
Der jüngste Quartalsbericht zur Migration des tschechischen Innenministeriums bestätigt, dass die Zahl der legal registrierten Ausländer im Land am 31. Dezember 2025 bei 1.131.197 lag. Das entspricht 10,38 % der Gesamtbevölkerung und bedeutet einen Anstieg von über 37.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr. Dies unterstreicht die zentrale Bedeutung ausländischer Arbeitskräfte und humanitärer Zuwanderung für die tschechische Wirtschaft. Mehr als die Hälfte aller ausländischen Einwohner (612.953) sind ukrainischer Staatsangehörigkeit, was den anhaltenden Zustrom von Menschen widerspiegelt, die vor dem russischen Angriffskrieg fliehen.
Hinter dieser Zahl verbirgt sich eine zunehmend komplexe Aufenthaltsstruktur. Rund 394.000 Ausländer besitzen eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis, während 344.000 einen langfristigen, aber nicht dauerhaften Status haben. Weitere 393.000 Ukrainer sind im Rahmen des EU-weiten Systems des vorübergehenden Schutzes registriert, das ihnen das Recht gibt, bis mindestens März 2026 in Tschechien zu leben und zu arbeiten. Berater für Unternehmensmigration betonen, dass diese Daten den zunehmenden Wettbewerb um Wohnraum, Schulplätze und Gesundheitsversorgung in Prag und Mittelböhmen verdeutlichen und Arbeitgeber längere Vorlaufzeiten bei Umzugskosten einplanen müssen.
Der Bericht weist zudem auf einen Anstieg der Fälle von „illegaler Migration“ um 14,6 % im Jahr 2025 hin, der vor allem auf Überschreitungen der Aufenthaltsdauer und Verstöße gegen Dokumentationspflichten zurückzuführen ist, weniger auf unerlaubte Grenzübertritte. Staatsangehörige aus der Ukraine, Moldawien und Vietnam machten fast zwei Drittel dieser Fälle aus. Im Gegensatz dazu ging die transitorische Migration deutlich zurück, da der Druck auf der Westbalkan-Route nachließ – ein Beleg dafür, dass verschärfte Grenzkontrollen in Deutschland und der Slowakei die Schmuggelrouten verändern.
Mit Blick auf die Zukunft setzt Tschechien verstärkt auf digitale Kontrollmechanismen. Seit Oktober ist das neue biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU am Prager Flughafen Václav Havel in Betrieb und ersetzt manuelle Passstempel für Besucher aus Drittstaaten. Das Innenministerium führt zudem ein Ausländerinformationssystem ein, das künftig Aufenthaltsdaten mit Arbeits-, Steuer- und Sozialleistungsdaten verknüpfen wird, um den Behörden Echtzeiteinblicke in die Einhaltung der Vorschriften zu ermöglichen.
Für Mobility-Manager ist die Botschaft klar: Während die Nachfrage nach Fachkräften stabil bleibt, nimmt die administrative Kontrolle zu. Unternehmen sollten sicherstellen, dass Meldungen zu entsandten Arbeitnehmern, A1-Sozialversicherungsbescheinigungen und die Teilnahme an Integrationskursen korrekt in den neuen Portalen erfasst werden. Ukrainische Mitarbeitende sollten über das aktuelle Ablaufdatum des vorübergehenden Schutzes im Jahr 2026 informiert werden und über die voraussichtliche Umstellung auf das reguläre Mitarbeiterkartenverfahren danach.
Hinter dieser Zahl verbirgt sich eine zunehmend komplexe Aufenthaltsstruktur. Rund 394.000 Ausländer besitzen eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis, während 344.000 einen langfristigen, aber nicht dauerhaften Status haben. Weitere 393.000 Ukrainer sind im Rahmen des EU-weiten Systems des vorübergehenden Schutzes registriert, das ihnen das Recht gibt, bis mindestens März 2026 in Tschechien zu leben und zu arbeiten. Berater für Unternehmensmigration betonen, dass diese Daten den zunehmenden Wettbewerb um Wohnraum, Schulplätze und Gesundheitsversorgung in Prag und Mittelböhmen verdeutlichen und Arbeitgeber längere Vorlaufzeiten bei Umzugskosten einplanen müssen.
Der Bericht weist zudem auf einen Anstieg der Fälle von „illegaler Migration“ um 14,6 % im Jahr 2025 hin, der vor allem auf Überschreitungen der Aufenthaltsdauer und Verstöße gegen Dokumentationspflichten zurückzuführen ist, weniger auf unerlaubte Grenzübertritte. Staatsangehörige aus der Ukraine, Moldawien und Vietnam machten fast zwei Drittel dieser Fälle aus. Im Gegensatz dazu ging die transitorische Migration deutlich zurück, da der Druck auf der Westbalkan-Route nachließ – ein Beleg dafür, dass verschärfte Grenzkontrollen in Deutschland und der Slowakei die Schmuggelrouten verändern.
Mit Blick auf die Zukunft setzt Tschechien verstärkt auf digitale Kontrollmechanismen. Seit Oktober ist das neue biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU am Prager Flughafen Václav Havel in Betrieb und ersetzt manuelle Passstempel für Besucher aus Drittstaaten. Das Innenministerium führt zudem ein Ausländerinformationssystem ein, das künftig Aufenthaltsdaten mit Arbeits-, Steuer- und Sozialleistungsdaten verknüpfen wird, um den Behörden Echtzeiteinblicke in die Einhaltung der Vorschriften zu ermöglichen.
Für Mobility-Manager ist die Botschaft klar: Während die Nachfrage nach Fachkräften stabil bleibt, nimmt die administrative Kontrolle zu. Unternehmen sollten sicherstellen, dass Meldungen zu entsandten Arbeitnehmern, A1-Sozialversicherungsbescheinigungen und die Teilnahme an Integrationskursen korrekt in den neuen Portalen erfasst werden. Ukrainische Mitarbeitende sollten über das aktuelle Ablaufdatum des vorübergehenden Schutzes im Jahr 2026 informiert werden und über die voraussichtliche Umstellung auf das reguläre Mitarbeiterkartenverfahren danach.
Quelle: Prague Daily News