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Innenministerium veröffentlicht Details zur neuen verpflichtenden Staatsbürgerkundeprüfung für mehrjährige Aufenthaltserlaubnisse

Jan. 21, 2026
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Innenministerium veröffentlicht Details zur neuen verpflichtenden Staatsbürgerkundeprüfung für mehrjährige Aufenthaltserlaubnisse
Weniger als zwei Wochen vor dem ersten Termin für Frankreichs neuen Test zum staatsbürgerlichen Wissen hat das Innenministerium stillschweigend eine umfassende FAQ und eine Anmeldeanleitung auf seinem Portal „Formation-Civique“ veröffentlicht (20. Januar 2026). Die Online-Ressource fasst die im Einwanderungskontrollgesetz vom 26. Januar 2024 und der Durchführungsverordnung vom 10. Oktober 2025 festgelegten Regeln zusammen, bietet aber vor allem praktische Informationen für ausländische Einwohner, die bisher auf verschiedene Rundschreiben verteilt waren.

Ab dem 1. Januar 2026 muss jeder Nicht-EU-Bürger, der eine erste mehrjährige „carte de séjour pluriannuelle“ oder eine zehnjährige „carte de résident“ beantragt, einen 40-Fragen-Multiple-Choice-Test bestehen, der entweder von der Pariser Handelskammer (CCIP) oder France Éducation International durchgeführt wird. Die Kandidaten haben 45 Minuten Zeit, um 28 Wissensfragen und 12 praxisbezogene Szenarien zu beantworten, die republikanische Werte, Institutionen, Rechte und Pflichten, Geschichte und den Alltag abdecken. Zum Bestehen sind mindestens 32 von 40 Punkten (80 %) erforderlich; Wiederholungen sind unbegrenzt möglich, und das Zertifikat verfällt nicht.

Innenministerium veröffentlicht Details zur neuen verpflichtenden Staatsbürgerkundeprüfung für mehrjährige Aufenthaltserlaubnisse


Das neue Portal bestätigt wichtige Ausnahmen – etwa für Inhaber internationalen Schutzes und Staatsangehörige bestimmter bilateraler Abkommen – und erklärt, wie Sprachdolmetscher bereitgestellt werden. Zudem werden die offiziellen Fragenkataloge für die Standard-Mehrjahreskarte und die zehnjährige Aufenthaltskarte veröffentlicht, sodass sich Kandidaten und deren Arbeitgeber systematisch vorbereiten können.

Für Manager im Bereich globale Mobilität stehen viel auf dem Spiel: Ein Nichtbestehen des staatsbürgerlichen Tests kann die Verlängerung der Arbeitserlaubnis verzögern und kostspielige Rückführungen auslösen. Unternehmen sollten bei der Planung von Genehmigungs-Upgrades 2026 mehr Vorlaufzeit einplanen und erwägen, Vorbereitungskurse zu finanzieren, da die Bestehensgrenze bei 80 % liegt. Einwanderungsberater weisen zudem darauf hin, dass die Präfekturen prüfen werden, ob anspruchsberechtigte Angehörige (Ehepartner, erwachsene Kinder) die Anforderungen individuell erfüllt haben.

Indem das Innenministerium die Regeln an einem Ort zusammengeführt hat, wurde etwas Unsicherheit beseitigt, doch Verbände ausländischer Fachkräfte setzen sich weiterhin für englischsprachige Testmaterialien ein. Für den Moment bleibt die sicherste Strategie eine frühzeitige Anmeldung, gründliches Studium des veröffentlichten Fragenkatalogs und eine Notfallplanung für den Fall, dass ein Mitarbeiter die erforderliche Punktzahl beim ersten Versuch nicht erreicht.
Quelle: Ministry of the Interior – Formation-Civique portal

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