
Tschechische Mobility-Teams erlebten am 16. Januar eine unangenehme Überraschung: Das tschechische Konsulat in Dresden führte rückwirkend ab dem 10. Januar eine „Null-Quote“ für reguläre Termine zur Beantragung von Mitarbeiterkarten und langfristigen Geschäftsvisa ein. Die wöchentliche Kapazität sank von etwa 120 Terminen auf weniger als 20, wobei die verbleibenden Termine ausschließlich für Kandidaten von Regierungs-Talentprogrammen und eine bevorzugte Nationalitätenliste reserviert sind.
Konsularbeamte begründeten die Maßnahme mit der Umverteilung von Personal zur Bearbeitung eines Anstiegs von Familienzusammenführungs- und Schutzfällen in Deutschland. Migrationsberater sehen jedoch einen wirtschaftlichen Hintergrund: Berlin ist zu einem Zwischenstopp für Nicht-EU-Auftragnehmer geworden, die mit deutschen Kurzaufenthaltsvisa in den Schengen-Raum einreisen und dann zu tschechischen Kundenstandorten pendeln, um tschechische Arbeitsmarktprüfungen zu umgehen. Durch die Verknappung der Termine in Dresden lenkt Prag die Anträge zurück in besser kontrollierbare Talentprogramme.
Die unmittelbaren Folgen für in Deutschland ansässige multinationale Unternehmen sind gravierend. Mitarbeiter, die früher für biometrische Daten eine 45-minütige Fahrt nach Dresden unternahmen, müssen nun nach Berlin, Wien oder Warschau ausweichen – was zusätzliche Reisezeit, Hotelkosten und Übersetzungsgebühren verursacht. Umzugsdienstleister schätzen, dass sich die Onboarding-Termine im ersten Quartal um sechs bis acht Wochen verzögern könnten, sofern keine alternativen Termine gefunden oder Kurzaufenthalte in Inlandsanträge umgewandelt werden.
HR-Berater empfehlen, alle über Visapoint oder MFA gebuchten Termine zu überprüfen; Termine nach dem 2. Januar sind wahrscheinlich ungültig, sofern sie nicht durch ein Talentprogramm abgedeckt sind. Arbeitgeber sollten zudem mehr Zeit für die Legalisierung von Abschlüssen einplanen und die Überprüfung der Quote durch das tschechische Außenministerium am 31. Januar genau beobachten.
Sollte die Sperre anhalten, befürchten Experten weitreichendere wirtschaftliche Folgen: Deutsche Unternehmen könnten tschechische Expansionsprojekte verschieben, und tschechische Arbeitgeber, die auf in Deutschland eingestellte Spezialisten angewiesen sind, könnten Personalengpässe erleben – gerade jetzt, wo sich die Wirtschaft langsam erholt. Mobility-Teams setzen daher verstärkt auf Tools zur Überwachung von Terminen in mehreren Ländern und prüfen Remote-Arbeitslösungen, um Projekte am Laufen zu halten.
Konsularbeamte begründeten die Maßnahme mit der Umverteilung von Personal zur Bearbeitung eines Anstiegs von Familienzusammenführungs- und Schutzfällen in Deutschland. Migrationsberater sehen jedoch einen wirtschaftlichen Hintergrund: Berlin ist zu einem Zwischenstopp für Nicht-EU-Auftragnehmer geworden, die mit deutschen Kurzaufenthaltsvisa in den Schengen-Raum einreisen und dann zu tschechischen Kundenstandorten pendeln, um tschechische Arbeitsmarktprüfungen zu umgehen. Durch die Verknappung der Termine in Dresden lenkt Prag die Anträge zurück in besser kontrollierbare Talentprogramme.
Die unmittelbaren Folgen für in Deutschland ansässige multinationale Unternehmen sind gravierend. Mitarbeiter, die früher für biometrische Daten eine 45-minütige Fahrt nach Dresden unternahmen, müssen nun nach Berlin, Wien oder Warschau ausweichen – was zusätzliche Reisezeit, Hotelkosten und Übersetzungsgebühren verursacht. Umzugsdienstleister schätzen, dass sich die Onboarding-Termine im ersten Quartal um sechs bis acht Wochen verzögern könnten, sofern keine alternativen Termine gefunden oder Kurzaufenthalte in Inlandsanträge umgewandelt werden.
HR-Berater empfehlen, alle über Visapoint oder MFA gebuchten Termine zu überprüfen; Termine nach dem 2. Januar sind wahrscheinlich ungültig, sofern sie nicht durch ein Talentprogramm abgedeckt sind. Arbeitgeber sollten zudem mehr Zeit für die Legalisierung von Abschlüssen einplanen und die Überprüfung der Quote durch das tschechische Außenministerium am 31. Januar genau beobachten.
Sollte die Sperre anhalten, befürchten Experten weitreichendere wirtschaftliche Folgen: Deutsche Unternehmen könnten tschechische Expansionsprojekte verschieben, und tschechische Arbeitgeber, die auf in Deutschland eingestellte Spezialisten angewiesen sind, könnten Personalengpässe erleben – gerade jetzt, wo sich die Wirtschaft langsam erholt. Mobility-Teams setzen daher verstärkt auf Tools zur Überwachung von Terminen in mehreren Ländern und prüfen Remote-Arbeitslösungen, um Projekte am Laufen zu halten.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News
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