
Italiens Außenministerium hat diese Woche still und heimlich ein Dekret veröffentlicht, das das Leben für Hunderttausende Brasilianer mit italienischen Wurzeln radikal vereinfachen könnte. Das am 27. November unterzeichnete und sofort in Kraft getretene Dekret schafft ein „Sonderverfahren“ für Länder, die mehr als 100.000 Bürger im italienischen AIRE-Register (Anmeldung von im Ausland lebenden Italienern) verzeichnet haben. Brasilien führt diese Liste mit 682.300 registrierten Personen an.
Bisher mussten Nachkommen, die legal in Italien leben und arbeiten wollten, zunächst eine der begrenzten saisonalen oder mehrjährigen Arbeitserlaubnisse im Rahmen des Decreto Flussi beantragen. Die Konkurrenz war groß und die Bearbeitungszeiten unvorhersehbar, was viele potenzielle Rückkehrer zwang, sich mit einem Touristenstatus über Wasser zu halten oder teure juristische Umwege in kleinen Gemeinden zu nutzen. Mit dem neuen Dekret entfallen diese Quotenbeschränkungen: Berechtigte Brasilianer können direkt in Brasilien eine Aufenthaltserlaubnis für abhängige Arbeit beantragen, diese in Italien in eine langfristige Aufenthaltsgenehmigung umwandeln und – nach Vorlage der genealogischen Nachweise – die volle Staatsbürgerschaft (jus sanguinis) erhalten.
Diese Änderung ist ein Meilenstein für globale Mobilitätsmanager und italienische Multis in Brasilien. Personalabteilungen können nun doppelte Staatsbürger ohne Wartezeiten auf Quotenfreigaben und ohne komplizierte Entsenderegelungen in EU-Zentralen versetzen. Umgekehrt erhalten brasilianische Fachkräfte mit italienischem Pass uneingeschränkten Zugang zum EU-Arbeitsmarkt, was die Einstellung für Arbeitgeber im gesamten EU-Raum erleichtert und den Talentpool in Engpassbranchen wie Gastgewerbe und Altenpflege erweitert.
Einwanderungsanwälte in São Paulo warnen vor einem starken Anstieg der Nachfrage. Konsulate, die bereits mit einjährigen Wartezeiten für Termine zur Staatsbürgerschaftsanerkennung kämpfen, werden mehr Personal und digitale Warteschlangensysteme benötigen. Antragsteller müssen weiterhin Geburts-, Heirats- und Einbürgerungsurkunden jeder Generation – apostilliert und übersetzt – sowie Nachweise über angemessenen Wohnraum und einen unterschriebenen Arbeitsvertrag vorlegen. Wer seine Abstammung nicht nachweisen kann, unterliegt weiterhin den üblichen Arbeitserlaubnisbeschränkungen.
Für die riesige italo-brasilianische Gemeinschaft in Brasilien fühlt sich das Dekret wie eine längst überfällige Anerkennung historischer Verbindungen an. Für Mobilitätsplaner ist es die größte Erleichterung für einen EU-Arbeitsweg für Brasilianer seit über einem Jahrzehnt – und ein Signal, dass auch andere abstammungsreiche Länder wie Argentinien ähnliche Regelungen anstreben könnten.
Bisher mussten Nachkommen, die legal in Italien leben und arbeiten wollten, zunächst eine der begrenzten saisonalen oder mehrjährigen Arbeitserlaubnisse im Rahmen des Decreto Flussi beantragen. Die Konkurrenz war groß und die Bearbeitungszeiten unvorhersehbar, was viele potenzielle Rückkehrer zwang, sich mit einem Touristenstatus über Wasser zu halten oder teure juristische Umwege in kleinen Gemeinden zu nutzen. Mit dem neuen Dekret entfallen diese Quotenbeschränkungen: Berechtigte Brasilianer können direkt in Brasilien eine Aufenthaltserlaubnis für abhängige Arbeit beantragen, diese in Italien in eine langfristige Aufenthaltsgenehmigung umwandeln und – nach Vorlage der genealogischen Nachweise – die volle Staatsbürgerschaft (jus sanguinis) erhalten.
Diese Änderung ist ein Meilenstein für globale Mobilitätsmanager und italienische Multis in Brasilien. Personalabteilungen können nun doppelte Staatsbürger ohne Wartezeiten auf Quotenfreigaben und ohne komplizierte Entsenderegelungen in EU-Zentralen versetzen. Umgekehrt erhalten brasilianische Fachkräfte mit italienischem Pass uneingeschränkten Zugang zum EU-Arbeitsmarkt, was die Einstellung für Arbeitgeber im gesamten EU-Raum erleichtert und den Talentpool in Engpassbranchen wie Gastgewerbe und Altenpflege erweitert.
Einwanderungsanwälte in São Paulo warnen vor einem starken Anstieg der Nachfrage. Konsulate, die bereits mit einjährigen Wartezeiten für Termine zur Staatsbürgerschaftsanerkennung kämpfen, werden mehr Personal und digitale Warteschlangensysteme benötigen. Antragsteller müssen weiterhin Geburts-, Heirats- und Einbürgerungsurkunden jeder Generation – apostilliert und übersetzt – sowie Nachweise über angemessenen Wohnraum und einen unterschriebenen Arbeitsvertrag vorlegen. Wer seine Abstammung nicht nachweisen kann, unterliegt weiterhin den üblichen Arbeitserlaubnisbeschränkungen.
Für die riesige italo-brasilianische Gemeinschaft in Brasilien fühlt sich das Dekret wie eine längst überfällige Anerkennung historischer Verbindungen an. Für Mobilitätsplaner ist es die größte Erleichterung für einen EU-Arbeitsweg für Brasilianer seit über einem Jahrzehnt – und ein Signal, dass auch andere abstammungsreiche Länder wie Argentinien ähnliche Regelungen anstreben könnten.
Quelle: A Tarde