
Das finnische Luftverkehrsnetz stand am 8. Februar erneut unter Druck: Am Flughafen Helsinki-Vantaa kam es bei 64 Flügen – das entspricht 33 Prozent aller geplanten Verbindungen – zu Verspätungen. Dies war Teil eines europaweiten Anstiegs, bei dem an den wichtigsten Drehkreuzen Europas insgesamt 1.083 Verspätungen und 45 Flugausfälle verzeichnet wurden. Die Zahlen, die von der Analyseplattform FlightAware zusammengestellt und von Travel and Tour World veröffentlicht wurden, zeigen, dass Finnair mit 108 verspäteten Flügen den dritthöchsten Wert unter den europäischen Airlines nach easyJet und KLM aufwies.
Im Gegensatz zum wetterbedingten Flugstopp am Morgen waren die Nachmittagsverspätungen hauptsächlich auf Kettenreaktionen bei Flugzeug- und Crewwechseln zurückzuführen: Flugzeuge und Besatzungen, die von sturmgeplagten Flughäfen in Europa verspätet ankamen, verpassten ihre nächsten Abflugzeiten in Helsinki. Gleichzeitig führten Staus an den Flughäfen Paris-CDG, Amsterdam-Schiphol und London-Heathrow zu zusätzlichen Warteschleifen in der Luft. Da die EU nach der COVID-Pandemie strengere Kapazitätsregeln eingeführt hat, führen bereits kleine Verspätungen zu Umstellungen bei den Abflugreihenfolgen, die sich auf das gesamte Streckennetz der Airlines auswirken.
Für Fachleute im Bereich Mobilität ist die Botschaft klar: Duty-of-Care-Pläne in der EMEA-Region müssen nun weit verbreitete Verspätungscluster – nicht nur große Flugausfälle – als erhebliches Risiko berücksichtigen. Eine zweistündige Verspätung kann beispielsweise die Berechnung eines 90-tägigen visafreien Schengen-Aufenthalts ungültig machen oder einen Tier-2-Entsandten über die maximal erlaubten täglichen Fahrzeiten nach finnischem Arbeitsrecht bringen. Reiseverantwortliche überprüfen daher ihre Richtlinienpuffer und reaktivieren „Plan B“-Optionen mit Bahnverbindungen für inner-nordische Strecken.
Die finnischen Flughäfen bewältigten den Passagieransturm vergleichsweise gut. Finavia aktivierte zusätzliche Sitzbereiche in der neuen Abflughalle und verteilte kostenlose WLAN-Gutscheine an gestrandete Reisende – kleine Maßnahmen, die in den sozialen Medien Lob erhielten. Dennoch gab es Berichte, dass die neuen EES-E-Gates an der Grenzkontrolle bei Spitzenzeiten mit dem Passagieraufkommen Schwierigkeiten hatten, weshalb die Grenzpolizei zusätzliche besetzte Kontrollstellen öffnete.
Branchenanalysten warnen, dass die Tagesstatistiken auf eine volatile Spätwinterperiode hindeuten, in der Personalengpässe, Anlaufschwierigkeiten beim EES und unvorhersehbares Wetter zusammenkommen. Unternehmen mit häufigen Finnland-Reisen sollten das Network Operations Portal von EUROCONTROL im Auge behalten und Reisende ermutigen, multimodale Reiseplaner zu nutzen, die Flüge mit Bahn- und Busalternativen kombinieren, wo dies sinnvoll ist.
Im Gegensatz zum wetterbedingten Flugstopp am Morgen waren die Nachmittagsverspätungen hauptsächlich auf Kettenreaktionen bei Flugzeug- und Crewwechseln zurückzuführen: Flugzeuge und Besatzungen, die von sturmgeplagten Flughäfen in Europa verspätet ankamen, verpassten ihre nächsten Abflugzeiten in Helsinki. Gleichzeitig führten Staus an den Flughäfen Paris-CDG, Amsterdam-Schiphol und London-Heathrow zu zusätzlichen Warteschleifen in der Luft. Da die EU nach der COVID-Pandemie strengere Kapazitätsregeln eingeführt hat, führen bereits kleine Verspätungen zu Umstellungen bei den Abflugreihenfolgen, die sich auf das gesamte Streckennetz der Airlines auswirken.
Für Fachleute im Bereich Mobilität ist die Botschaft klar: Duty-of-Care-Pläne in der EMEA-Region müssen nun weit verbreitete Verspätungscluster – nicht nur große Flugausfälle – als erhebliches Risiko berücksichtigen. Eine zweistündige Verspätung kann beispielsweise die Berechnung eines 90-tägigen visafreien Schengen-Aufenthalts ungültig machen oder einen Tier-2-Entsandten über die maximal erlaubten täglichen Fahrzeiten nach finnischem Arbeitsrecht bringen. Reiseverantwortliche überprüfen daher ihre Richtlinienpuffer und reaktivieren „Plan B“-Optionen mit Bahnverbindungen für inner-nordische Strecken.
Die finnischen Flughäfen bewältigten den Passagieransturm vergleichsweise gut. Finavia aktivierte zusätzliche Sitzbereiche in der neuen Abflughalle und verteilte kostenlose WLAN-Gutscheine an gestrandete Reisende – kleine Maßnahmen, die in den sozialen Medien Lob erhielten. Dennoch gab es Berichte, dass die neuen EES-E-Gates an der Grenzkontrolle bei Spitzenzeiten mit dem Passagieraufkommen Schwierigkeiten hatten, weshalb die Grenzpolizei zusätzliche besetzte Kontrollstellen öffnete.
Branchenanalysten warnen, dass die Tagesstatistiken auf eine volatile Spätwinterperiode hindeuten, in der Personalengpässe, Anlaufschwierigkeiten beim EES und unvorhersehbares Wetter zusammenkommen. Unternehmen mit häufigen Finnland-Reisen sollten das Network Operations Portal von EUROCONTROL im Auge behalten und Reisende ermutigen, multimodale Reiseplaner zu nutzen, die Flüge mit Bahn- und Busalternativen kombinieren, wo dies sinnvoll ist.
Quelle: Travel and Tour World