
Britische Reiseveranstalter, Fluggesellschaften und Bahnunternehmen schlagen am 5. Februar Alarm, nachdem neue Daten Warteschlangen von bis zu drei Stunden an mehreren Schengen-Flughäfen während des „Soft-Launch“ des neuen EU-Einreise- und Ausreisesystems (EES) zeigen. Das biometrische Programm, das das Stempeln von Pässen durch verpflichtende Fingerabdruck- und Gesichtserfassung für alle „Drittstaatsangehörigen“ ersetzt, soll ab dem 10. April 2026 vollständig verpflichtend werden. Da britische Staatsbürger nun als Drittstaatsreisende gelten, trifft die Umstellung Großbritannien härter als jeden anderen einzelnen Markt in Europa.
Der Branchenverband Airports Council International Europe teilte The Guardian mit, dass derzeit nur 35 Prozent der Passagiere registriert werden, während einige Flughäfen in Spanien, Frankreich, Portugal und Italien bereits mit zweistündigen Warteschlangen kämpfen. Sollte das System im Juli und August auf 100 Prozent hochgefahren werden, prognostiziert ACI fünfstündige Schlangen und verpasste Anschlussverbindungen. Abta, der größte britische Verband für Auslandsreisen, hat die Europäische Kommission aufgefordert, eine vorübergehende Aussetzung der Regeln zu genehmigen oder zusätzliche Grenzschutzkräfte zu finanzieren.
Die Lage ist auch an den sogenannten „juxtaposed controls“ auf britischem Boden angespannt. Eurotunnel hat begonnen, Busfahrer zu registrieren, wartet jedoch darauf, dass Frankreich die Kioske für Touristenfahrzeuge aktiviert. Eurostar hat 49 EES-Kioske am Londoner Bahnhof St Pancras installiert, doch bis zur französischen Software-Zertifizierung bearbeiten Beamte die Passagiere manuell – was längere Aufenthaltszeiten und reduzierte Zugfrequenzen zur Folge haben könnte.
Für britische Unternehmen sind die praktischen Folgen erheblich. Geschäftsreisende drohen Verzögerungen bei Meetings, Fluggesellschaften riskieren Auswirkungen auf ihre Flugpläne, und Freizeitveranstalter befürchten einen kurzfristigen Einbruch bei Sommerbuchungen, falls negative Schlagzeilen anhalten. Branchenvertreter fordern von Brüssel einen klaren Notfallplan – entweder eine Begrenzung der täglichen Registrierungen oder eine Verlängerung des aktuellen flexiblen Übergangszeitraums bis nach der Urlaubssaison 2026. Ohne solche Maßnahmen warnen sie vor dem schwersten operativen Schock für den britischen Auslandsreisesektor seit der Wiedereröffnung nach der Pandemie.
Reisemanagement-Experten raten ihren Kunden, mehr Zeit für Anschlussverbindungen einzuplanen, digitale Formulare vorab auszufüllen und Nachweise für Weiterreisetickets griffbereit zu halten. Sollte die EU nicht nachgeben, könnten größere Unternehmen ihre Meetings auf Nicht-Schengen-Drehkreuze wie Dublin oder Istanbul verlegen, um biometrische Engpässe zu umgehen.
Der Branchenverband Airports Council International Europe teilte The Guardian mit, dass derzeit nur 35 Prozent der Passagiere registriert werden, während einige Flughäfen in Spanien, Frankreich, Portugal und Italien bereits mit zweistündigen Warteschlangen kämpfen. Sollte das System im Juli und August auf 100 Prozent hochgefahren werden, prognostiziert ACI fünfstündige Schlangen und verpasste Anschlussverbindungen. Abta, der größte britische Verband für Auslandsreisen, hat die Europäische Kommission aufgefordert, eine vorübergehende Aussetzung der Regeln zu genehmigen oder zusätzliche Grenzschutzkräfte zu finanzieren.
Die Lage ist auch an den sogenannten „juxtaposed controls“ auf britischem Boden angespannt. Eurotunnel hat begonnen, Busfahrer zu registrieren, wartet jedoch darauf, dass Frankreich die Kioske für Touristenfahrzeuge aktiviert. Eurostar hat 49 EES-Kioske am Londoner Bahnhof St Pancras installiert, doch bis zur französischen Software-Zertifizierung bearbeiten Beamte die Passagiere manuell – was längere Aufenthaltszeiten und reduzierte Zugfrequenzen zur Folge haben könnte.
Für britische Unternehmen sind die praktischen Folgen erheblich. Geschäftsreisende drohen Verzögerungen bei Meetings, Fluggesellschaften riskieren Auswirkungen auf ihre Flugpläne, und Freizeitveranstalter befürchten einen kurzfristigen Einbruch bei Sommerbuchungen, falls negative Schlagzeilen anhalten. Branchenvertreter fordern von Brüssel einen klaren Notfallplan – entweder eine Begrenzung der täglichen Registrierungen oder eine Verlängerung des aktuellen flexiblen Übergangszeitraums bis nach der Urlaubssaison 2026. Ohne solche Maßnahmen warnen sie vor dem schwersten operativen Schock für den britischen Auslandsreisesektor seit der Wiedereröffnung nach der Pandemie.
Reisemanagement-Experten raten ihren Kunden, mehr Zeit für Anschlussverbindungen einzuplanen, digitale Formulare vorab auszufüllen und Nachweise für Weiterreisetickets griffbereit zu halten. Sollte die EU nicht nachgeben, könnten größere Unternehmen ihre Meetings auf Nicht-Schengen-Drehkreuze wie Dublin oder Istanbul verlegen, um biometrische Engpässe zu umgehen.
Quelle: The Guardian
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