortlich. Das Gepäck- und Turnaround-Team meldete sich doppelt so häufig krank wie üblich, was die Fluggesellschaft zwang, das Boarding und Enteisungsverfahren zu verlangsamen – gerade als ein nasser Schneefront über Südfinnland zog. Die Folgeverspätungen lagen im Durchschnitt bei 47 Minuten, einige Langstreckenflüge starteten jedoch mehr als zwei Stunden verspätet, was Anschlussflüge an wichtigen Drehkreuzen wie Paris-CDG gefährdete.
Nach der EU-Verordnung 261/2004 haben die meisten betroffenen Passagiere Anspruch auf Betreuungsleistungen wie Mahlzeiten und Hotelübernachtungen. Ob sie zusätzlich eine finanzielle Entschädigung von bis zu 600 Euro erhalten, hängt davon ab, ob Finnair den Personalmangel als „außergewöhnlichen Umstand“ nachweisen kann. Luftfahrtexperten, die von Travel and Tour World befragt wurden, weisen darauf hin, dass Krankheitswellen selten als außergewöhnlich gelten, weshalb Firmenreisemanager im Namen der Reisenden Ansprüche geltend machen sollten.
Der Vorfall erhöht den Druck auf finnische Flughäfen, ihr Bodenabfertigungssystem zu diversifizieren. Der Betreiber Helsinki Finavia hat seit Januar einen dritten Dienstleister hinzugewonnen, doch Gewerkschaften warnen, dass aggressive Kostensenkungen plötzliche Krankheitsausfälle in der geschäftigen Wintersaison unvermeidbar machen. Finnair hat inzwischen eine Taskforce eingerichtet, um den Notfallplan zu überarbeiten, und empfiehlt Unternehmen mit engen Anschlusszeiten, für die nächsten zwei Wochen mindestens drei Stunden Puffer bei Verbindungen über HEL einzuplanen.
Für Mobilitätsverantwortliche lautet die wichtigste Lehre: Reisepläne großzügig kalkulieren und Reisende an ihre Rechte nach EU 261 erinnern. Personalabteilungen sollten zudem Expatriates, die zur Weihnachtszeit zurückkehren, darauf vorbereiten, dass weitere Störungen nicht ausgeschlossen sind, wenn Personalmangel auf nordisches Winterwetter trifft.
Quelle: Travel and Tour World
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