
Mehr als 70 europäische NGOs – darunter die französischen Organisationen Cimade und Médecins du Monde – veröffentlichten am 16. Februar eine gemeinsame Erklärung, in der sie davor warnen, dass der Entwurf der Europäischen Kommission zur „Rückführungsverordnung“ die Polizeikräfte der Mitgliedstaaten in Massenabschiebungseinheiten verwandeln könnte, ähnlich dem US-amerikanischen Immigration and Customs Enforcement.
Der Vorschlag, der nächsten Monat im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten des Europäischen Parlaments diskutiert werden soll, würde es französischen Gendarmen und ihren EU-Kollegen erlauben, Hausdurchsuchungen ohne Durchsuchungsbefehl durchzuführen, Sozialarbeiter verpflichten, undokumentierte Migranten zu melden, und die Einrichtung von Offshore-Verarbeitungszentren in Drittstaaten ermöglichen. Das französische Innenministerium begrüßt den Entwurf bisher als „Instrument zur Entlastung der Präfekturen“, doch Menschenrechtsanwälte warnen, dass dadurch über 400.000 Sans-Papiers, die in Bau, Pflege und Gastronomie arbeiten, kriminalisiert werden könnten.
Besonders besorgt sind die Mobilitätsteams großer Unternehmen wegen der Auswirkungen auf Beschäftigte, die auf eine Legalisierung im Rahmen des französischen Integrationsgesetzes ab Januar 2026 warten. „Jede Wahrnehmung, dass Frankreich verstärkt auf Durchsetzung setzt, wird hochqualifizierte Fachkräfte abschrecken“, warnt Stéphanie Porte, Partnerin für Einwanderungsrecht bei Deloitte Société d’Avocats.
Gesundheits-NGOs verweisen auf Daten aus US-Bundesstaaten, die zeigen, dass Angst vor Abschiebung die Impfquoten und Notaufnahmebesuche senkt – Kosten, die letztlich von den Versicherungen der Arbeitgeber getragen werden. Der UN-Sonderberichterstatter für Migranten hat Brüssel aufgefordert, vor einer Abstimmung eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchzuführen.
Würde die Verordnung unverändert angenommen, träte sie sechs Monate nach Veröffentlichung direkt in Frankreich in Kraft – also lange vor dem Start des Präsidentschaftswahlkampfs 2027 – und würde ein weiteres heikles Thema in den ohnehin schon angespannten politischen Kalender bringen. Multinationale Unternehmen mit großen ausländischen Belegschaften sollten daher mit Notfallplänen beginnen, darunter Überprüfungen der Mitarbeiterdokumente und aktualisierte Fürsorgeunterweisungen.
Der Vorschlag, der nächsten Monat im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten des Europäischen Parlaments diskutiert werden soll, würde es französischen Gendarmen und ihren EU-Kollegen erlauben, Hausdurchsuchungen ohne Durchsuchungsbefehl durchzuführen, Sozialarbeiter verpflichten, undokumentierte Migranten zu melden, und die Einrichtung von Offshore-Verarbeitungszentren in Drittstaaten ermöglichen. Das französische Innenministerium begrüßt den Entwurf bisher als „Instrument zur Entlastung der Präfekturen“, doch Menschenrechtsanwälte warnen, dass dadurch über 400.000 Sans-Papiers, die in Bau, Pflege und Gastronomie arbeiten, kriminalisiert werden könnten.
Besonders besorgt sind die Mobilitätsteams großer Unternehmen wegen der Auswirkungen auf Beschäftigte, die auf eine Legalisierung im Rahmen des französischen Integrationsgesetzes ab Januar 2026 warten. „Jede Wahrnehmung, dass Frankreich verstärkt auf Durchsetzung setzt, wird hochqualifizierte Fachkräfte abschrecken“, warnt Stéphanie Porte, Partnerin für Einwanderungsrecht bei Deloitte Société d’Avocats.
Gesundheits-NGOs verweisen auf Daten aus US-Bundesstaaten, die zeigen, dass Angst vor Abschiebung die Impfquoten und Notaufnahmebesuche senkt – Kosten, die letztlich von den Versicherungen der Arbeitgeber getragen werden. Der UN-Sonderberichterstatter für Migranten hat Brüssel aufgefordert, vor einer Abstimmung eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchzuführen.
Würde die Verordnung unverändert angenommen, träte sie sechs Monate nach Veröffentlichung direkt in Frankreich in Kraft – also lange vor dem Start des Präsidentschaftswahlkampfs 2027 – und würde ein weiteres heikles Thema in den ohnehin schon angespannten politischen Kalender bringen. Multinationale Unternehmen mit großen ausländischen Belegschaften sollten daher mit Notfallplänen beginnen, darunter Überprüfungen der Mitarbeiterdokumente und aktualisierte Fürsorgeunterweisungen.
Quelle: The Guardian