
Die Regionalfluggesellschaft Blue Islands hat am 14. November überraschend den Flugbetrieb eingestellt, alle Flüge gestrichen und Passagiere im gesamten Netzwerk gestrandet – darunter auch die beliebte Verbindung Dublin–Jersey, die vor allem von Fachkräften aus Finanz- und Technologiesektor genutzt wird, die zwischen den Kanalinseln und Irland pendeln. Die privat geführte Airline mit rund 100 Mitarbeitern machte die Entscheidung der Regierung von Jersey verantwortlich, nach langwierigen Verhandlungen keine weitere finanzielle Unterstützung zu gewähren.
Blue Islands bediente sechs wöchentliche Verbindungen zwischen Dublin und Jersey und bot damit die einzige Nonstop-Verbindung außerhalb der Sommer-Hochsaison-Charterflüge an. Innerhalb weniger Stunden nach der Ankündigung ergänzte der Codeshare-Partner Aurigny zehn Rettungsflüge auf der Strecke Jersey–Southampton, während die schottische Fluggesellschaft Loganair „Rettungstarife“ ab 79 £ auf Routen über Glasgow anbot. Für den Dublin-Abschnitt wurde kurzfristig kein Ersatz gefunden, sodass Reisende auf Umwege über London, Southampton oder Manchester ausweichen müssen.
Für irische Unternehmen kommt die Situation zur Unzeit: Die Kanalinseln beherbergen mehr als 2.000 irisch ansässige Fondsstrukturen sowie einen wachsenden Fintech-Cluster, der auf Tagesverbindungen angewiesen ist. Laut IDA Ireland überstieg der bilaterale Handel im Finanzdienstleistungssektor im Jahr 2024 die Marke von 2 Milliarden Euro. Unternehmen sehen sich nun mit längeren Reisezeiten und höheren Kosten konfrontiert, da die Hin- und Rückreise von bisher 1 Stunde 40 Minuten Nonstop auf 5 bis 6 Stunden über britische Drehkreuze ansteigt.
Reisebüros und Travel-Management-Unternehmen (TMCs) raten Firmenkunden, Buchungen umgehend anzupassen und Haftungsfreistellungsschreiben auszustellen, damit Mitarbeiter Auslagen bei Kreditkartenanbietern oder Versicherungen zurückfordern können. Nach EU-Verordnung 261 haben Passagiere mit Tickets ab Dublin Anspruch auf Umbuchung oder Erstattung, doch die Insolvenz von Blue Islands könnte die Abwicklung von Ansprüchen erschweren. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter daran erinnern, schriftliche Nachweise über die Flugstornierung zu sichern, um Rückbuchungsanträge zu unterstützen.
Langfristig haben daa und Tourism Ireland Interesse signalisiert, einen neuen Regionalfluganbieter für die Strecke zu gewinnen. Branchenkreise nennen Emerald Airlines – Betreiber der Aer Lingus Regional-Franchise – als möglichen Kandidaten, sobald Mitte 2026 zusätzliche ATR-72-Flugzeuge geliefert werden.
Blue Islands bediente sechs wöchentliche Verbindungen zwischen Dublin und Jersey und bot damit die einzige Nonstop-Verbindung außerhalb der Sommer-Hochsaison-Charterflüge an. Innerhalb weniger Stunden nach der Ankündigung ergänzte der Codeshare-Partner Aurigny zehn Rettungsflüge auf der Strecke Jersey–Southampton, während die schottische Fluggesellschaft Loganair „Rettungstarife“ ab 79 £ auf Routen über Glasgow anbot. Für den Dublin-Abschnitt wurde kurzfristig kein Ersatz gefunden, sodass Reisende auf Umwege über London, Southampton oder Manchester ausweichen müssen.
Für irische Unternehmen kommt die Situation zur Unzeit: Die Kanalinseln beherbergen mehr als 2.000 irisch ansässige Fondsstrukturen sowie einen wachsenden Fintech-Cluster, der auf Tagesverbindungen angewiesen ist. Laut IDA Ireland überstieg der bilaterale Handel im Finanzdienstleistungssektor im Jahr 2024 die Marke von 2 Milliarden Euro. Unternehmen sehen sich nun mit längeren Reisezeiten und höheren Kosten konfrontiert, da die Hin- und Rückreise von bisher 1 Stunde 40 Minuten Nonstop auf 5 bis 6 Stunden über britische Drehkreuze ansteigt.
Reisebüros und Travel-Management-Unternehmen (TMCs) raten Firmenkunden, Buchungen umgehend anzupassen und Haftungsfreistellungsschreiben auszustellen, damit Mitarbeiter Auslagen bei Kreditkartenanbietern oder Versicherungen zurückfordern können. Nach EU-Verordnung 261 haben Passagiere mit Tickets ab Dublin Anspruch auf Umbuchung oder Erstattung, doch die Insolvenz von Blue Islands könnte die Abwicklung von Ansprüchen erschweren. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter daran erinnern, schriftliche Nachweise über die Flugstornierung zu sichern, um Rückbuchungsanträge zu unterstützen.
Langfristig haben daa und Tourism Ireland Interesse signalisiert, einen neuen Regionalfluganbieter für die Strecke zu gewinnen. Branchenkreise nennen Emerald Airlines – Betreiber der Aer Lingus Regional-Franchise – als möglichen Kandidaten, sobald Mitte 2026 zusätzliche ATR-72-Flugzeuge geliefert werden.
Quelle: Sky News
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