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Indien startet landesweit Passport Seva V2.0 und chipgestützte e-Pässe

Nov. 13, 2025
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Indien startet landesweit Passport Seva V2.0 und chipgestützte e-Pässe
Im Rahmen einer bedeutenden Digitalisierungsinitiative hat das Außenministerium (MEA) am 12. November die nächste Generation seines Flaggschiff-Systems Passport Seva vorgestellt. Unter dem Namen „Passport Seva Programme V2.0“ (PSP V2.0) für Inlandsnutzer und „Global Passport Seva Programme V2.0“ (GPSP V2.0) für Auslandsvertretungen verbindet das Upgrade 37 regionale Passämter, 93 Passport Seva Kendras, 450 Postamt-PSKs sowie mehr als 190 Botschaften und Konsulate über eine einheitliche Cloud-Plattform.

Das Herzstück ist Indiens erster ICAO-konformer e-Pass. Jeder Pass enthält nun einen eingebetteten RFID-Chip und eine Antenne, die die auf der Foto-Seite gedruckten Daten spiegeln. Dies ermöglicht eine automatisierte Authentifizierung an e-Gates weltweit und reduziert das Risiko von Passfälschungen erheblich. MEA-Vertreter erklärten, dass alle neuen Pässe in diesem Format ausgegeben werden, während bestehende Pässe bis zum Ablaufdatum gültig bleiben.

Indien startet landesweit Passport Seva V2.0 und chipgestützte e-Pässe


PSP V2.0 bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche im Stil von Verbraucher-Apps, vorausgefüllte Formulare sowie Zahlungen per UPI und QR-Code. KI-Chatbots unterstützen Antragsteller beim Hochladen der Dokumente, während Voice-Bots rund um die Uhr Anfragen in 13 Sprachen bearbeiten. Für Firmenmobilitätsteams wurde ein überarbeitetes Modul für Sammelanträge eingeführt, das es Personalabteilungen ermöglicht, Dutzende von Verlängerungen gleichzeitig einzureichen und zu verfolgen – ein langjähriger Wunsch multinationaler Unternehmen mit Sitz in Indien.

Auf konsularischer Ebene integriert GPSP V2.0 die Netzwerke von BLS und VFS, sodass Inder im Ausland biometrische und postalische Verlängerungsanträge stellen können, ohne Daten mehrfach eingeben zu müssen. Vertretungen in den VAE, Singapur und den USA – die zusammen über 8 Millionen Pässe jährlich bearbeiten – sind bereits auf den neuen Workflow umgestiegen; der Rest soll bis März 2026 folgen.

Analysten sehen in dem Upgrade Indiens Eintritt in den Kreis der e-Pass-Nationen, gerade zu einer Zeit, in der die EU und Golfstaaten biometrische Grenzkontrollen einführen. Unternehmen erwarten schnellere Crew-Wechsel, weniger Ablehnungen von Dokumenten und verbesserte Sicherheit gegen Identitätsbetrug – entscheidende Vorteile, da die globale Mobilität die Vor-Pandemie-Niveaus wieder übersteigt.
Quelle: The Statesman

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