
Die nördliche Region Belgiens markierte am 5. Januar 2026 einen Generationswechsel in der Art und Weise, wie Unternehmen ausländische Talente einstellen und transferieren, als die flämische Regierung ihr komplett neu gestaltetes Online-Portal „Single-Permit“ in Betrieb nahm. Der Start ist der Höhepunkt eines dreijährigen Gesetzgebungsprojekts, das den wirtschaftlichen Migrationskodex der Region neu schrieb und das bisherige undurchsichtige System aus PDF-Formularen, E-Mail-Postfächern und persönlichen Kurierdiensten für Arbeitgeber ersetzt.
Ab sofort können Personal- und Global-Mobility-Teams befristete Genehmigungen, innergemeinschaftliche ICT-Einsätze und – besonders wichtig – unbefristete Single Permits über ein einziges Dashboard beantragen. Das Portal ist direkt mit der nationalen Sozialversicherungsdatenbank verbunden, validiert Gehaltsschwellen in Echtzeit automatisch und akzeptiert belgische elektronische Identitätsnachweise (eID), wodurch doppelte Dateneingaben entfallen. Zudem ist ein „Mandat“-Workflow integriert, der es Umzugsdienstleistern ermöglicht, im Auftrag ihrer Kunden ohne separate Vollmachten Anträge einzureichen.
Hinter der Technologie steht eine umfassende Regulierung, die am 1. Januar in Kraft trat. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen verkürzte Arbeitsmarkttests für Mangelberufe, klarere Gehaltsbenchmark-Regeln und eine neue Option für Inhaber von Single Permits, die seit fünf Jahren im Einsatz sind, um ihren Status online in eine unbefristete Genehmigung umzuwandeln – ohne jährliche Papierverlängerungen. Das flämische Ministerium für Arbeit und Sozialwirtschaft schätzt, dass die Bearbeitungszeiten um 20 bis 30 Prozent sinken werden, sobald die Mitarbeiter die Schulung für das neue Backend abgeschlossen haben.
Für multinationale Unternehmen sind die praktischen Auswirkungen sofort spürbar. Sammelanträge für Q1-Entsendungen können nun in wenigen Minuten hochgeladen werden, was Kurierkosten senkt und eine Bestätigung der Vollständigkeit am selben Tag ermöglicht. Arbeitgeber, die in ganz Belgien tätig sind, sollten jedoch beachten, dass die Regionen Brüssel-Hauptstadt und Wallonien weiterhin Original-Papierdokumente verlangen; die Bundesregierung plant, diese Regionen innerhalb von 18 Monaten auf dieselbe IT-Plattform umzustellen. Bis dahin sind parallele Arbeitsabläufe erforderlich.
Berater warnen, dass die Lernkurve nicht unterschätzt werden sollte. Jeder Nutzer muss sich mit einem eID- oder Itsme-Konto anmelden, und neue PDF-Upload-Standards lehnen unscharfe Scans oder fehlende Metadaten ab. „Planen Sie für Anträge im Januar mehr Vorlaufzeit ein“, riet ein Partner einer der Big-Four-Immigrationskanzleien seinen Kunden. Dennoch sind sich alle Beteiligten einig, dass dieser Schritt Belgien dem EU-Ziel einer vollständig digitalen Bearbeitung von Aufenthaltstiteln bis 2030 einen großen Schritt näherbringt.
Ab sofort können Personal- und Global-Mobility-Teams befristete Genehmigungen, innergemeinschaftliche ICT-Einsätze und – besonders wichtig – unbefristete Single Permits über ein einziges Dashboard beantragen. Das Portal ist direkt mit der nationalen Sozialversicherungsdatenbank verbunden, validiert Gehaltsschwellen in Echtzeit automatisch und akzeptiert belgische elektronische Identitätsnachweise (eID), wodurch doppelte Dateneingaben entfallen. Zudem ist ein „Mandat“-Workflow integriert, der es Umzugsdienstleistern ermöglicht, im Auftrag ihrer Kunden ohne separate Vollmachten Anträge einzureichen.
Hinter der Technologie steht eine umfassende Regulierung, die am 1. Januar in Kraft trat. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen verkürzte Arbeitsmarkttests für Mangelberufe, klarere Gehaltsbenchmark-Regeln und eine neue Option für Inhaber von Single Permits, die seit fünf Jahren im Einsatz sind, um ihren Status online in eine unbefristete Genehmigung umzuwandeln – ohne jährliche Papierverlängerungen. Das flämische Ministerium für Arbeit und Sozialwirtschaft schätzt, dass die Bearbeitungszeiten um 20 bis 30 Prozent sinken werden, sobald die Mitarbeiter die Schulung für das neue Backend abgeschlossen haben.
Für multinationale Unternehmen sind die praktischen Auswirkungen sofort spürbar. Sammelanträge für Q1-Entsendungen können nun in wenigen Minuten hochgeladen werden, was Kurierkosten senkt und eine Bestätigung der Vollständigkeit am selben Tag ermöglicht. Arbeitgeber, die in ganz Belgien tätig sind, sollten jedoch beachten, dass die Regionen Brüssel-Hauptstadt und Wallonien weiterhin Original-Papierdokumente verlangen; die Bundesregierung plant, diese Regionen innerhalb von 18 Monaten auf dieselbe IT-Plattform umzustellen. Bis dahin sind parallele Arbeitsabläufe erforderlich.
Berater warnen, dass die Lernkurve nicht unterschätzt werden sollte. Jeder Nutzer muss sich mit einem eID- oder Itsme-Konto anmelden, und neue PDF-Upload-Standards lehnen unscharfe Scans oder fehlende Metadaten ab. „Planen Sie für Anträge im Januar mehr Vorlaufzeit ein“, riet ein Partner einer der Big-Four-Immigrationskanzleien seinen Kunden. Dennoch sind sich alle Beteiligten einig, dass dieser Schritt Belgien dem EU-Ziel einer vollständig digitalen Bearbeitung von Aufenthaltstiteln bis 2030 einen großen Schritt näherbringt.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News
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