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Sturmfront legt Flüge am Flughafen Helsinki-Vantaa und in Regionalflughäfen lahm

Feb. 9, 2026
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Sturmfront legt Flüge am Flughafen Helsinki-Vantaa und in Regionalflughäfen lahm
Ein kräftiges atlantisches Sturmsystem fegte in der Nacht über Nordeuropa hinweg und brachte stürmische Seitenwinde, peitschenden Schneeregen und schnell wechselnde Sichtverhältnisse mit sich, die am 8. Februar die wichtigsten Flughäfen Finnlands zu Betriebseinschränkungen zwangen.

Laut Betriebsdaten des Flughafenbetreibers Finavia, die zuerst vom Branchenportal Travel and Tour World veröffentlicht wurden, wurden am Flughafen Helsinki-Vantaa zwischen 02:00 und 10:00 Uhr Ortszeit 15 Abflüge und Ankünfte gestrichen, während weitere 111 Flüge verspätet waren – einige davon um mehr als drei Stunden. Auch kleinere Regionalflughäfen in Rovaniemi, Turku und Oulu mussten den Bodenbetrieb einstellen, da das Bodenpersonal aus Sicherheitsgründen von vereisten Vorfeldern abgezogen wurde. Insgesamt summierten sich die Ausfälle landesweit auf 19 Streichungen und 126 Verspätungen.

Sturmfront legt Flüge am Flughafen Helsinki-Vantaa und in Regionalflughäfen lahm


Besonders betroffen war Finnair, das auf enge Anschlusszeiten angewiesen ist, um sein asiatisches und nordamerikanisches Streckennetz zu bedienen. Die Fluggesellschaft strich elf Flüge und verpasste Anschlussverbindungen zu Zielen wie Tokio, Singapur und New York. Finnair aktivierte sein „Snowflake“-Erholungsprotokoll, buchte betroffene Passagiere automatisch um und bot Hotelgutscheine für Reisende mit verpassten Langstreckenanschlüssen an. Besonders hart traf es Geschäftsreisende, die von europäischen Morgenflügen aus weiter nach Stockholm, Brüssel und London reisen wollten und viele mussten ihre Termine am selben Tag verschieben.

Wetterbedingte Betriebseinschränkungen sind im nordischen Winter keine Seltenheit, doch der Zeitpunkt ist ungünstig: Helsinki-Vantaa passt sich noch an das neue biometrische Ein- und Ausreisesystem der EU (EES) an, und das Bodenpersonal berichtete, dass längere Grenzkontrollschlangen die Terminalüberlastung nach Wiederaufnahme des Betriebs verschärften. Die Reise-Risikoberater von Advito rieten Firmenreisemanagern, im Februar großzügigere Anschlusszeiten von mindestens 90 Minuten einzuplanen. Sie erinnerten zudem daran, dass die EU-Verordnung 261 keine Entschädigung bei außergewöhnlichen Wetterbedingungen vorsieht, wohl aber Verpflegungs- und Unterkunftshilfen.

Für die kommenden Stunden erwarten die Meteorologen von Finavia, dass die Windböen bis zum späten Abend auf unter 12 m/s nachlassen, was eine schrittweise Normalisierung des Flugplans ermöglicht. Passagiere, die in den nächsten 48 Stunden gebucht sind, sollten jedoch die Apps der Fluggesellschaften im Auge behalten, da es weiterhin zu Verzögerungen durch Umpositionierungen von Crews und Flugzeugen kommen kann. Logistikmanager, die zeitkritische Fracht – darunter Pharmazeutika aus dem Life-Sciences-Cluster in Turku – transportieren, wurden angewiesen, bis zur Auflösung der Rückstaus auf Ausweichrouten über Stockholm-Arlanda oder Kopenhagen-Kastrup umzusteigen.
Quelle: Travel and Tour World

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