
Ein Meilenstein für Großbritanniens Post-Brexit-Grenzstrategie: Das britische Innenministerium bestätigte um 00:01 Uhr GMT am 24. Februar, dass die Kontrollen der elektronischen Reisegenehmigung (ETA) nun an allen Luft-, See- und Bahn-Einreisepunkten in Kraft sind. Französische Staatsbürger – ebenso wie Angehörige von 84 weiteren visumfreien Ländern – müssen eine genehmigte ETA besitzen, andernfalls droht ihnen die Verweigerung des Boardings. Die 16 Pfund teure Genehmigung, die zwei Jahre oder bis zum Ablauf des Reisepasses gültig ist, muss über eine mobile App beantragt werden, die biografische Daten und ein Selfie des Reisenden erfasst. Die Beförderer sind verpflichtet, den ETA-Status über Advance Passenger Information vor der Ausstellung der Bordkarten zu überprüfen. Laut Innenministerium wurden während der gestaffelten Pilotphase bereits über 10 Millionen eVisa und ETAs ausgestellt, die Kontrolle war bisher jedoch eher zurückhaltend. Eurostar und Betreiber der Kanalfähren informierten ihre Kunden, dass stichprobenartige Kontrollen an den französischen Abfahrtsterminals zu erwarten sind. Am Pariser Gare du Nord standen zusätzliche Beamte der britischen Grenzpolizei bereit, um Erstbewerber bei der Nutzung der QR-Code-Kioske zu unterstützen. Die Internationale Handelskammer in Frankreich begrüßte die Vorhersehbarkeit des Systems, forderte jedoch, dass Großbritannien vor der Überprüfung 2027 Gruppenvisa für Geschäftsreisen integriert. Für französische Unternehmen bedeutet dies, dass kurzfristige Reisen ins Vereinigte Königreich nun einen zusätzlichen administrativen Schritt erfordern. Mobilitätsteams sollten ihre Reisegenehmigungsprozesse aktualisieren, um die ETA-Bestätigung einzubeziehen, Mitarbeiterdaten in Duty-of-Care-Plattformen aktualisieren und Doppelstaatsbürger der EU und Drittstaaten daran erinnern, den Reisepass zu verwenden, mit dem sie in das Vereinigte Königreich einreisen. Andernfalls könnte die ETA ungültig werden und Bußgelder für die Beförderer nach sich ziehen.
Quelle: UK Home Office