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Polen öffnet Grenzübergang Medyka–Shehyni wieder und beendet dreiwöchige Lkw-Blockade

Nov. 30, 2025
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Polen öffnet Grenzübergang Medyka–Shehyni wieder und beendet dreiwöchige Lkw-Blockade
Der Verkehr am Grenzübergang Medyka–Shehyni fließt seit dem 29. November um 09:30 Uhr wieder, nachdem polnische Landwirte und Frachtführer ihren Protest beendet haben. Die Blockade, die am 6. November begann, hatte den Grenzübertritt von schweren Lastkraftwagen (HGV) aus Polen in die Ukraine vollständig gestoppt und damit eine Route lahmgelegt, die normalerweise etwa 1.000 Lkw pro Tag abwickelt. Die polnische Grenzpolizei bestätigte, dass die Registrierungs- und Kontrollverfahren innerhalb weniger Stunden nach dem Abbau der Blockade wieder normal liefen und zusätzliches Personal eingesetzt wurde, um den Rückstau so schnell wie möglich abzubauen.

Hintergrund: Polnische Transportunternehmen und Landwirte protestieren seit Anfang November gegen das, was sie als unfaire Konkurrenz durch ukrainische Transporteure nach der Aussetzung der Genehmigungspflicht durch die EU ansehen. Die Demonstrationen betrafen vier wichtige Grenzübergänge – Korczowa–Krakivets, Dorohusk–Yahodyn, Rava-Ruska–Hrebenne und Medyka–Shehyni – und führten zu Staus von bis zu 40 km Länge. Medyka–Shehyni war der letzte der vier blockierten Übergänge und der erste, der vollständig wieder geöffnet wurde.

Polen öffnet Grenzübergang Medyka–Shehyni wieder und beendet dreiwöchige Lkw-Blockade


Auswirkungen auf die Wirtschaft: Die Route Medyka ist die kürzeste Verbindung zwischen Krakau, Rzeszów und Lwiw und bedient Lieferketten in den Bereichen Automobil, FMCG und humanitäre Hilfe. Logistikdienstleister berichten, dass Umwege über die Slowakei 200–300 km pro Fahrt zusätzlich bedeuteten und die Frachtkosten um bis zu 25 % erhöhten. Die Wiedereröffnung des Grenzübergangs sollte die Transitzeiten um etwa 18 Stunden verkürzen und den Druck auf alternative Korridore verringern.

Ausblick: Das polnische Infrastrukturministerium hat die Verkehrsgewerkschaften und ukrainische Vertreter für den 4. Dezember zu Gesprächen in Warschau eingeladen, um die Wiedereinführung eines Quotensystems für ukrainische Lkw zu erörtern. Verlader sollten die Ergebnisse genau verfolgen, da die Gewerkschaften mit erneuten Blockaden drohen, falls die Verhandlungen scheitern.

Praktische Hinweise:
• Lieferpläne für Sendungen nach Südostpolen oder Westukraine sollten aktualisiert werden, um die schnellere Grenzabfertigung zu berücksichtigen.
• Transportunternehmen sollten weiterhin Zeitfenster im e-Queue-System buchen; Priorität haben verderbliche und ADR-Güter.
• Multinationale Unternehmen mit „Just-in-Time“-Komponenten sollten sicherstellen, dass ihre Lieferanten wieder von slowakischen oder ungarischen Routen auf Medyka–Shehyni umstellen, um unnötige Kilometer zu vermeiden.
Quelle: Ukrinform

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