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Regierung veröffentlicht Gesetzesentwurf zum internationalen Schutz 2026 zur Beschleunigung von Asylentscheidungen

Jan. 16, 2026
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Regierung veröffentlicht Gesetzesentwurf zum internationalen Schutz 2026 zur Beschleunigung von Asylentscheidungen
Das Justizministerium hat diese Woche den Entwurf des Internationalen Schutzgesetzes 2026 veröffentlicht – die umfassendste Reform des irischen Asylsystems seit zwei Jahrzehnten. Die am 15. Januar vorgestellte Gesetzgebung setzt zentrale Elemente des EU-Pakts für Migration und Asyl um und verspricht „faire, entschlossene und schnelle“ Entscheidungen. Die Bearbeitungszeiten, die derzeit im Durchschnitt 18 Monate für eine Erstentscheidung betragen, sollen durch ein Ein-Verfahrens-Modell, strengere Zulässigkeitsprüfungen bei Antragstellung und den verstärkten Einsatz von Ferninterviews auf sechs Monate verkürzt werden. (gov.ie)

Eine zentrale Regelung untersagt neu anerkannten Flüchtlingen, für drei Jahre einen Antrag auf Familienzusammenführung zu stellen, und verlangt den Nachweis finanzieller Eigenständigkeit. Die Minister argumentieren, dass diese Änderung sekundäre Bewegungen innerhalb der EU eindämmen und die jährlichen Unterkunftskosten von 700 Millionen Euro senken soll. NGOs warnen jedoch, dass dies Familien auseinanderreißen und mehr Menschen in einen irregulären Status drängen werde.

Regierung veröffentlicht Gesetzesentwurf zum internationalen Schutz 2026 zur Beschleunigung von Asylentscheidungen


Für Arbeitgeber bringt das Gesetz zwei konkrete Vorteile: Erstens sollen schnellere Entscheidungen die Zahl der Antragsteller in der Direktversorgung verringern und anerkannten Flüchtlingen einen schnelleren Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen. Zweitens klären die neuen Regeln, dass abgelehnte Schutzsuchende mit Jobangeboten in ausgewiesenen Mangelberufen direkt eine Beschäftigungserlaubnis erhalten können, was Fachkräfteverluste und bürokratischen Aufwand reduziert.

Nach Inkrafttreten wird das Gesetz eine Asylberufungsbehörde mit quasi-gerichtlichen Befugnissen einrichten und eine Frist von zehn Tagen für Berufungen festlegen, womit Irland EU-weite Zeitvorgaben einhält. Zudem wird die biometrische Erfassung aller Antragsteller verpflichtend, um die Integration in das EU-Einreise-/Ausreisesystem, das im Oktober 2025 startet, vorzubereiten.

Interessierte haben bis zum 28. Februar Zeit, Stellungnahmen einzureichen. Unternehmen, die auf internationale Fachkräfte angewiesen sind, sollten Maßnahmen unterstützen, die Entscheidungen beschleunigen und gleichzeitig Integrationswege sichern – insbesondere den Zugang zur Familienzusammenführung nach der ersten Niederlassung.
Quelle: Gov.ie – Department of Justice

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