
Europäische Flughäfen und Reiseverbände fordern am 5. Februar die Europäische Kommission auf, den Grenzbehörden zu erlauben, das neue biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) bei langen Warteschlangen „auszusetzen“. Sie warnen vor Wartezeiten von bis zu fünf Stunden, wenn das System am 10. April vollständig in Betrieb geht. Diese Bitte ist besonders relevant für Polen, eines von 29 Schengen-Staaten, die bis zu diesem Termin alle Luft-, See- und Landgrenzstellen – darunter den Flughafen Warschau-Chopin und die stark frequentierten Grenzübergänge an der Autobahn A2 zu Deutschland – aufrüsten müssen.
Seit dem Soft-Start des Systems im Oktober müssen polnische Beamte nur 35 % der Drittstaatsangehörigen erfassen, was die meisten Flughäfen gut bewältigen konnten. Der Branchenverband ACI Europe warnt jedoch, dass chronischer Personalmangel aus bisher überschaubaren Wartezeiten von zwei Stunden schnell fünfstündige Staus machen könnte, sobald die 100 %-Erfassung Pflicht wird. Britische Reiseveranstalter, die im Sommer mehr als 700.000 Ankünfte in Polen organisieren, raten ihren Gruppen bereits jetzt, in Warschau und Krakau großzügige Umsteigezeiten einzuplanen.
Polen hat früh investiert, Kioske an den Flughäfen Chopin und Krakau-Balice installiert und Grenzschutzpersonal an EuroCity-Bahnhöfen geschult. Dennoch geben Behörden hinter den Kulissen zu, dass der Datenbankausfall an der ukrainischen Grenze diese Woche das Risiko zeigt, biometrische Tore ohne verlässliche Backup-Systeme einzuführen. Nach Schengen-Regeln erlauben Notfallmaßnahmen den Behörden, das EES bei „erheblichen Störungen“ zu reduzieren oder auszusetzen, erfordern aber eine Benachrichtigung der Kommission – ein zeitaufwändiger Prozess während eines laufenden Systemausfalls.
Für Manager der Unternehmensmobilität ist die Botschaft klar: Reisende Mitarbeiter sollten auf manuelle Kontrollen vorbereitet werden, besonders bei der ersten Einreise nach April, und großzügige Anschlusszeiten in den Reiseplänen einplanen. Fluggesellschaften mit Polen-Verbindungen überprüfen derzeit ihre Mindestumsteigezeiten, während Flughafenbetreiber in Warschau auf temporäre Personalverstärkungen drängen.
Die Kommission hat angedeutet, die Notfallbefugnisse bis zum Sommer aufrechtzuerhalten, eine offizielle Mitteilung steht jedoch noch aus. Sollte sich daran nichts ändern, droht Unternehmen ein unsicherer Frühling, wenn Polen den biometrischen Schalter umlegt.
Seit dem Soft-Start des Systems im Oktober müssen polnische Beamte nur 35 % der Drittstaatsangehörigen erfassen, was die meisten Flughäfen gut bewältigen konnten. Der Branchenverband ACI Europe warnt jedoch, dass chronischer Personalmangel aus bisher überschaubaren Wartezeiten von zwei Stunden schnell fünfstündige Staus machen könnte, sobald die 100 %-Erfassung Pflicht wird. Britische Reiseveranstalter, die im Sommer mehr als 700.000 Ankünfte in Polen organisieren, raten ihren Gruppen bereits jetzt, in Warschau und Krakau großzügige Umsteigezeiten einzuplanen.
Polen hat früh investiert, Kioske an den Flughäfen Chopin und Krakau-Balice installiert und Grenzschutzpersonal an EuroCity-Bahnhöfen geschult. Dennoch geben Behörden hinter den Kulissen zu, dass der Datenbankausfall an der ukrainischen Grenze diese Woche das Risiko zeigt, biometrische Tore ohne verlässliche Backup-Systeme einzuführen. Nach Schengen-Regeln erlauben Notfallmaßnahmen den Behörden, das EES bei „erheblichen Störungen“ zu reduzieren oder auszusetzen, erfordern aber eine Benachrichtigung der Kommission – ein zeitaufwändiger Prozess während eines laufenden Systemausfalls.
Für Manager der Unternehmensmobilität ist die Botschaft klar: Reisende Mitarbeiter sollten auf manuelle Kontrollen vorbereitet werden, besonders bei der ersten Einreise nach April, und großzügige Anschlusszeiten in den Reiseplänen einplanen. Fluggesellschaften mit Polen-Verbindungen überprüfen derzeit ihre Mindestumsteigezeiten, während Flughafenbetreiber in Warschau auf temporäre Personalverstärkungen drängen.
Die Kommission hat angedeutet, die Notfallbefugnisse bis zum Sommer aufrechtzuerhalten, eine offizielle Mitteilung steht jedoch noch aus. Sollte sich daran nichts ändern, droht Unternehmen ein unsicherer Frühling, wenn Polen den biometrischen Schalter umlegt.
Quelle: The Guardian