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ACT reformiert Regeln für qualifizierte Migration: Höhere Einkommensgrenzen und Abschaffung des 482-Visums für Schnellverfahren

Feb. 14, 2026
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ACT reformiert Regeln für qualifizierte Migration: Höhere Einkommensgrenzen und Abschaffung des 482-Visums für Schnellverfahren
Die Regierung des Australian Capital Territory (ACT) hat still und heimlich die bedeutendste Überarbeitung ihres Skilled Migration Nomination Program seit einem Jahrzehnt durchgesetzt. Ab dem 1. Februar 2026 müssen selbstständige Antragsteller und Kleinunternehmer für das vorläufige Subclass-491-Visum nun ein steuerpflichtiges Einkommen von mindestens 610 AUD pro Woche nachweisen – zuvor waren es 520 AUD. Bewerber für eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung unter Subclass 190 müssen künftig 1.175 AUD pro Woche vorweisen, statt bisher 1.000 AUD. Die Behörden erklären, dass die höheren Anforderungen darauf abzielen, „Kandidaten anzuziehen, die einen nachhaltigen und wertvolleren wirtschaftlichen Beitrag leisten“, statt Bewerber mit Löhnen nahe dem Mindestlohn im Gastgewerbe.

Noch umstrittener ist die Abschaffung der bevorzugten Schnellspur für Inhaber des Temporary Skill Shortage (Subclass 482) Visums und der früheren 457-Visa. Seit diesem Monat müssen arbeitgebergesponserte Beschäftigte, die bereits in der Hauptstadt leben, im gleichen Canberra Matrix-Punktesystem mit Bewerbern aus dem Ausland konkurrieren. Migrationsberater warnen, dass diese Änderung die Personalplanung in Krankenhäusern, IT-Unternehmen und Verteidigungslieferanten, die diesen Weg genutzt haben, um wichtige Mitarbeiter zu halten, erheblich erschwert.

ACT reformiert Regeln für qualifizierte Migration: Höhere Einkommensgrenzen und Abschaffung des 482-Visums für Schnellverfahren


Besonders besorgt sind Personalvermittler über die Anhebung der Mindeststundenlöhne – nun 31 AUD vor Zuschlägen – die für die Anrechnung von Beschäftigungspunkten erforderlich sind. Branchen wie Altenpflege, Einzelhandel und Gastronomie, die bereits unter chronischem Fachkräftemangel leiden, befürchten, dass sie die Löhne nicht ausreichend erhöhen können, ohne die Kosten zu stark zu belasten. Unternehmen, die die neue Schwelle nicht erreichen, könnten verstärkt auf Nominierungen in anderen Bundesstaaten setzen oder vermehrt auf Zeitarbeitskräfte zurückgreifen.

Die ACT-Regierung argumentiert, dass die Reformen den Empfehlungen der bundesweiten Migrationsstrategie entsprechen, die auf eine strengere Integritätskontrolle und höhere Gehaltsanforderungen abzielt, da höhere Einkommen bessere Integrationsergebnisse fördern. Potenzielle Migranten und sponsernde Arbeitgeber werden dringend aufgefordert, ihre Punkteansprüche umgehend zu überprüfen; falsche oder veraltete Einkommensnachweise können nun zu einer sofortigen Ablehnung führen, ohne Möglichkeit zur Nachreichung weiterer Unterlagen.
Quelle: Getting Down Under

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