
In einem gemeinsamen Schreiben, das am späten Mittwoch veröffentlicht wurde, fordern ACI EUROPE, Airlines for Europe (A4E) und IATA Brüssel auf, den Schengen-Staaten mehr Flexibilität bei der Einführung des neuen Ein- und Ausreisesystems (EES) zu gewähren. Die Organisationen verweisen auf „anhaltend überlange Wartezeiten von bis zu zwei Stunden“ an der Grenzkontrolle, obwohl derzeit nur 35 Prozent der Drittstaatsreisenden erfasst werden. Sollte ab Juli die vollständige biometrische Erfassung für alle Nicht-EU-Ankünfte verpflichtend werden, könnten sich die Warteschlangen laut Branchenwarnung auf „vier Stunden oder mehr“ ausdehnen. (aci-europe.org)
Für Tschechien ist die Warnung von großer Bedeutung. Der Prager Flughafen Václav Havel verzeichnete im vergangenen Jahr mit 17,8 Millionen Passagieren einen Rekord, davon 58 Prozent Ausländer. Quellen bei der Grenzpolizei berichten gegenüber Global Mobility News, dass die erstmalige EES-Anmeldung bereits jetzt an Spitzentagen 60 bis 90 Sekunden pro Passagier zusätzlich kostet; eine hundertprozentige Erfassung könnte diese Zeit verdoppeln. Die Flughafenleitung beschleunigt die Installation von acht weiteren automatisierten Grenzkontrollkiosken, räumt jedoch ein, dass diese vor Juni nicht einsatzbereit sein werden.
Die Verbände nennen drei Hauptprobleme: Unterbesetzung bei den Grenzschutzbeamten, anhaltende technische Probleme mit der Kiosk-Software und die langsame Verbreitung der Vorregistrierungs-App von Frontex. Prag ist von allen drei Herausforderungen betroffen. Trotz Regierungszusagen sind erst 40 der 70 genehmigten Stellen für Grenzbeamte besetzt, und die lokale Pilotphase der mobilen Vorregistrierungs-App verzeichnet weniger als 5.000 Downloads.
Geschäftsreisende befürchten verpasste Anschlussflüge bei Hub-and-Spoke-Verbindungen. Multinationale Unternehmen mit regionalen Hauptsitzen in der tschechischen Hauptstadt raten ihren Besuchern bereits, einen Tag früher anzureisen, während Konferenzveranstalter die Teilnehmer auffordern, mindestens drei Stunden zwischen Landung und ersten Meetings einzuplanen.
Die Branchenverbände fordern von der Europäischen Kommission eine Bestätigung, dass Mitgliedstaaten die verpflichtende EES-Registrierung während der Sommerhochsaison vorübergehend aussetzen oder die Erfassungsrate begrenzen dürfen. Sollte keine Entlastung erfolgen, warnen sie vor einem Imageschaden, der wohlhabende nordamerikanische und asiatische Touristen abschrecken könnte – eine wichtige Zielgruppe, auf die Prag für Einnahmen aus Kongressen angewiesen ist.
Für Tschechien ist die Warnung von großer Bedeutung. Der Prager Flughafen Václav Havel verzeichnete im vergangenen Jahr mit 17,8 Millionen Passagieren einen Rekord, davon 58 Prozent Ausländer. Quellen bei der Grenzpolizei berichten gegenüber Global Mobility News, dass die erstmalige EES-Anmeldung bereits jetzt an Spitzentagen 60 bis 90 Sekunden pro Passagier zusätzlich kostet; eine hundertprozentige Erfassung könnte diese Zeit verdoppeln. Die Flughafenleitung beschleunigt die Installation von acht weiteren automatisierten Grenzkontrollkiosken, räumt jedoch ein, dass diese vor Juni nicht einsatzbereit sein werden.
Die Verbände nennen drei Hauptprobleme: Unterbesetzung bei den Grenzschutzbeamten, anhaltende technische Probleme mit der Kiosk-Software und die langsame Verbreitung der Vorregistrierungs-App von Frontex. Prag ist von allen drei Herausforderungen betroffen. Trotz Regierungszusagen sind erst 40 der 70 genehmigten Stellen für Grenzbeamte besetzt, und die lokale Pilotphase der mobilen Vorregistrierungs-App verzeichnet weniger als 5.000 Downloads.
Geschäftsreisende befürchten verpasste Anschlussflüge bei Hub-and-Spoke-Verbindungen. Multinationale Unternehmen mit regionalen Hauptsitzen in der tschechischen Hauptstadt raten ihren Besuchern bereits, einen Tag früher anzureisen, während Konferenzveranstalter die Teilnehmer auffordern, mindestens drei Stunden zwischen Landung und ersten Meetings einzuplanen.
Die Branchenverbände fordern von der Europäischen Kommission eine Bestätigung, dass Mitgliedstaaten die verpflichtende EES-Registrierung während der Sommerhochsaison vorübergehend aussetzen oder die Erfassungsrate begrenzen dürfen. Sollte keine Entlastung erfolgen, warnen sie vor einem Imageschaden, der wohlhabende nordamerikanische und asiatische Touristen abschrecken könnte – eine wichtige Zielgruppe, auf die Prag für Einnahmen aus Kongressen angewiesen ist.
Quelle: ACI EUROPE Press Release
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