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Pflicht-ETA für Großbritannien läuft in den Endspurt – Tourismusbranche muss Last-Minute-Reisen neu überdenken

Feb. 6, 2026
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Pflicht-ETA für Großbritannien läuft in den Endspurt – Tourismusbranche muss Last-Minute-Reisen neu überdenken
Weniger als drei Wochen vor Inkrafttreten der britischen „No Permission, No Travel“-Regel warnt die Branchenplattform Travel and Tour World am 5. Februar davor, dass Hotels und Attraktionen in London, Manchester und Edinburgh mit einem starken Rückgang spontaner Buchungen rechnen müssen. Ab dem 25. Februar müssen Staatsangehörige aus 85 bisher visafreien Ländern eine vorab genehmigte elektronische Reisegenehmigung (ETA) vorweisen, andernfalls drohen den Fluggesellschaften Bußgelder von bis zu 2.000 Pfund pro nicht regelkonformem Passagier.

Seit Beginn der schrittweisen Einführung im Jahr 2023 wurden bereits über 13 Millionen Genehmigungen erteilt. Mit dem Ende der Übergangsfrist verlagert sich der Engpass vom Grenzschutz zum Check-in: Die Fluggesellschaften müssen den ETA-Status vor dem Boarding überprüfen. Reiseveranstalter sehen darin einen Anreiz für organisierte Gruppenreisen und eine Abschreckung für kurzfristig gebuchte Wochenendtrips, was die Besucherströme in die wichtigsten britischen Städtereiseziele nachhaltig verändern könnte.

Pflicht-ETA für Großbritannien läuft in den Endspurt – Tourismusbranche muss Last-Minute-Reisen neu überdenken


Die digitale Genehmigung kostet 16 Pfund und ist zwei Jahre gültig, ist jedoch an den bei der Antragstellung verwendeten Reisepass gebunden – Vielflieger, die ihren Pass während der Gültigkeitsdauer erneuern, benötigen daher eine neue ETA. Cruise & Maritime, dessen Kreuzfahrten in Southampton starten, passt seine Geschäftsbedingungen an und macht Passagiere für Kosten bei verweigertem Boarding verantwortlich.

Fluggesellschaften integrieren Live-UKVI-APIs in ihre Abflugkontrollsysteme, doch technische Probleme bestehen weiterhin. Geschäftsreisende empfehlen, den Antrag mindestens drei Werktage vor Abflug zu stellen und Bestätigungs-E-Mails offline zu speichern, falls das WLAN am Flughafen ausfällt.

Destination-Marketing-Organisationen sehen einen Vorteil: Die Sicherheitskontrolle vor der Reise könnte die Ankunftsprozesse im Vereinigten Königreich beschleunigen, sodass die Grenzschutzbeamten an manuellen Kontrollstellen für Nicht-ETA-Staatsangehörige eingesetzt werden können. Kleine Incoming-Agenturen befürchten jedoch, dass der zusätzliche Verwaltungsaufwand Besucher zu EU-Konkurrenten abwandern lässt, die weiterhin visafreien Zugang bieten.
Quelle: Travel and Tour World

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