
Nur sechs Monate nachdem Spanien das neue biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU am Flughafen Madrid-Barajas eingeführt hat, hat Brüssel die Frist für die vollständige Umsetzung stillschweigend nach hinten verschoben. Die Europäische Kommission bestätigte am 2. Februar 2026, dass die Mitgliedstaaten nun bis September – statt wie ursprünglich geplant bis April – Zeit haben, die Einführung abzuschließen. Als Begründung nannte sie mögliche „chaotische Zustände im Sommerreiseverkehr“, sollte der ursprüngliche Zeitplan eingehalten werden.
Das EES, das seit Oktober 2025 im Pilotbetrieb läuft, erfasst biometrische Daten wie Gesicht und Fingerabdrücke sowie Zeitstempel für alle Nicht-EU-Reisenden. Das System soll Passstempel ersetzen und Überziehungen der Aufenthaltsdauer erkennen, hat jedoch bei der Hochskalierung mit Problemen zu kämpfen. Flughäfen wie Málaga-Costa del Sol und Barcelona-El Prat meldeten während Spitzenzeiten eine um 70 Prozent längere Abfertigungsdauer; der Flughafen Lissabon stellte die EES-Kioske sogar vorübergehend ein, nachdem die Wartezeiten auf bis zu sieben Stunden angestiegen waren. Der Branchenverband ACI Europe warnte vor „ernsthaften Sicherheitsrisiken“, falls sich die Warteschlangen im Sommer auf die luftseitigen Bereiche ausdehnen.
Für Spanien ist die Verzögerung ein zweischneidiges Schwert. AENA hat bereits über 1.200 Kioske installiert, doch einige kleinere Flughäfen und Fährhäfen hinkten dem April-Termin hinterher. Sie erhalten nun fünf zusätzliche Monate, um Personal einzustellen, Belastungstests durchzuführen und die Softwareintegration mit der Grenzkontrollplattform der Policía Nacional zu optimieren. Auch Fluggesellschaften, die Spaniens stark frequentierte Märkte in Großbritannien und den USA bedienen, bekommen mehr Zeit: Sie müssen ihre Check-in-Systeme aktualisieren, um zu überprüfen, ob Passagiere die erstmalige biometrische Erfassung vor dem Boarding abgeschlossen haben – eine Funktion, die sich als fehleranfällig erwiesen hat.
Reisende müssen im Sommer 2026 mit einem uneinheitlichen Ablauf rechnen. Einige spanische Flughäfen werden weiterhin EES-Kioske nutzen, während andere bei Spitzenbelastungen wieder auf manuelle Stempelung umstellen – ein „Hybridmodell“, das die Kommission nun ausdrücklich erlaubt. Geschäftsreisende sollten ihre Mitarbeiter darauf vorbereiten, mehr Zeit an der Passkontrolle einzuplanen und Bordkarten für Anschlussflüge innerhalb des Schengen-Raums aufzubewahren.
Strategisch verschiebt die Verzögerung auch das nachfolgende ETIAS-Reisegenehmigungssystem, das erst nach vollständiger Inbetriebnahme des EES verpflichtend wird. Das bedeutet, dass visumfreie Besucher Spaniens ETIAS frühestens ab April 2027 beantragen müssen, was Unternehmen mehr Zeit gibt, ETIAS-Prüfungen in ihre Reisebuchungsprozesse zu integrieren.
Das EES, das seit Oktober 2025 im Pilotbetrieb läuft, erfasst biometrische Daten wie Gesicht und Fingerabdrücke sowie Zeitstempel für alle Nicht-EU-Reisenden. Das System soll Passstempel ersetzen und Überziehungen der Aufenthaltsdauer erkennen, hat jedoch bei der Hochskalierung mit Problemen zu kämpfen. Flughäfen wie Málaga-Costa del Sol und Barcelona-El Prat meldeten während Spitzenzeiten eine um 70 Prozent längere Abfertigungsdauer; der Flughafen Lissabon stellte die EES-Kioske sogar vorübergehend ein, nachdem die Wartezeiten auf bis zu sieben Stunden angestiegen waren. Der Branchenverband ACI Europe warnte vor „ernsthaften Sicherheitsrisiken“, falls sich die Warteschlangen im Sommer auf die luftseitigen Bereiche ausdehnen.
Für Spanien ist die Verzögerung ein zweischneidiges Schwert. AENA hat bereits über 1.200 Kioske installiert, doch einige kleinere Flughäfen und Fährhäfen hinkten dem April-Termin hinterher. Sie erhalten nun fünf zusätzliche Monate, um Personal einzustellen, Belastungstests durchzuführen und die Softwareintegration mit der Grenzkontrollplattform der Policía Nacional zu optimieren. Auch Fluggesellschaften, die Spaniens stark frequentierte Märkte in Großbritannien und den USA bedienen, bekommen mehr Zeit: Sie müssen ihre Check-in-Systeme aktualisieren, um zu überprüfen, ob Passagiere die erstmalige biometrische Erfassung vor dem Boarding abgeschlossen haben – eine Funktion, die sich als fehleranfällig erwiesen hat.
Reisende müssen im Sommer 2026 mit einem uneinheitlichen Ablauf rechnen. Einige spanische Flughäfen werden weiterhin EES-Kioske nutzen, während andere bei Spitzenbelastungen wieder auf manuelle Stempelung umstellen – ein „Hybridmodell“, das die Kommission nun ausdrücklich erlaubt. Geschäftsreisende sollten ihre Mitarbeiter darauf vorbereiten, mehr Zeit an der Passkontrolle einzuplanen und Bordkarten für Anschlussflüge innerhalb des Schengen-Raums aufzubewahren.
Strategisch verschiebt die Verzögerung auch das nachfolgende ETIAS-Reisegenehmigungssystem, das erst nach vollständiger Inbetriebnahme des EES verpflichtend wird. Das bedeutet, dass visumfreie Besucher Spaniens ETIAS frühestens ab April 2027 beantragen müssen, was Unternehmen mehr Zeit gibt, ETIAS-Prüfungen in ihre Reisebuchungsprozesse zu integrieren.
Quelle: Euronews
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