
Das österreichische Innenministerium hat die ersten Asylstatistiken für 2026 veröffentlicht – und sie zeigen einen dramatischen Rückgang: Im Januar stellten nur 945 Personen einen Schutzantrag, der niedrigste Wert für diesen Monat seit 2012 und ein Rückgang um 51 Prozent im Vergleich zum Januar 2025. Für den Rückgang gibt es mehrere Gründe. Am bedeutendsten ist das Einfrieren der Familiennachzugsvisa durch die Regierung, das mindestens bis Mitte 2026 gilt und im Januar nur eine einzige Einreise ermöglichte. Verschärfte Grenzkontrollen entlang der Balkanroute, gemeinsame Patrouillen mit Nachbarländern sowie ein beschleunigtes Abschiebeprogramm – im Januar gab es 1.083 Abreisen, davon 57 Prozent zwangsweise – haben ebenfalls die irregulären Zuwanderungen gedämpft.
Bei den gestellten Anträgen machten Syrer, Afghanen und Somalier den Großteil aus, wobei keine Gruppe mehr als 50 Anträge stellte, was auf eine stark fragmentierte Fallzahl hinweist. Erstantragsteller (421) übertrafen die Zahl der Wiederholungs- oder Wiedereröffnungsfälle, während die Geschlechterverteilung (55 Prozent Männer) und Altersstruktur (51 Prozent Erwachsene) darauf hindeuten, dass die abnehmende Zahl etwas älter und ausgeglichener ist als in den Vorjahren.
Für Arbeitgeber haben die Zahlen eine doppelte Wirkung: Weniger Asylsuchende entlasten die Aufnahmeeinrichtungen, verringern aber gleichzeitig den Arbeitskräftepool, den viele Bundesländer für Einstiegsjobs genutzt hatten. Gleichzeitig bestätigte das Innenministerium im Januar 338 positive Entscheidungen und 315 Gewährungen subsidiären Schutzes – Statusinhaber, die nach dem österreichischen Integrationsmodell sofort für den Arbeitsmarkt verfügbar sind.
Migrationsberater sehen in den Daten einen Hinweis auf ein engeres Umfeld für humanitäre Beschäftigung im Jahr 2026. Unternehmen, die auf geringqualifizierte Arbeitskräfte angewiesen sind, wird empfohlen, die erweiterte Mangelberufsliste der Fachkräfteverordnung 2026 zu prüfen oder die Rot-Weiß-Rot-Karte für höherqualifizierte Positionen zu nutzen, da humanitäre Kanäle allein den Bedarf nicht decken werden.
Bei den gestellten Anträgen machten Syrer, Afghanen und Somalier den Großteil aus, wobei keine Gruppe mehr als 50 Anträge stellte, was auf eine stark fragmentierte Fallzahl hinweist. Erstantragsteller (421) übertrafen die Zahl der Wiederholungs- oder Wiedereröffnungsfälle, während die Geschlechterverteilung (55 Prozent Männer) und Altersstruktur (51 Prozent Erwachsene) darauf hindeuten, dass die abnehmende Zahl etwas älter und ausgeglichener ist als in den Vorjahren.
Für Arbeitgeber haben die Zahlen eine doppelte Wirkung: Weniger Asylsuchende entlasten die Aufnahmeeinrichtungen, verringern aber gleichzeitig den Arbeitskräftepool, den viele Bundesländer für Einstiegsjobs genutzt hatten. Gleichzeitig bestätigte das Innenministerium im Januar 338 positive Entscheidungen und 315 Gewährungen subsidiären Schutzes – Statusinhaber, die nach dem österreichischen Integrationsmodell sofort für den Arbeitsmarkt verfügbar sind.
Migrationsberater sehen in den Daten einen Hinweis auf ein engeres Umfeld für humanitäre Beschäftigung im Jahr 2026. Unternehmen, die auf geringqualifizierte Arbeitskräfte angewiesen sind, wird empfohlen, die erweiterte Mangelberufsliste der Fachkräfteverordnung 2026 zu prüfen oder die Rot-Weiß-Rot-Karte für höherqualifizierte Positionen zu nutzen, da humanitäre Kanäle allein den Bedarf nicht decken werden.
Quelle: Die Presse (APA)