
Der Wirtschafts- und Sozialrat Spaniens (CES) veröffentlichte am 9. Januar 2026 eine scharfe Kritik am Terminvergabesystem für Aufenthaltserlaubnisse und bezeichnete es als „digitale Lotterie“, die Zehntausende Ausländer in einem administrativen Schwebezustand zurücklässt. Der nicht bindende Bericht folgt auf ein Jahr zunehmender Beschwerden von britischen, lateinamerikanischen und nordafrikanischen Bewohnern, die berichten, dass die Terminvergabe bei der Ausländerbehörde zur Beantragung oder Verlängerung der TIE-Karte bis zu vier Monate dauern kann.
Ermittlungen der Nationalpolizei, die im Dezember zu Festnahmen in Madrid, Valencia und Sevilla führten, deckten kriminelle Netzwerke auf, die automatisierte „Bot“-Software nutzen, um die wenigen verfügbaren Termine sofort nach deren Freigabe online zu ergattern. Die Banden verkaufen diese Termine dann über Messaging-Apps zu Preisen zwischen 50 und 200 Euro weiter. Die Polizei berichtet von über 100 Festnahmen und der Beschlagnahmung von 200.000 Euro Bargeld, doch das Problem besteht weiterhin aufgrund struktureller Unterbesetzung.
Der CES-Bericht kritisiert sowohl das Innen- als auch das Inklusionsministerium für die unzureichende Ausstattung der regionalen Ausländerbehörden, obwohl die Zahl der Aufenthaltsanträge seit dem Brexit und der Einführung neuer Visakategorien um 16 % gestiegen ist. Empfohlen wird die Zentralisierung aller Termine auf einer einzigen nationalen Plattform mit Zwei-Faktor-Authentifizierung, eine Begrenzung der täglichen Buchungen pro IP-Adresse sowie Bußgelder von bis zu 600.000 Euro für Vermittler, die öffentliche Termine kommerziell ausnutzen.
Für Arbeitgeber mit umfangreichen Mobilitätsprogrammen führt der Rückstau zu verzögerten Arbeitsbeginnterminen und verlängerten Aufenthalten von Geschäftsreisenden, was das Risiko birgt, gegen die 90/180-Tage-Schengenregel zu verstoßen. Mehrere multinationale Unternehmen schließen inzwischen private Versicherungen ab, um Mitarbeiter abzusichern, deren NHS- oder EHIC-Versicherung während der Wartezeit auf die TIE ausläuft. Migrationsberater empfehlen Unternehmen, Verlängerungsanträge mindestens sechs Monate vor Ablauf einzureichen und bei Inlandsflügen notariell beglaubigte Kopien der Anträge mitzuführen.
Das Ministerium für Inklusion kündigte an, bis März eine neue „Mercurio“-Plattform in Barcelona und Málaga zu testen, die eine KI-gestützte Lastenverteilung zwischen den Ämtern und eine Echtzeit-Betrugserkennung verspricht. Bei Erfolg soll das System vor dem Sommer-Hoch bundesweit eingeführt werden. Bis dahin wird ausländischen Bewohnern geraten, die offiziellen Portale täglich um 8 Uhr und 12 Uhr zu überprüfen – den beiden Zeitpunkten, zu denen neue Termine üblicherweise freigegeben werden.
Ermittlungen der Nationalpolizei, die im Dezember zu Festnahmen in Madrid, Valencia und Sevilla führten, deckten kriminelle Netzwerke auf, die automatisierte „Bot“-Software nutzen, um die wenigen verfügbaren Termine sofort nach deren Freigabe online zu ergattern. Die Banden verkaufen diese Termine dann über Messaging-Apps zu Preisen zwischen 50 und 200 Euro weiter. Die Polizei berichtet von über 100 Festnahmen und der Beschlagnahmung von 200.000 Euro Bargeld, doch das Problem besteht weiterhin aufgrund struktureller Unterbesetzung.
Der CES-Bericht kritisiert sowohl das Innen- als auch das Inklusionsministerium für die unzureichende Ausstattung der regionalen Ausländerbehörden, obwohl die Zahl der Aufenthaltsanträge seit dem Brexit und der Einführung neuer Visakategorien um 16 % gestiegen ist. Empfohlen wird die Zentralisierung aller Termine auf einer einzigen nationalen Plattform mit Zwei-Faktor-Authentifizierung, eine Begrenzung der täglichen Buchungen pro IP-Adresse sowie Bußgelder von bis zu 600.000 Euro für Vermittler, die öffentliche Termine kommerziell ausnutzen.
Für Arbeitgeber mit umfangreichen Mobilitätsprogrammen führt der Rückstau zu verzögerten Arbeitsbeginnterminen und verlängerten Aufenthalten von Geschäftsreisenden, was das Risiko birgt, gegen die 90/180-Tage-Schengenregel zu verstoßen. Mehrere multinationale Unternehmen schließen inzwischen private Versicherungen ab, um Mitarbeiter abzusichern, deren NHS- oder EHIC-Versicherung während der Wartezeit auf die TIE ausläuft. Migrationsberater empfehlen Unternehmen, Verlängerungsanträge mindestens sechs Monate vor Ablauf einzureichen und bei Inlandsflügen notariell beglaubigte Kopien der Anträge mitzuführen.
Das Ministerium für Inklusion kündigte an, bis März eine neue „Mercurio“-Plattform in Barcelona und Málaga zu testen, die eine KI-gestützte Lastenverteilung zwischen den Ämtern und eine Echtzeit-Betrugserkennung verspricht. Bei Erfolg soll das System vor dem Sommer-Hoch bundesweit eingeführt werden. Bis dahin wird ausländischen Bewohnern geraten, die offiziellen Portale täglich um 8 Uhr und 12 Uhr zu überprüfen – den beiden Zeitpunkten, zu denen neue Termine üblicherweise freigegeben werden.
Quelle: Majorca Daily Bulletin / VisaHQ