
In einem Beitrag für The Strategist am 12. Februar 2026 plädieren die Einwanderungsexpertinnen Cherie Wright und Penny Harris dafür, dass Australien, die USA und das Vereinigte Königreich ein spezielles „AUKUS-Visum“ einführen sollten, um den reibungslosen Austausch von Fachkräften zwischen den drei Ländern zu ermöglichen. Der Kommentar erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem die Verteidigungsminister dringend versuchen, einen geschätzten Mangel von 110.000 Fachkräften in Handwerksberufen zu beheben, die für den Bau von Australiens Atom-U-Booten und weitere Projekte der Säule Eins benötigt werden.
Die bestehenden Einwanderungswege – darunter Australiens Skills-in-Demand-Visum, das US-amerikanische E-3-Visum und der britische Skilled Worker-Status – werden als zu langsam, zu sehr auf akademische Abschlüsse ausgerichtet und administrativ zu zersplittert kritisiert, um den Zeitplänen im groß angelegten Schiffbau gerecht zu werden. Die Autorinnen schlagen eine tri-nationale Visakategorie vor mit:
• 30-tägiger Prioritätsbearbeitung;
• gegenseitiger Anerkennung von Sicherheitsüberprüfungen;
• einheitlichen Zulassungskriterien für Handwerksberufe und Ingenieure;
• sowie vereinfachten Zollregelungen ähnlich der APEC Business Travel Card.
Aus Sicht der australischen Unternehmensmobilität ist das Papier bedeutsam, da es den Fachkräftemangel nicht nur als wirtschaftliches, sondern als strategisch-sicherheitsrelevantes Problem darstellt. Nach der Migrationssystemüberprüfung im vergangenen Jahr hat Canberra bereits Bußgelder von bis zu 66.000 AUD (und strafrechtliche Sanktionen bis 99.000 AUD) für Arbeitgeber eingeführt, die ihre Sponsorenpflichten verletzen. Verteidigungsunternehmen befürchten nun Verzögerungen von sieben Monaten oder mehr bei der Einstellung von kritischen Schweißern und nuklearqualifizierten Elektrikern, sofern kein maßgeschneiderter Weg geschaffen wird.
Obwohl der Artikel noch keine offizielle Regierungspolitik darstellt, greift er Forderungen der Australian Industry Group und der Premierministerin von South Australia, Zoe Bettison, nach „AUKUS-Mobilitätskorridoren“ auf. Beobachter der Politik weisen darauf hin, dass Innenminister Tony Burke ein Optionspapier zu Visa für den Verteidigungssektor in Auftrag gegeben hat, das im April 2026 vorliegen soll; Insider berichten, dass ein AUKUS-Visum als eine von drei möglichen Varianten geprüft wird.
Multinationale Unternehmen mit Engagement in AUKUS sollten Daten zu geplanten Personalbewegungen und Sicherheitsüberprüfungszeiten vorbereiten, um diese in die Konsultationen einzubringen. Zudem sollten sie die Gesamtkosten aktueller Visa mit denen des vorgeschlagenen Fast-Track-Verfahrens vergleichen, um Produktivitätsgewinne zu belegen. Selbst wenn eine formelle Visakategorie erst in einem Jahr eingeführt wird, könnte die Debatte bereits Zwischenlösungen wie Prioritätskontingente oder erweiterte Global Talent-Zuweisungen für Verteidigungsberufe beschleunigen.
Die bestehenden Einwanderungswege – darunter Australiens Skills-in-Demand-Visum, das US-amerikanische E-3-Visum und der britische Skilled Worker-Status – werden als zu langsam, zu sehr auf akademische Abschlüsse ausgerichtet und administrativ zu zersplittert kritisiert, um den Zeitplänen im groß angelegten Schiffbau gerecht zu werden. Die Autorinnen schlagen eine tri-nationale Visakategorie vor mit:
• 30-tägiger Prioritätsbearbeitung;
• gegenseitiger Anerkennung von Sicherheitsüberprüfungen;
• einheitlichen Zulassungskriterien für Handwerksberufe und Ingenieure;
• sowie vereinfachten Zollregelungen ähnlich der APEC Business Travel Card.
Aus Sicht der australischen Unternehmensmobilität ist das Papier bedeutsam, da es den Fachkräftemangel nicht nur als wirtschaftliches, sondern als strategisch-sicherheitsrelevantes Problem darstellt. Nach der Migrationssystemüberprüfung im vergangenen Jahr hat Canberra bereits Bußgelder von bis zu 66.000 AUD (und strafrechtliche Sanktionen bis 99.000 AUD) für Arbeitgeber eingeführt, die ihre Sponsorenpflichten verletzen. Verteidigungsunternehmen befürchten nun Verzögerungen von sieben Monaten oder mehr bei der Einstellung von kritischen Schweißern und nuklearqualifizierten Elektrikern, sofern kein maßgeschneiderter Weg geschaffen wird.
Obwohl der Artikel noch keine offizielle Regierungspolitik darstellt, greift er Forderungen der Australian Industry Group und der Premierministerin von South Australia, Zoe Bettison, nach „AUKUS-Mobilitätskorridoren“ auf. Beobachter der Politik weisen darauf hin, dass Innenminister Tony Burke ein Optionspapier zu Visa für den Verteidigungssektor in Auftrag gegeben hat, das im April 2026 vorliegen soll; Insider berichten, dass ein AUKUS-Visum als eine von drei möglichen Varianten geprüft wird.
Multinationale Unternehmen mit Engagement in AUKUS sollten Daten zu geplanten Personalbewegungen und Sicherheitsüberprüfungszeiten vorbereiten, um diese in die Konsultationen einzubringen. Zudem sollten sie die Gesamtkosten aktueller Visa mit denen des vorgeschlagenen Fast-Track-Verfahrens vergleichen, um Produktivitätsgewinne zu belegen. Selbst wenn eine formelle Visakategorie erst in einem Jahr eingeführt wird, könnte die Debatte bereits Zwischenlösungen wie Prioritätskontingente oder erweiterte Global Talent-Zuweisungen für Verteidigungsberufe beschleunigen.
Quelle: ASPI The Strategist