
Bericht aus dem französischen Innenministerium vom 24. Februar: AOL UK berichtete, dass anhaltende Softwareprobleme die Einführung der EES-Selbstbedienungskioske an vier Autobahnübergängen zu Belgien, Deutschland und Spanien verzögern. Grenzpolizisten erklärten, dass Fingerabdrucksensoren von zwei Herstellern bei Stresstests unter Minusgraden versagten, während Netzwerkunterbrechungen zu Datenverlusten zwischen den Kiosken und dem zentralen EU-LISA-Repository führten. Bis die Fehler behoben sind, stempeln die Beamten Pässe weiterhin manuell, müssen aber auch biometrische Daten der Reisenden auf speziellen Tablets erfassen, was die Abfertigungszeit pro Person um „zwei bis drei Minuten“ verlängert. Der Güter- und Pendlerverkehr erlebte bereits Rückstaus von bis zu 12 Kilometern auf der A2 bei Valenciennes, woraufhin Logistikverbände vor Folgekosten in der Lieferkette warnten. AOL bezeichnet die Probleme als Rückschlag für Frankreichs Plan, die vollständige EES-Bereitschaft vor der EU-Frist am 10. April zu demonstrieren. Das Ministerium betont, dass Notfallmaßnahmen greifen und die Kalibrierung der Kioske an den Pariser Flughafenterminals Priorität hat, bevor die Geräte an Landgrenzen wieder eingesetzt werden. Unternehmen, die Personal oder Waren über benachbarte Schengen-Grenzen transportieren, sollten daher mit sporadischen Fahrspur-Sperrungen rechnen, Fahrer dazu anhalten, gedruckte Einsatzbescheinigungen mitzuführen (für den Fall von Nachkontrollen) und die Echtzeit-Verkehrsmeldungen von Bison Futé beobachten. Spediteure, die Just-in-Time-Produktionslinien bedienen, müssen möglicherweise Liefervereinbarungen anpassen, bis die Technik stabil läuft. Branchenexperten weisen darauf hin, dass Hardware-Ausfälle bei extremen Wetterbedingungen die Herausforderung verdeutlichen, ein einheitliches biometrisches System für die vielfältigen Grenzbedingungen Europas zu etablieren.
Quelle: AOL UK