
Luftverkehrsverbände warnten am 5. Februar die Europäische Kommission davor, dass das neue biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) in diesem Sommer an den Schengen-Flughäfen zu Wartezeiten von bis zu fünf Stunden führen könnte, sofern die Grenzbehörden nicht befugt werden, die Kontrollen zu Stoßzeiten zu reduzieren. Die Warnung folgt auf die gestaffelte Einführung des EES, die im Oktober 2025 begann und bereits in Spanien, Frankreich und Italien zu Wartezeiten von bis zu drei Stunden sowie im Dezember am Flughafen Helsinki-Vantaa zu Spitzenzeiten von bis zu 55 Minuten führte. (theguardian.com)
Nach dem aktuellen Zeitplan müssen Grenzbeamte bis zum 10. April bei 35 Prozent der Drittstaatsangehörigen Fingerabdrücke und ein Gesichtsfoto erfassen, danach steigt die Pflicht auf 100 Prozent. Die Reisebranche fordert die Kommission auf, eine „Notbremse“ zu verankern, die es den Grenzbeamten erlaubt, die Erfassung vorübergehend auszusetzen, wenn die Wartezeiten bestimmte Grenzwerte überschreiten. Der finnische Betreiber Finavia hat bereits zusätzliche biometrische Kontrollbereiche eingerichtet und empfiehlt Nicht-EU-Reisenden, während des späten Wintercharter-Ansturms in Lappland drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Für Teams im Bereich der Unternehmensmobilität sind die operativen Herausforderungen groß. Zwar ändert das EES die Visaregeln nicht, doch es beendet die manuelle Berechnung der Passstempel und meldet automatisch Überziehungen der erlaubten Aufenthaltsdauer an die Behörden. Arbeitgeber, die Projektmitarbeiter nach Finnland entsenden, müssen daher die Schengen-Tageszählungssysteme überprüfen, die Reisedaten der Mitarbeiter digital erfassen und zusätzliche Zeit für die Abfertigung am Flughafen einplanen – insbesondere für Inhaber von Pässen aus Großbritannien, den USA und Indien, die einen großen Teil der finnischen Tech- und Ingenieurbelegschaft ausmachen.
Reise-Management-Unternehmen (TMCs) weisen zudem darauf hin, dass die Grenzkontrollstellen in Finnland außerhalb Helsinkis chronisch unterbesetzt sind. Regionale Flughäfen in Oulu und Tampere verfügen noch nicht über vollständige EES-Kioske, was bei der verpflichtenden 100-prozentigen Erfassung zu weiteren Verzögerungen führen könnte. Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, Flüge frühmorgens zu planen, enge Verbindungen innerhalb der EU zu vermeiden und Reisende darauf hinzuweisen, dass Kinder unter 12 Jahren sowie Inhaber von EU-Aufenthaltstiteln von der Fingerabdruckerfassung ausgenommen sind.
Die Kommission wird die Vorschläge der Branche voraussichtlich im März beim Rat für Justiz und Inneres prüfen. Sollte keine Flexibilität gewährt werden, stehen die finnischen Flughäfen vor ihrem komplexesten Sommeransturm seit der Wiedereröffnung nach der Pandemie – was eine proaktive Überwachung der Wartezeiten und umfassende Reisendeninformationen für Personal- und Mobilitätsteams unerlässlich macht.
Nach dem aktuellen Zeitplan müssen Grenzbeamte bis zum 10. April bei 35 Prozent der Drittstaatsangehörigen Fingerabdrücke und ein Gesichtsfoto erfassen, danach steigt die Pflicht auf 100 Prozent. Die Reisebranche fordert die Kommission auf, eine „Notbremse“ zu verankern, die es den Grenzbeamten erlaubt, die Erfassung vorübergehend auszusetzen, wenn die Wartezeiten bestimmte Grenzwerte überschreiten. Der finnische Betreiber Finavia hat bereits zusätzliche biometrische Kontrollbereiche eingerichtet und empfiehlt Nicht-EU-Reisenden, während des späten Wintercharter-Ansturms in Lappland drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Für Teams im Bereich der Unternehmensmobilität sind die operativen Herausforderungen groß. Zwar ändert das EES die Visaregeln nicht, doch es beendet die manuelle Berechnung der Passstempel und meldet automatisch Überziehungen der erlaubten Aufenthaltsdauer an die Behörden. Arbeitgeber, die Projektmitarbeiter nach Finnland entsenden, müssen daher die Schengen-Tageszählungssysteme überprüfen, die Reisedaten der Mitarbeiter digital erfassen und zusätzliche Zeit für die Abfertigung am Flughafen einplanen – insbesondere für Inhaber von Pässen aus Großbritannien, den USA und Indien, die einen großen Teil der finnischen Tech- und Ingenieurbelegschaft ausmachen.
Reise-Management-Unternehmen (TMCs) weisen zudem darauf hin, dass die Grenzkontrollstellen in Finnland außerhalb Helsinkis chronisch unterbesetzt sind. Regionale Flughäfen in Oulu und Tampere verfügen noch nicht über vollständige EES-Kioske, was bei der verpflichtenden 100-prozentigen Erfassung zu weiteren Verzögerungen führen könnte. Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, Flüge frühmorgens zu planen, enge Verbindungen innerhalb der EU zu vermeiden und Reisende darauf hinzuweisen, dass Kinder unter 12 Jahren sowie Inhaber von EU-Aufenthaltstiteln von der Fingerabdruckerfassung ausgenommen sind.
Die Kommission wird die Vorschläge der Branche voraussichtlich im März beim Rat für Justiz und Inneres prüfen. Sollte keine Flexibilität gewährt werden, stehen die finnischen Flughäfen vor ihrem komplexesten Sommeransturm seit der Wiedereröffnung nach der Pandemie – was eine proaktive Überwachung der Wartezeiten und umfassende Reisendeninformationen für Personal- und Mobilitätsteams unerlässlich macht.
Quelle: The Guardian
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